Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Wirtschaft

Studie zu möglichen US-Sonderzöllen: Deutscher Autoexport droht einzubrechen

DPA Die USA könnten deutsche Autoimporte als mögliche Gefahr für die nationale Sicherheit einstufen - und Zölle erheben. Die Lieferungen würden einer Ifo-Studie zufolge dann um fast die Hälfte zurückgehen.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/3    
#1 - 16.02.2019, 12:24 von ihss

Den Spieß umdrehen,...

... vielleicht mit Sonderabgaben auf US Finanzdienstleister.

#2 - 16.02.2019, 12:41 von kraftmeier2000

Wenn die Deutschen

Autohersteller immer mehr der Produktionen in die USA verlagern, bleibt mir ja bald nichts anderes mehr übrig, Fahrzeughersteller aus Asien zu "unterstützen". Made aus USA jedenfalls kommt mir nicht auf den Hof, und von denen die immer mehr Arbeitsplätze von hier dort hin verschieben ebenfalls nicht. Und das alles nur aus Profit- Gier der Aktionäre.

#3 - 16.02.2019, 15:40 von janne2109

sehr gut

Zitat von ihss
... vielleicht mit Sonderabgaben auf US Finanzdienstleister.
sehr gute Idee, super !!!!!! Leider sind wir ja sehr sehr langsam mit unseren Reaktionen, wenn wir schneller wären würde sich der Mann das gar nicht trauen

#4 - 16.02.2019, 17:00 von seeflieger

Fake News

Die Aussagen dieses Artikels zeugen von sehr wenig Sachkenntnis, sowohl beim Autor als auch beim IFO-Institut.
1. Wer in den USA ein deutsches Auto fahren möchte, macht dies in der Regel nicht, weil er ein besonders billiges Fahrzeug haben möchte, sondern ein besonders prestigeträchtigsten. Dabei ist es ziemlich egal, ob das Auto ein paar tausend Dollar mehr kostet oder nicht.
2. Die meisten in den USA verkauften Autos deutscher Hersteller werden in den USA oder Mexiko hergestellt, sodass keine Strafzölle anfallen würden.
3. Nicht die Preise von in die USA exportierten Fahrzeugen müssen gesenkt werden, sondern die Gewinne. Die Preise bei den Händlern bleiben wahrscheinlich genauso niedrig wie heute (ca. 40% unter den Ladenpreisen in Deutschland). Die Gewinne der Hersteller werden durch die Steuern aber deutlich geringer ausfallen. Das können diese aber bei ihren Milliardengewinnen vorübergehend durchaus verkraften.
4. Auch die US-Autoindustrie wird unter diesen Steuern leiden, weil fast alle Fahrzeuge Zulieferteile aus Europa enthalten, für die dann ja auch diese Steuern zu entrichten wären. Bei den knappen Gewinnmargen der US-Autoindustrie würde dies vermutlich höhere Preise für den Endverbraucher nach sich ziehen, sodass kein Vorteil entstünde, sondern eher sogar ein Nachteil, weil dann die in Kanada und Mexiko gebauten Fahrzeuge deutscher und asiatischer Hersteller ohne diese Zusatzsteuern einen Vorteil hätten.
Zusammengefasst ist diese Artikel eine reine Panikmache, der die Fakten genauso verdreht wie Präsident Trump.

#5 - 16.02.2019, 17:10 von tafka_neowave

Gegenmaßnahme Zölle:

Gegenmaßnahme Zölle: Dollar. Das ist es, worin sich unsere Freunde in Übersee kostenlos verschulden und worauf sie sich ausruhen. Und Ihnen deutlichst überproportionale Mittel an die Hand gibt, andere, wie uns, zu gängeln. In dem Maße, wie wir Gegenpositonen zum $ durch einen starken € aufbauen, werden unsere Freunde auch bereit sein, vom Aroganz-Ross wieder abzusteigen. Die Welt würde eine bessere werden! -- PS: Mit der Zahlungsabwicklungsstelle EU-Iran ist ein erster wichtiger und richtiger Schritt erfolgt.

