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Steuerliche Begünstigung: Der Haken an Merz' Aktienidee

AFP Die Deutschen sollen mehr Geld in Aktien stecken, rät Friedrich Merz - bestimmte Produkte will er steuerlich fördern. Dabei lässt er außer Acht: Die Hälfte der Bevölkerung kann sich seinen Vorschlag gar nicht leisten.
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#1 - 03.12.2018, 20:14 von bermany

Geld ist so ne Sache

Es betrifft keineswegs nur Merz, dass jede Beziehung zur Realität fehlt. Die finanzielle Situation des Durchschnittmenschen ist unseren Politikern derart fremd geworden, dass sie sich mit solch hirnverwaschenen Ideen an die Öffentlichkeit trauen. Auch im Dieselskandal ist das deutlich zu verspüren, wo Politiker über die Aufregung in der Nation nur den Kopf schütteln können und es tatsächlich ernst meinen, wenn sie sagen: "dann kauft doch einfach ein neues Auto"

#2 - 03.12.2018, 20:15 von femdoc

klar geht das!

im Monat 50 euro sparen geht doch bei den meisten!
vor allem wichtig: der Staat darf die Bürger nicht mehr entmündigen, indem mehr als 60% des Bruttoeinkommens durch Steuern und Abgaben abkassiert, um immer weniger Transfer-Leistungen and die Bürger zu überbringen.
Abkassieren und nicht liefern geht gar nicht, wird aber seit Jahren praktiziert, weil Merkel viele Steuergeschenke im In- und vor allem Ausland braucht für ihren Machterhalt.
dann bleibt natürlich nichts für uns übrig.
die Lösungsformel muss also heißen: weniger Leistung, weniger Steuern und Abgaben = mehr Nettobezug, über die der emanzipierte Bürger selbst gebieten kann.
eigentlich eine Selbstverständlickeit, die aber unter Merkels Scheindemokratie immer mehr verloren gegangen ist.

#3 - 03.12.2018, 20:22 von aussiemanx

Komisch....

Dass der Aufsichtsratschef des Deutschlandablegers des weltweit größten Vermögensverwalters, das Aktien Fonds verkauft ausgerechnet zum aktienkauf rät......

#4 - 03.12.2018, 20:28 von saprebupad

Es ist also Merz' Schuld, das der Staat selbst bei den Ärmeren so extrem viel Steuern und Abgaben verlangt, das diese nicht mehr sparen können? Ist klar...

#5 - 03.12.2018, 20:29 von hausfeen

Aktien dienen nicht als Füllhorn zu Fütterung der Massen.

Sondern sie sind gedacht und erdacht zur Vermögensvermehrung wo schon Vermögen da ist. Kleinaktionäre, Fondsinhaber werden eigentlich regelmäßig abgezogen. Das könnte natürlich auch ein erster Gefallen an BlackRock sein.

#6 - 03.12.2018, 20:36 von WeissAuchAllesBesser

Ja es ist noch kein Konzept, aber die Richtung passt. Und es müssen auch keine 150 Euro im Monat sein; 100, 50 oder 25 Euro tun es für den Anfang auch. Das können deutlich mehr als 50 Prozent der Bevölkerung.

Wobei die Argumentation über die 50% sowieso unsinnig ist, wenn nur gut 10 Prozent bisher in Aktien oder Aktienfonds investiert sind: Selbst wenn nur 40 Prozent davon profitieren würden, wäre es sinvoll. Praktisch sind es aber sowieso deutlich mehr.

#7 - 03.12.2018, 20:36 von thermo_pyle

Um mit Aktien zu verdienen...

...braucht man Geld, welches übrig ist. Gerade bei Niedriglöhnern eher die Ausnahme, und gerade diese sollten ja für die Rente vorsorgen, richtig ? Und: Ist es nicht obszön, wenn diejenigen, die in Aktien investieren können an der Arbeit jener verdienen, die die Gewinne erarbeiten ?! Und: Wie sieht es mit der Besteuerung von Aktiengeschäften und Arbeit aus ?! Gerecht ? Ich denke, nein, als jemand, dem in Steuerklasse 5 über 50% an Steuern und Abgaben abgezogen wird... mir fehlt wohl die kriminelle Energie zur Steuervermeidung ;-))

#8 - 03.12.2018, 20:39 von slayherr

lange Rede kuzer Sinn

das Fazit steht am Ende. Der normale Bürger hat schlicht nicht genug Geld um seine Altersvorsorge zu bezahlen. Das wird sich aber mit unserem Wirtschaftssystem nicht ändern.

#9 - 03.12.2018, 20:42 von d´point

Die Wirtschaft

Selbstverständlich hält „die Wirtschaft“ nichts von Vorschlägen, von denen sie ihr Stück vom Kuchen nicht abbekäme. Und genau das war schon das Problem beim an sich sinnvollen Konstrukt Riester Rente. Die zulässige Bandbreite bei der Gestaltung solcher Produkte war ein dolles Geschenk an „die Wirtschaft“. Leider geht es in unserem System nicht um die Nutur, die Menschen und deren Wohlergehen, sondern um „die Wirtschaft“.

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