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Wirtschaft

Steuerliche Begünstigung: Der Haken an Merz' Aktienidee

AFP Die Deutschen sollen mehr Geld in Aktien stecken, rät Friedrich Merz - bestimmte Produkte will er steuerlich fördern. Dabei lässt er außer Acht: Die Hälfte der Bevölkerung kann sich seinen Vorschlag gar nicht leisten.
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#90 - 03.12.2018, 22:55 von MisterD

Ohje...

Zitat von Horst Scharrn
1. Aktiengewinne sind bereits Steuerfrei wenn man die Aktien eine bestimmte Zeit lang hält. (...)
in ihrem Kopf ist die Zeit offenbar stehen geblieben. Seit 2009 zahlen Sie auf Aktiengewinne, sofern Sie die Aktie nach 2009 erworben haben, pauschal 25% Kapitalertragssteuer...

#91 - 03.12.2018, 23:00 von josho

Inhaltlich und sachlich....

...... mag ja etwas dran sein an der Idee des Herrn Merz. Politisch zeigt es aber nur seine Abgehobenheit und in Teilen die seiner Partei. Es ist ja geradezu ein offener Hohn denen gegenüber, die sich so etwas nicht leisten können.

#92 - 03.12.2018, 23:02 von Andrezz

Jeder Vorschlag, der nicht von mir kommt, ist schlecht...

wenn man ein wenig länger über diesen Vorschlag von Herrn Merz nachdenkt, kommen einem doch komische Gedanken:
In Australien gibt es einen "super annu"; bedeutet dass jeder Arbeitgeber einen bestimmten Prozentsatz (10%?)des Lohnes für die Absicherung seines Mitarbeiters bereitstellen muss. Dieser entscheidet selbst, wo er das Geld investiert.
In Deutschland gibt es Konstrukte, die für den Mitarbeiter entscheiden, wo sie "sein" Geld benutzen um möglichst viel cash für ihn zu generieren. Diese Mitarbeiter der Konstrukte sind übrigens im täglichem Leben überall auf den Straßen zu erkennen, und zwar an den ausgesprochen hell leuchtenden Heiligscheinen!
Falls sie noch keines dieser Wunderwesen gesehen haben sollten, kommt hier ein kleiner Ratschlag von mir: Denken Sie einmal über ihre Wahrnehmung nach!
Das Kapital, so hieß glaube ich einmal ein Bestseller. Vielleicht wäre es heutzutage gar nicht schlecht, dieses Stück für Stück dem ?Proletariat? wieder rück? zu übereignen. Dann würden wahrscheinlich noch mehr leuchtende Häupter durch die Straßen wandeln.
Persönlich versuche ich mein Leben und auch meine Finanzen selber zu gestalten. Alle Konstrukte die ich bisher kennengelernt habe, wollten immer nur mein Bestes: mein Geld.
und auch wenn Herr Scherz so dämlich wäre, irgend jemandem einen Gefallen tun zu wollen, halte ich es trotzdem immer noch für besser, selber zu denken, Risiken einzugehen, abzusichern!

#93 - 03.12.2018, 23:02 von spmc-12355639674612

Ihnen kann man nur raten,

Zitat von meinerlei
Derzeit werden Aktienbesitzer doppelt besteuert, über die Körperschaftssteuer, sodann über die pauschale Kapitalertragssteuer. Doppelbesteuerung ist eigentlich verboten, aber der Gesetzgeber mogelt sich mit dem Scheinargument durch, die KEST sei ja eine Pauschalsteuer und unter dem Strich habe alles seine Richtigkeit. De facto zahlt aber jeder Aktienbesitzer prozentual mehr Steuern vom Gewinn als selbst beim Spitzensteuersatz fällig wäre. Wenn es Herrn Merz tatsächlich darum gehen würde, Anreize zum Aktiensparen zu schaffen, dann müsste er dahingehend Initiative ergreifen, die steuerliche Benachteiligung von Aktienbesitz zu beenden. Macht er aber nicht. Da liegt dann natürlich die Vermutung nicht allzu fern, dass er eher die Interessen seiner bisherigen Arbeitgeber im Blick hat.
sich die gesetzlichen Bestimmungen und die einzelnen Steuersätze noch einmal genau durchzulesen und die Gesamtsumme zu berechnen und in Zukunft auf jeden Aktienbesitz zu verzichten.

#94 - 03.12.2018, 23:02 von hansfrans79

Zitat von femdoc
im Monat 50 euro sparen geht doch bei den meisten! vor allem wichtig: der Staat darf die Bürger nicht mehr entmündigen, indem mehr als 60% des Bruttoeinkommens durch Steuern und Abgaben abkassiert, um immer weniger Transfer-Leistungen and die Bürger zu überbringen. Abkassieren und nicht liefern geht gar nicht, wird aber seit Jahren praktiziert, weil Merkel viele Steuergeschenke im In- und vor allem Ausland braucht für ihren Machterhalt. dann bleibt natürlich nichts für uns übrig. die Lösungsformel muss also heißen: weniger Leistung, weniger Steuern und Abgaben = mehr Nettobezug, über die der emanzipierte Bürger selbst gebieten kann. eigentlich eine Selbstverständlickeit, die aber unter Merkels Scheindemokratie immer mehr verloren gegangen ist.
5 Euro pro Tag sind aber nicht 50 Euro im Monat.
Und die 5 Euro pro Tag soll man nach Herrn Merz schon in jungen Jahren zurücklegen, später noch mehr.
Übrigens zahle ich gerne Steuern, denn wenn jeder nur noch für das zahlt, was er möchte oder nutzt, stünden wir schlecht da.

