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Wirtschaft

Streit über Auto-Export: US-Handelsministerium übergibt Zoll-Empfehlungen an Trump

FOCKE STRANGMANN/EPA-EFE/REX/Shutterstock Der nächste Zug im Handels-Poker: Das US-Handelsministerium hat Donald Trump berichtet, ob die USA Zölle auf EU-Autos erheben sollen - ohne Details bekanntzugeben. Der Präsident hat jetzt 90 Tage für eine Entscheidung.
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#1 - 18.02.2019, 06:23 von MarianneNiebel

Es geht nicht um die Autos

sondern um die Pipeline. Ein billiger Erpressungsversuch.

#2 - 18.02.2019, 06:55 von gordenfreeman

Strafzölle?

Für was werden ausländische Autobauer den bestraft?Bessere Autos zu bauen?Das Handelsdefizit auszugleichen?Dann sollen mal all die Softwaretransaktionen z.B. bei iTunes, Xbox Marketplace und dem Google Playstore Berücksichtigung finden.Die tauchen in keiner Statistik auf da sie meist wahrscheinlich in irgendwelchen Steuerinselparadisen gebunkert werden.Die Amis erpressen uns doppelt und dreifach und keiner hat den Arsch in der Hose das auch laut auszusprechen.

#3 - 18.02.2019, 07:03 von quark2@mailinator.com

Das Faszinierende daran ist natürlich, daß die USA über Jahrzehnte weltweit gefordert hatten protektionistische Handelsschranken abzubauen. Solange man selbst mehr dabei gewinnt, als verliert, ist es natürlich toll, wenn man Zugang zu allen Märkten der Welt bekommt. Scheinbar braucht die US-Wirtschaft nun auf bestimmten Gebieten selbst Schutz. Genauso braucht aber die Wirtschaft der EU Schutz auf dem Gebiet der Betriebssysteme. Und die Stärke der USA auf allen Gebieten rund um Software und Internet ist natürlich eine Bedrohung der nationalen Sicherheit der Länder Europas. Deswegen haben ja China und Russland ihre eigenen sozialen Netze, Online-Märkte und Suchmaschinen. Wie ich schon letztens schrieb, ist es historisch ein einmaliger Schwächeanfall, das Marktrecht auf europäischem Boden an zwei ausländische Firmen zu vergeben. Märkte sind Lizenzen zum Geld drucken. Deswegen haben sich die Fürsten immer genau überlegt, wer wann wo einen Markt abhalten und dann die Händler besteuern durfte. Nun geben wir dieses Geld an Amazon und eBay. Das ist absolut unglaublich und gehört mMn. verboten. Was Google, Microsoft, Apple und Facebook angeht, oder auch Cisco und Intel - viel zuviel Einblick in die Daten europäischer Bürger. Über Huawei wird geredet und geschrieben, aber warum nicht schon seit Jahren dieser unerträgliche Zustand angeprangert, daß wir hier kein eigenes Betriebssystem haben ? Sorry, aber wenn die USA unsere "Schlüsselindustrie" aussperren wollen, dann MUSS die EU auf dem Gebiet der IT den USA den Stecker aus der europäischen Dose ziehen, egal was das kurzfristig kostet.

#4 - 18.02.2019, 07:04 von muekno

Autohersteller schliesst die Standorte in den USA

Schickt die Arbeiter nach Haus und produziert die für den Export bestimmten Fahrzeuge wieder, das fängt locker die Einrüche des Exports nach USA wieder auf. Begründung, wegen des Handelskrieges China drohen auch importzölle in Chin auf in USA produzierte Fahrzeuge. Wenn weiterhin nichts mehr für den US markt produziert wird steigt auch der Importbedarf. ferner wird wegen der drohenden Stahlimportzölle eine Verteuerung der Produktion in den USA. Mr. POTUS DT wird dann schon sehen, was für Stimmung mehrere zusätzliche 100 tausend Arbeitslose machen und die Handelsbilanz wenn der Export wegbricht.
Machen wir es drohen mal wie DT mit diesen Massnahmen, falls die Zölle in Kraft treten. Nicht jammern, verhandeln, einfach machen.

#5 - 18.02.2019, 07:21 von Alias iacta sunt

Wie hoch sind denn die aktuellen Zölle?

