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Steigende Wohnkosten, aggressive Investoren: Wo die Mieterangst regiert

SPIEGEL TV In Berlin haben sich die Mieten in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Vor allem für Geringverdiener ist das oft eine Katastrophe. Wenn sie eine neue Wohnung suchen müssen, haben sie kaum eine Chance.
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#1 - 24.03.2019, 14:06 von Haarfoen

Wohneigentum in gesellschaftliches Eigentum überführen

Vermietetes Eigentum ab einer bestimmten Größe muss aus den Händen des Kapitals in gesellschaftliches Eigentum überführt werden, Wohngenossenschaften haben sich da bestens bewährt.
Eine Enteignung ist nicht notwendig, Mieterträge über einer Größenordnung von z. B. 2.500.- € im Monat werden einfach mit 99% Steuern taxiert. Die Eigennutzung von Wohnfläche bleibt selbstverständlich unberührt. Damit hat sich das Thema dann erledigt. Die Ausbeutung der Menschen auf dem Wohnungsmarkt hat perverse Züge angenommen, das Leid der Betroffenen ist unendlich und einer humanen Gesellschaft nicht würdig. Aber nachdem alle die neo- liberalen Parteien wählen: Es geht weiter, bis es kracht. Solange, bis wir den sozialen Frieden komplett ruiniert haben.

#2 - 24.03.2019, 14:08 von joke61

Angebot und Nachfrage,

so ist das halt in der freien Marktwirtschaft, werden hier wieder einige 'sorry' sozial verkümmerte Foristen posten. Dabei sitzen die dann sicher im selbst erworbenem Eigenheim, von 60 er Jahre - Anfang 2000 angeschafft, für einen Bruchteil der heutigen Preise, Schön geräumig und warm, zufrieden! und selber schuld, hätten die in der Schule aufgepasst, hätten die auch die Kohle, die teuren Mieten zu bezahlen!
Mehr möchte ich hierzu nicht beisteuern! Außer: Die sozialen Ungrechtigkeiten werden unserer Demokratie irgendwanndas Genick brechen. Möglicherweise gibt es mich bis dahin nicht mehr. Für meine Kinder und meine Enkel tuts mir leid!

#3 - 24.03.2019, 14:09 von Grünspahn

Wenn ich den Beitrag recht verstanden habe, dann wurde der Dame gekündigt, weil sie ihren Pflichten aus den Meitvertrag nicht nachkam. Ich würde meinen Mietern auch kündigen, wenn sie die Miete nicht pünktlich überweisen. Die Kosten laufen ja auch weiter und müssen pünktlich gezahlt werden. Ich verstehe nicht, warum gerade Fälle, bei denen das Verschulden auf Meiterseite liegt, immer als Aufhnger genommen werden um gegen angeblich böse Vermieter Stimmung zu machen. Jeder verlangt, dass der Arbeitgeber pünktlich das Gehalt zahlt, nur der Vermieter kann ja auf sein Geld warten.

#4 - 24.03.2019, 14:12 von mumuwilli1975

Berlin

kommt ja wohl von einem ganz niedrigen Mietniveau. Ich erinnere an eine Freundin (muss so gegen 2009 gewesen sein). Sie zahlte für ihre 80qm Whg in der Berliner Innenstadt gerade mal 500 EUR kalt. Nun ist es halt teurer geworden. Ich zahle als Alleierziehende nun 1000 EUR für 110qm in einer doch teuren Gegend. Dann muss man sich etwas einfallen lassen, Jobwechsel etc. Immer dieses Jammern !

#5 - 24.03.2019, 14:15 von Marut

Kein Land zum leben

Deutschland ist eben kein Land mehr, in dem Menschen in erster Linie leben, sondern eine Spielwiese für Investoren, auf der hilflos Schafe stehen, die man unbegrenzt melken kann. Die Schafen trauen sich nicht, sich zu wehren und die Investoren quetschen so lange, bis nichts mehr rauskommt.

#6 - 24.03.2019, 14:17 von OberstSL

Das ist nicht nur in Berlin so...

...In Hannover werden die Mieten auch alle anderthalb Jahre erhöht. Mietpreisbremse sei dank.

#7 - 24.03.2019, 14:20 von ironym

Warum...

... wollen manche Leute an meine Altervorsorge. Ich habe mir Aktien in Immobilienfonds u.ä. zugelegt, da es dort im Gegenteil zu anderen Geldanlagen noch ordentlich Rendite gibt. Dazu noch in der abbezahlten Eigentumswohnung wohnen und es gibt keine Angst vor Altersarmut. Man kann seine Kohle natürlich auch Reise und anderem durchbringen, um dann zu jammern und nach der Allgemeinheit rufen. Natürlich sollte es ausreichend Sozialwohnungen geben, aber so lange beim Belegungsrecht nicht nach Jahren nachgeprüft wird, sehe ich nicht ein, dafür Steuergeld einzusetzen.

#8 - 24.03.2019, 14:23 von dgs

Mannheim Mieterparadies

Da kann meine altmieterin mit 240.- für 82qm,ja richtig froh sein. Ein echtes Mieterparadies. Funfact, sie ist der Meinung, dass sie nicht günstig wohnt. Grundsteuer will sie eigentlich auch nicht zahlen, schließlich gehört doch nur das Haus! Aber sie ist nett und zuverlässig!

#9 - 24.03.2019, 14:23 von eliaskg

Was von allen gern vergessen wird,

ist die Verschleuderung kommunal verwalteten Wohnraums an private Investoren und Firmen in den späten 90ern und frühen 00er Jahren.
Was haben sich unsere Politiker doch selbst auf die Schulter geklopft für diesen Wahnsinn. Der Markt richtet. Oh ja. Das tut er. Er richtet die "kleinen Leute" hin...
Und teils sind es dieselben Politiker oder deren parteigleiche Nachfolger die jetzt das Hohelied der Gerechtigkeit trällern, mit immer absurdesten Ideen, ihren Irrweg zu kaschieren und diese politische Fehlleistung auf Kosten des Steuerzahlers zu korrigieren.
und der Markt gewinnt ein zweites Mal.
Vor allem in Berlin.
Das kalte k.... kann einem da kommen.

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