#95 - 03.12.2018, 23:03 von PETERJohan

In welcher Welt lebt der Mann

Es gibt doch schon Rentenfonds, die Steuerfrei mit Wertpapieren arbeiten.Beispiel:4000 Euro angespspart=Rente 40Euro.

#96 - 03.12.2018, 23:04 von hansfrans79

Zitat von WeissAuchAllesBesser
Ja es ist noch kein Konzept, aber die Richtung passt. Und es müssen auch keine 150 Euro im Monat sein; 100, 50 oder 25 Euro tun es für den Anfang auch. Das können deutlich mehr als 50 Prozent der Bevölkerung. Wobei die Argumentation über die 50% sowieso unsinnig ist, wenn nur gut 10 Prozent bisher in Aktien oder Aktienfonds investiert sind: Selbst wenn nur 40 Prozent davon profitieren würden, wäre es sinvoll. Praktisch sind es aber sowieso deutlich mehr.
Nein, diese kleinen Beträge tun es laut Merz nicht.
Und wenn Sie sich mal erinnern, wo solche Zahlen nach wählen landen können Sie vermutlich vom Doppelten ausgehen.
150 Euro in jungen Jahren, sagt er wohlgemerkt. Später noch viel mehr.

#97 - 03.12.2018, 23:08 von elschumi

Endlich mal guter Vorschlag

Interessant zu lesen, dass selbst einfache und vernünftige Vorschläge von den Riester- und Rentengläubigen auseinander genommen werden.

Nirgendwo wird ein kleiner Anleger fairer behandelt als bei einem durschnittlichen ETF mit extrem niedrigen Kosten. Alle anderen Rentenprodukte der Privatwirtschaft machen vor allem die Aufleger, nicht den Sparer reicher. Schnallen hier leider nur wenige.

Nie war es einfacher und kostengünstiger in Aktien und ETFs zu investieren. Keine Bevormundung, was man damit macht und wie man es für sich selbst gestaltet. Mit so vielen Vorteilen und Freiheit können viele wohl nicht umgehen und meckern hier lieber rum.

#98 - 03.12.2018, 23:09 von fritz__meyer

#19

Das ist doch Quatsch, niemand zahlt so viel Steuern. Höchststeuersatz ist 42%. Und wenn das dann der Durchschnitt geworden ist, dann haben Sie aber schon weit über 6-stellig

#99 - 03.12.2018, 23:14 von spon_5711341

Zitat von Haudegen
[...] Bis 2050 müssen 1,3 Billionen Pensionsforderungen von der jüngeren - bzw. den arbeitenden Generationen aufgebracht werden, weil der Staat nicht das tut was er von den Bürgern verlangt: Vorsorge treffen. Weil Deutschland von seinen antiquierten Vorstellungen eines angeblich unbedingt notwendigen Beamtentums zum Funktionieren eines Staates nicht lassen, müssen vor allem jüngere Generationen bluten. MfG
Und mal wieder haben jede Menge Leute keine Ahnung vom Beamtentum, meckern dafür aber umso lauter. Ich darf Ihnen mal auf die Sprünge helfen:
- der Staat spart sich die Einzahlungen des Arbeitgeberanteils der Renten bei Beamten in eine Kasse und kassiert kommentarlos den Zinsgewinn, indem er die Renten immer erst dann bezahlt, wenn sie auch tatsächlich fällig werden. Der fehlende Arbeitnehmeranteil ist in geringeren Bruttobezügen der Beamten eingepreist.
- Die Pensionsquote für Beamte wird auch immer dann nach unten korrigiert, wenn das gesamte Rentenniveau verringert wird. Beamte sollen nicht besser gestellt sein, sondern lediglich nach dem Alimentierungsprinzip versorgt.
- Die Beihilfe für Beamte, wie auch die Heilfürsorge für Polizei etc. orientiert sich an den Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse. Zwar dürfen sich Beamte immernoch privat versichern, aber viele, gerade bei der Polizei tun dies nicht, weil es für sie schlicht zu teuer ist. Insbesondere, wenn sie Familie haben, die bei der gesetzlichen Krankenkasse nicht extra versichert werden muss.
- Beamte unterliegen einem besonderen Dienst- und Treuerverhältnis. Sie dürfen deshalb nicht streiken, sind nach Bedarf des Dienstherrn aborden- oder versetzbar (drei Monate jederzeit ohne eigene Zustimmung oder die des Personalrates) und können jederzeit (auch im Urlaub, nachts oder am Wochenende) in den Dienst versetzt werden. Deshalb müssen sie erreichbar sein und z.B. ihre Urlaubsadresse und ihre Handynummer hinterlassen. Auch: Reisezeit auf Dienstreisen ist bis auf bestimmte Ausnahmen Freizeit. Wird ein Beamter zu Dienstreisen angewiesen, muss er ggf. die Reisezeit nacharbeiten.
- Auch Beamte fänden es vermutlich praktisch, wenn sie bei Krankheit des Kindes mehr als die ihnen pro Jahr zustehenden 3 Tage zur Pflege hätten (weitere 5 Tage sind bei goodwill des Dienstherrn möglich). Auch hier sind sie schlechter gestellt als Angestellte.
- Während Angestellte (z.B. im öffentlichen Dienst) nach ihrer im Vertrag festgelegten Tätigkeitsbeschreibung eingesetzt und bezahlt werden, müssen Beamte die Aufgabe erfüllen, die ihnen zugewiesen wird und dürfen sich hier nicht verweigern. Dies schließt sowohl Aufgaben ein, die über, wie unterhalb oder ganz neben der Ausbildung des jeweiligen Mitarbeiters liegen.

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