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Retouren, Saisonware, Restposten: So will die Umweltministerin verhindern, dass Händl

Julian Stratenschulte/dpa Online-Retouren oder aus der Mode geratene Jeans: Verkäufer sollen neuwertige Waren nicht mehr einfach so wegwerfen dürfen. Dazu will Umweltministerin Schulze Händler nun gesetzlich verpflichten.
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#1 - 06.08.2019, 19:09 von intercooler61

Nichts Besseres zu tun?

Wenn tatsächlich nur 4% _der Retouren_(?) in den Müll wandern, scheint mir das den bürokratischen Aufwand nicht zu rechtfertigen. Ein gewisser Anteil der Ware wird immer (transport- oder empfängerbedingt) unbrauchbar zurückkommen; das Draufsatteln von Formalien und Beamtenfürzen belastet die Umwelt dann möglicherweise mehr, als es ihr nützt.

Da gibt es m.E. dringendere Handlungsfelder, zB im Food-Bereich: "Containern" legalisieren oder durch eine zivilisiertere und hygienischere Lösung ersetzen (z.B. Spenden für die Tafeln).

#2 - 06.08.2019, 19:10 von i.dietz

"heiße" Luft !

Rein garnichts wird umgesetzt -
also mal wieder nichts wie Politiker-Blabla...... !

#3 - 06.08.2019, 19:18 von taranus

7.000.000.000 Euro kalkulierte Verschwendung

Zitat Spiegel:"Jährlich werden in Deutschland Schätzungen zufolge Waren im Wert von über sieben Milliarden Euro vernichtet"
Damit sieht man mal wieder wie billig die Arbeit in Europa ist. Die Menschen werden dafür bezahlt Müll zu produzieren und die Unternehmen machen trotzdem satte Gewinne. Hut ab!

#4 - 06.08.2019, 19:20 von taranus

7.000.000.000 Euro kalkulierte Verschwendung

Zitat Spiegel:"Jährlich werden in Deutschland Schätzungen zufolge Waren im Wert von über sieben Milliarden Euro vernichtet"
Damit sieht man mal wieder wie billig die Arbeit in Europa ist. Die Arbeitnehmer werden dafür bezahlt Müll zu produzieren und die Unternehmen machen trotzdem satte Gewinne. Hut ab!

#5 - 06.08.2019, 19:21 von vincentaurelius

Absolut

Habe es selbst erleben dürfen, im Aufbau von Luxusmöbel. Eine Schranktür hatte einen Lackkratzer auf der Innenseite der Tür. (Innenseite!). Der Käufer bestand drauf die Tür getauscht zu bekommen. Die ausgetauschte Tür, sie war nagelneu, bis auf eben den Kratzer, wurde sie komplett mit Scharnieren auf dem Herstellergelände weggeschmissen.
So ging das damals dauernd und wird wohl immer noch so gehandabt. Aber wehe ein Mitarbeiter nimmt das mit.

Gilt übrigens auch für Premiumautohersteller. Pfiffige Mitarbeiter haben sich früher die alten ausgetauschten Teile zurückgelegt und wieder verwendet. Heutzutage kommt regelmäßig eine Delegation der sogenannten Akademiker vorbei und lässt die Alteile verschrotten. Damit bloss keiner irgendwie sich "bereichert" und womöglich für günstig Geld teure Ware verscherbelt. Dafür lieber die Umwelt- Ressourcen aufbrauchen, bevor das Unternehmen Gewinneinbussungen macht.

#6 - 06.08.2019, 19:24 von 53er

Unsere Umweltministerin

kann auch noch gute Nachrichten. Ich wünsche viel Erfolg, diese Verschwendung muss ein Ende haben. Und bitte dann auch alle Entwickler/Konstrukteure zu reparaturfreundlichen Geräten, Werkzeugen und Maschinen und die Hersteller zur Abgabe von Ersatzteilen zu günstigeren Preisen zwingen. Es ist unglaublich, was da weggeworfen wird, weil eine Reparatur sich nicht mehr lohnt.

#7 - 06.08.2019, 19:30 von wenger.weine

Spende

schwierig. Bin kleiner, gewerblicher Online- Antiquar. In den letzten 2 Jahren sammelten sich ca. 6000 Bücher an, die ich nicht pers. verwerten konnte (Wohlgemerkt, irgendwelchen Schrott, schlechter Zustand, unverkäufliche Ware schon aussortiert)= 100 Bananenkisten. Zuerst versucht, billig zu verkaufen (600 € im Internet, 0 Interessse). Dann die in der Nähe befindlichen (ausschliesslich)Wohlfahrtseinrichtungen, die auch im Internet Bücher verkaufen,, abgeklappert. Nur, wenn geschenkt, keine Spendenquittung mgl., evt, Sachspende. Steuerberater: Sachspende kostet mich 19 % auf geschätzten Preis.Dann an Caritas in Nachbarschaft verschenkt, ohne Quittung, dafür netten, werbewirksamen Artikel in Regionalzeitung, auch gut. Später mal nachgefragt. Gut 1/3 meiner antiq.Bücher wurden verschrottet, da in Amazon nicht gelistet und es sich den Aufwand(!) nict lohne, diese über eine andere Plattform einzugeben. Da gingen ein paar 1000 € aus Faulheit in den Müll (nicht aus meiner Faulheit, mein Antiquariat ist ein 1 Frau Unternehmen und hat Preisuntergrenzen bei der Eingabe, das Caritas-Unternemen gibt ab 25 Cent ein bei 15 Mitarbeitern...)

#8 - 06.08.2019, 19:33 von wenger.weine

Nachtrag

Anruf beim örtlichen Entsorger:Hätte 450 € bekommen fürs Altpapier, das Varitasunternehmen ist dort ein guter Kunde. Gut, das ist nur eine kleine,pers. Anekdote. Aber wenn es schon im Kleinen hakt....

#9 - 06.08.2019, 19:35 von frosch-könig

Ich versteh´s halt nicht

Ein Gesetz muss her, weil ein sechstel von 4 % der gekauften Waren vernichtet werden. Also satte 0,66 Prozent. Und ein großer Teil wird ja zurückgeschickt weil China-Elektronik-Schrott nicht so funktioniert wie beworben. Klar muss man das entsorgen. Die traurigen Kinderaugen, wenn sowas an Kinderheime etc. gespendet wird, möchte ich nicht sehen.....
Oh Frau Schulze, ich weiß Sie meinen´s gut - aber das wird so nix. Nicht traurig sein, aller Anfang ist schwer. Kleiner Tipp: sorgen Sie dafür, dass hochgiftiger, gefährlicher, unnützer und völlig untauglicher Elektronikschrott, Gadges, Kinderspielzeug etc. erst gar nicht von Asien zum europäischen Händler gelangt, bzw. estehende Gesetze und Einfuhrbestimmungen eingehalten werden, dann haben wir ein deutlich geringeres Müllproblem.

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