Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Wirtschaft

Umstrittene Zusätze: Foodwatch verklagt Unilever wegen Becel-Margarine

Es sind schwere Anwürfe: Foodwatch wirft Unilever vor, angebliche Risiken seiner "Becel Pro.Activ"-Margarine zu vertuschen. Nun wollen die Verbraucherschützer dem Konzern per Gericht Aussagen zur Unbedenklichkeit des Brotaufstrichs verbieten. Unilever bestreitet die Vorwürfe energisch.
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die www-Version.
    Seite 1/5    
#1 - 07.02.2012, 13:34 von alyeska

Danke Foodwatch !!!

Zitat von sysop
Es sind schwere Anwürfe: Foodwatch wirft Unilever vor, angebliche Risiken seiner "Becel Pro.Activ"-Margarine zu vertuschen. Nun wollen die Verbraucherschützer dem Konzern per Gericht Aussagen zur Unbedenklichkeit des Brotaufstrichs verbieten. Unilever bestreitet die Vorwürfe energisch.
Denn sonst würde die profitorientierte Vergiftung durch die Nahrungsmittelgiganten fast ohne Gegenwehr an die Verbraucher weitergegeben. Das dies tatsächlich geschieht wird fast täglich aufgeklärt, doch kaum belangt.
Danke Foodwatch !

#2 - 07.02.2012, 13:37 von Mo2

Gut so

Zitat von sysop
Es sind schwere Anwürfe: Foodwatch wirft Unilever vor, angebliche Risiken seiner "Becel Pro.Activ"-Margarine zu vertuschen. Nun wollen die Verbraucherschützer dem Konzern per Gericht Aussagen zur Unbedenklichkeit des Brotaufstrichs verbieten. Unilever bestreitet die Vorwürfe energisch.
Das Lügen und Vertuschen hat doch bei diesen Konzernen System. Die müssten viel öfter verklagt werden. Gut dass es Organisationen wie Foodwatch gibt, denn ohne Druck und "freiwillig" ändert sich in der Lebensmittelindustrie nichts zum Guten.

#3 - 07.02.2012, 13:48 von hman2

Lügen und Betrügen in der Lebensmittelbranche

Das hat doch Methode.

Man sehe sich als Vergleich mal Müller-Brot an, dem das Amt die Produktion gestoppt hat. Laut SPON jährlich 115 Mio Umsatz, maximales Bußgeld: 20.000 Euro. Das ist ja noch nicht einmal Portokasse...

Da will ich mir gar nicht ausmalen wie gering irgendwelche Strafen für Unilever verglichen mit deren Umsatz aussehen mögen. Möglicherweise gibt Unilever schon mehr Geld für Bleistifte aus...

#4 - 07.02.2012, 13:54 von RogerRabit1962

Foodwatch

Zitat von alyeska
Denn sonst würde die profitorientierte Vergiftung durch die Nahrungsmittelgiganten fast ohne Gegenwehr an die Verbraucher weitergegeben. Das dies tatsächlich geschieht wird fast täglich aufgeklärt, doch kaum belangt. Danke Foodwatch !
Wenn Sie Ihre Nahrung selber zubereiten, gehen Sie dem komplett aus dem Wege.
Zeitsparender ist der Einkauf von Fertigprodukten auch nicht bei einigermassen durchgeführter Organisation.

Aber muss jeder wohl für sich selbst klären.
Aber ´Becel Diät´ kaufen um die Cholesterinwerte zu senken ist so sinnvoll wie mehr joggen um mehr essen zu dürfen...

#5 - 07.02.2012, 14:17 von AberHallo

traditionell

Die Verarbietung von Lebensmitteln mit immer neuen Hilfsstoffen ist für den Laien schon lange undurchschaubar.

Bleiben Sie bei altbekannten Lebensmitteln. Die Risiken und Nebenwirkungen von Butter sind seit jeher bekannt.

#6 - 07.02.2012, 14:22 von Schäfer

Cholesterinspiegel

Becel sollte vielleicht die strittige Aussage "herzgesund" einfach streichen.
Die Senkung des Cholesterinspiegels ist unbestritten, aber dass ein Absenken eine geringere Arteriosklerosegefahr darstellt, ist ebenfalls nicht Konsens unter Wissenschaftlern. Insofern ist "herzgesund", unabhängig davon, ob Phytosterine selbst atherogen wirken, nicht überzeugend.

M. W. ist die Sterblichkeit bei reduziertem Cholesterinspiegel nicht signifikant geringer, und so dürfte es auch bei Phytosterolen sein, und vice versa.
Eine Heilsaussage halte ich für ungeschickt. Es reicht doch, wenn Becel von denen gekauft wird, die ihren Cholesterinspiegel senken wollen, aus welchem Grund auch immer.

#7 - 07.02.2012, 14:25 von Olaf

Zitat von sysop
Es sind schwere Anwürfe: Foodwatch wirft Unilever vor, angebliche Risiken seiner "Becel Pro.Activ"-Margarine zu vertuschen. Nun wollen die Verbraucherschützer dem Konzern per Gericht Aussagen zur Unbedenklichkeit des Brotaufstrichs verbieten. Unilever bestreitet die Vorwürfe energisch.
Auch wieder ein Lebensmittelskandal an dem letztlich niemand stirbt. An den EHEC-Bakterien in kerngesunden Biosprossen die 53 Tote und 4000 Erkrankte forderte oder die ca. 100 Tote jedes Jahr an Deutschland, die an Salmonellen sterben, läßt sich ja auch nicht verdienen. Obwohl dort noch viel zu tun ist und es um Menschenleben geht.

Bringt aber natürlich nicht so viel PR wie das Verklagen eines großen Konzerns auf angeblich ungeprüfte Zusätze in einem Markenprodukt, dass allgemein bekannt ist.

#8 - 07.02.2012, 14:37 von hman2

Lügen und Betrügen in der Lebensmittelbranche

Das hat doch Methode.

Man sehe sich als Vergleich mal Müller-Brot an, dem das Amt die Produktion gestoppt hat. Laut SPON jährlich 115 Mio Umsatz, maximales Bußgeld: 20.000 Euro. Das ist ja noch nicht einmal Portokasse...

Da will ich mir gar nicht ausmalen wie gering irgendwelche Strafen für Unilever verglichen mit deren Umsatz aussehen mögen. Möglicherweise gibt Unilever schon mehr Geld für Bleistifte aus...

#9 - 07.02.2012, 14:43 von klarafall

Zitat von Schäfer
Eine Heilsaussage halte ich für ungeschickt. Es reicht doch, wenn Becel von denen gekauft wird, die ihren Cholesterinspiegel senken wollen, aus welchem Grund auch immer.
Das Problem dabei ist, daß es "welchen Grund auch immer" nicht gibt. Diese Margarine wird gekauft, weil man den Leuten jahrelang eingeredet hat, ein hoher Cholesterinspiegel sei "gefährlich". Seit einigen Jahren ist bekannt, daß dies absolut nicht haltbar ist - trotzdem erhalten die Firmen die Illusion aufrecht, der Kunde würde seiner Gesundheit etwas Gutes tun, wenn er diese Margarine kauft. Wüssten alle Kunden, daß das Quatsch ist, und Butter sehr viel gesünder, würde KEINER mehr Becel kaufen.

    Seite 1/5