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Siemens-Campus in Berlin: "Ein Labor mitten in der Hauptstadt"

DPA Vor 171 Jahren wurde Siemens in Berlin gegründet - jetzt zieht der Konzern dort einen Innovationscampus auf. Siemens-Vorstand Neike erklärt, warum es dort anders zugehen soll als im Silicon Valley.
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#1 - 31.10.2018, 11:31 von Spiegelpfau

Es hat sich wenig bewegt

Siemens hat seinen Standort Berlin seit Jahrzehnten zugunsten Münchens und Erlangens konsequent heruntergefahren und darniederliegen lassen. Dies war Unternehmenswille, keine Überraschung. OSRAM quasi ebenfalls in Grund und Boden gewirtschaftet. Super, dass es endlich kleine Lichtblicke für Berlin gibt. Siemens soll auf den großen Industrie-Brachen tun, was es will, Hauptsache, es geht für Berlin endlich mal aufwärts! Gratuliere zum sehr guten Abschluss!

#2 - 31.10.2018, 12:54 von D_v_T

"Ein Labor mitten in der Hauptstadt"
Nun weiß allerdings jeder, der sich in Berlin ein bisschen auskennt, dass Spandau nicht mitten in der Stadt liegt, sondern ziemlich "jwd" liegt, erst 1920 eingemeindet wurde und überdies sich selbst nicht wirklich zu Berlin zugehörig fühlt.

#3 - 31.10.2018, 13:11 von travelflo

Zitat von D_v_T
"Ein Labor mitten in der Hauptstadt" Nun weiß allerdings jeder, der sich in Berlin ein bisschen auskennt, dass Spandau nicht mitten in der Stadt liegt, sondern ziemlich "jwd" liegt, erst 1920 eingemeindet wurde und überdies sich selbst nicht wirklich zu Berlin zugehörig fühlt.
Das dachte ich mir auch.. Spandau mitten in den Hauptstadt, so ein Quatsch.. Trotzdem schön, dass Siemens hier kräftig investiert. Berlin ist nach dem 2WK wirtschaftlich doch stark gebeutelt worden, die ganzen großen Unternehmen gingen nach Westdeutschland (Allianz, Lufthansa, Siemens, Deutsche Bank und viele mehr)

#4 - 31.10.2018, 13:59 von globaluser

Bin kein Berliner,

aber von der Zitadelle Spandau z.B. zur Gedächtniskirche sind es ungefähr 10 km, da ist von Cupertino in das Zentrum von San Francisco, doch schon einiges weiter. Interessant ist viel mehr, ob sich etwas bewegen wird, wenn man eine Fertigstellung bis 2030 anstrebt, kann man in einigen Bereichen, wie der angesprochenen Gebäudetechnik schon wieder von vorne beginnen.

#5 - 31.10.2018, 14:02 von ~JB~

Zitat von travelflo
Das dachte ich mir auch.. Spandau mitten in den Hauptstadt, so ein Quatsch.. Trotzdem schön, dass Siemens hier kräftig investiert. Berlin ist nach dem 2WK wirtschaftlich doch stark gebeutelt worden, die ganzen großen Unternehmen gingen nach Westdeutschland (Allianz, Lufthansa, Siemens, Deutsche Bank und viele mehr)
Von diesem Umzug haben einige Region in Westdeutschland stark profitiert. Man kann auch sagen, die Wirtschaft aus dem Osten hat Bayern aufgebaut.

#6 - 31.10.2018, 14:05 von tgb

Letztlich verhindern solche Innovatioscampusse

nur, daß kleine wirklich innovative Unternehmen eine Chance haben qualifizierte Mitarbeiter vor Ort zu finden. Die Konzerne - seien es die Siemense, Daimlers, Boschs - werfen mit Geld um sich und töten jeglichen anderen echten Startup-Geist an solchen Standorten ab.
Gleichzeitig werden aber Gewinnabführungsverträge mit dem Mutterkonzern vereinbart, so dass die Stadt (in dem Fall Berlin) durch solche Ansiedlungen nicht einmal Gewerbesteuereinnahmen verbuchen kann. Infrastruktur darf aber trotzdem bereitgestellt werden. Finanziert durch die Unternehmen, die ihre Gewerbesteuer vor Ort abführen. Für Wohnraum muss auch gesorgt werden. Das regelt sich dann über den Preis zu Lasten der vorhandenen Einwohner. Ich bin Berliner und sehe solche Unternehmensansiedelungen sehr zwiespältig. Da werden dann Ressourcen durch die Stadt bereitgestellt, die durch die vorhandenen kleinen Unternehmen finanziert werden, welche sich aber gleichzeitig einen enormen Wettbewerb stellen müssen.

#7 - 31.10.2018, 14:13 von ~JB~

Wista

In Berlin gibt es bereits einen großen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort in Adlershof. Der Artikel suggeriert etwas, dass dies jetzt was ganz neues sei. Klar ist das Projekt von Siemens eine Nummer großer. In Adlershof sind es halt viele kleine Unternehmen.

#8 - 31.10.2018, 14:20 von michi11161

Danke!

Danke Siemens und danke der Stadt Berlin.
Hier kann wirklich etwas Zukunftsweisendes entstehen.
Etwas das International ausstrahlt.
Auch wenn es immer so scheint, die grundsätzlichen Nörgler in Berlin haben nicht die Mehrheit.
Wir wollen eine wachsende, eine internationale,eine offene Welt Stadt werden. denn wir sind es noch lange nicht,dazu müssen noch viele Mauern in Köpfen abgebaut werden.

#9 - 31.10.2018, 14:31 von prisma-4d

...ganz andere Hindernise!

Ah, mit Google hats nicht geklappt aber mit Siemens hat man kein Problem? Ich gehe mal davon aus der Denkmalschutz in etwa die Rolle des Brandschutzes im BER einnehmen wird. Vorher gibt man sich (von Politischer Seite) offen, um dann von den Behörden eines besseren belehren zu lassen. Die Berliner sollten es einsehen: Berlin ist ein "fail state". Solange Berlin dermaßen am Ausgleichstropf hängt wie die letzten 20 Jahre (oder mehr), solange kann man auf Google und Siemens gut verzichten. Und deswegen wir Berlin bleiben was es ist und werden was es werden will. Es schwebt mir nicht das Bild von "arm aber sexy" vor sondern eher von arm und Hartz4 so wie es in den TV-Dokus so schön gezeigt wird (die echten H4ler wissen das diese Gestalten eher die Ausnahme sind). Alles ein wenig schmuddelig, unaufgeräumt, mit Graffitis (Tattoos) verziehrt, nicht vom Berlinimage lassen wollend (die klassischen Suchtmittel Zigarette und Bier), und sich tierisch darüber aufregen wenn die Teile der Bevölkerung welche den Spaß zahlen, einen auffordern doch endlich mal den Hintern hoch zu kriegen. Das ist derzeit in meine Augen Berlin!

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