Von EU nach USA und um Autos geht es in dem Artikel.
Es sind doch jetzt auch schon Zölle drauf, hierüber wird im Artikel nichts geschrieben, warum nicht? Das ist doch sicher einfach zu recherchieren und wird der Meinungsbildung sehr helfen. Reden wir über Zölle aktuell mit 5%, 10% oder 19%? Falls letztere Zahl zutrifft, müssten wir keine solche Skandalstimmung verbreiten.
Was ja jetzt auch noch nicht angesprochen wurde ist die Gewinnmarge der Herrsteller. Bei den US Fahrzeugen handelt es sich zu 90% um hochpreisige hochausgestattete Luxusfahrzeuge.Wenn da die Gewinnmarge bei 30% liegt, könnten die Hersteller diese vorübergehend mal um 20%reduzieren. Dann verdienen sie immer noch ordentlich Geld und die ganze Diskussion ist weitgehend entschärft. Wenn der amerikanische Zahnarzt, Rechtsanwalt oder Geschäftsfrau einen Luxusmercedes haben will , dann kauft sie/er diesen ober er 10 oder 30% Zoll drauf hat.
Im Artikel steht auch nichts drin wie hoch die Autozölle von US nach EU oder CN sind. Als Vergleichsbasis gehört so etwas auch zum Report.

#6 - 18.02.2019, 07:23 von kuac

Mafiaboss

Trump geht in seiner Politik wie ein Mafiaboss vor. Nein, die Autos sind keine Sicherheitsgefahr fur die USA. Er macht nur damit Druck, um von DE andere Zugeständnisse zu erpressen. ZB. Verzicht auf Erdgas aus Russland. Stattdessen sollte DE Frackinggas aus den USA kaufen. Das ist keine Logik des freien Marktes. Oder, ab sofort mehr Geld für Waffen aus den USA ausgeben.
Trump will kein Frieden. Er hat bereits mehr Waffen verkauft, als alle andere Präsidenten. Er steht für weltweite Aufrüstung.

#7 - 18.02.2019, 07:31 von chaosimall

Wenn Europa nicht

zu sich selber findet und begreift, dass es nur als Einheit dem sich zunehmend entwickelnden Irrsinn in der Welt und den sich verändernden globalen Kräfteverhältnissen etwas entgegen setzen kann, wird es keine große politische und ökonomische Zukunft haben.

#8 - 18.02.2019, 07:34 von bennic

Handeln statt reden

Alle sind entsetzt und lamentieren. Der VDA und die Bundesregierung sollten lieber Klagen in den USA vorbereiten. Wenn die amerikanischen Staatsanwälte genauso konsequent sind wie beim „Mauernotstand“, dann sollte das kein Problem sein, so etwas gerichtlich zu lösen. So ein Strafzoll ist nicht nur diskriminierend sondern trifft auch direkt amerikanische Jobs - wenn das nicht ein Sicherheitsrisiko ist? Und dann Facebook, Google, Apple und Amazon mit entsprechenden Steuern in Europa belegen. Facebook ist sogar ein echtes Sicherheitsrisiko für Europa (s. Cambridge Analytica) und sollte entsprechend behandelt werden. Es ist nur schade, dass alle wieder reden und sich keiner etwas traut! Rüpel auf dem Schulhof muss man mit Konsequenzen konfrontieren, sonst hört das nicht auf.

#9 - 18.02.2019, 07:44 von glissando

Wir sollten jetzt nicht das Kaninchen geben

OK, das muss man jetzt nüchtern zur Kenntnis nehmen. Trump liebt (oft leere) Drohungen. Wir sollten nur jetzt nicht wie das Kaninchen auf die Schlange schauen. Da Trump bekanntlich ein vollends unzuverlässiger Verhandlungspartner ist, bereitet man sich auf die Eventualitäten vor und lässt seine Drohungen unkommentiert ins Leere laufen. Öffentliches Ignorieren ist die beste Waffe. Und: Es wäre wichtig, dass sich endlich mal EU-weit der Satz etabliert "Wir kommentieren grundsätzlich nicht die Äußerungen von Privatpersonen in Sozialen Medien wie Twitter." Schluss mit der nervösen Interpretation und Diskussion von halbgarem Getweete des Präsidenten.

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