#6 - 16.02.2019, 17:48 von hellmund35

Ein neuer Antiamerikanismus wird entstehen

Die USA belegen die eigene Unfähigkeit zur Innovation mit Zöllen. Das ist bei der einstigen Vorzeigenation der westlichen Welt doch sehr erstaunlich. Wenn sich diese Politik dann auf die deutschen Autohersteller auswirkt und Arbeitsplätze bei uns kostet, wird das die Basis für einen neuen Antiamerikanismus bilden. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass dann bald auf den ohnehin löchrigen Sicherheitsschirm der Amerikaner bei uns die Diskussion eher in eine ausgleichende Politik mit Russland geht und Sicherheit durch Handel angestrebt wird. Wenn die USA sich immer mehr abschotten, muss man nach anderen Märkten suchen und da bietet auch Russland ein weites und wahrscheinlich auch dankbares Feld. Amerika ist schon längst nicht mehr der große Bruder, der Reichtum und Freiheit bringt. Trumpp und seine Administration stehen doch nur für Arroganz, Egoismus und Erpressung.

#7 - 16.02.2019, 18:41 von walter.klein

Was Trump als Deal bezeichnet, ist unverholene Erpressung seiner Verbündeten. Wer Autos als Bedohung der nationalen sicherheit sieht, der muß sich vor der Retourkutsche in acht nehmen. Deutschland hat durchaus viele Produkte, die für die USA im militärischen Bereich lebenswichtig sind. (Spezialshl z.B.) Wenn wir die Preise drastisch erhöhen und gleichzeitig landwirtschaftliche Produkte aus den UAS mit drastischen Zöllen wegen der nationalen sicherheit Deutschlands erhöhen, dann werden die amerikanischen Farmer schon dafür sorgen, dass den Republikantern die Luft wegbleibt.
Auf jede Aktion von Trump hat postwendend eine Gegenreaktion zu erfolgen, nichts anderes versteht diese Person.

#8 - 16.02.2019, 18:44 von walter.klein

Zitat von seeflieger
Die Aussagen dieses Artikels zeugen von sehr wenig Sachkenntnis, sowohl beim Autor als auch beim IFO-Institut. 1. Wer in den USA ein deutsches Auto fahren möchte, macht dies in der Regel nicht, weil er ein besonders billiges Fahrzeug haben möchte, sondern ein besonders prestigeträchtigsten. Dabei ist es ziemlich egal, ob das Auto ein paar tausend Dollar mehr kostet oder nicht. 2. Die meisten in den USA verkauften Autos deutscher Hersteller werden in den USA oder Mexiko hergestellt, sodass keine Strafzölle anfallen würden. 3. Nicht die Preise von in die USA exportierten Fahrzeugen müssen gesenkt werden, sondern die Gewinne. Die Preise bei den Händlern bleiben wahrscheinlich genauso niedrig wie heute (ca. 40% unter den Ladenpreisen in Deutschland). Die Gewinne der Hersteller werden durch die Steuern aber deutlich geringer ausfallen. Das können diese aber bei ihren Milliardengewinnen vorübergehend durchaus verkraften. 4. Auch die US-Autoindustrie wird unter diesen Steuern leiden, weil fast alle Fahrzeuge Zulieferteile aus Europa enthalten, für die dann ja auch diese Steuern zu entrichten wären. Bei den knappen Gewinnmargen der US-Autoindustrie würde dies vermutlich höhere Preise für den Endverbraucher nach sich ziehen, sodass kein Vorteil entstünde, sondern eher sogar ein Nachteil, weil dann die in Kanada und Mexiko gebauten Fahrzeuge deutscher und asiatischer Hersteller ohne diese Zusatzsteuern einen Vorteil hätten. Zusammengefasst ist diese Artikel eine reine Panikmache, der die Fakten genauso verdreht wie Präsident Trump.
Sie haben vollkommen Recht, denn bereits werden von Trump Zulieferteile für die US Automobilindustrie besteuert. Die US automobilindustrie hat dies verstanden, nur Herr Trump nicht !

#9 - 16.02.2019, 20:42 von iasi

Die USA kommen gerade mal auf Warenexporte von 1546 Mrd.$

Und davon gehen gerade mal 18,3% in die EU.
Von den 2144Mrd.$ exportierter Waren gehen aber 19,6% in die USA.
Noch größer ist das Missverhältnis im Fall von China. China exportiert Waren im Wert von 2263 Mrd.$ - und davon 19% in die USA. Umgekehrt sind es jedoch nur 8,4% von 1546 Mrd.$.
Der Export macht für die US-Volkswirtschaft bei weitem nicht einen derart großen Anteil aus, wie für China und die EU - hier vor allem D.
Die USA kommen auf Warenexporte von zusammen 423 Mrd.$ nach China und in die EU.
Andererseits exportieren China und die EU Waren im Wert von 430 plus 420 Mrd.$ in die USA.

    Seite 1/3