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Wirtschaft

Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Fünf Milliarden? Nein, danke

REUTERS Die katholische Kirche müsste Steuern nachzahlen: Ein Urteil des EuGH könnte dem klammen italienischen Staat etliche Milliarden Euro bringen. Doch die rechte Regierung will das Geld nicht haben.
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#60 - 10.11.2018, 03:25 von qewr

Zitat von Neophyte
Experten schätzen das Vermögen der Kirche auf etwa 50 Milliarden Euro! Alleine die Vatikanstadt verfügt über Vermögenswerte von schätzungsweise 13 Milliarden Euro bei nur 1000 Einwohner. Die 5 Milliarden können die glatt aus de Portokasse zahlen!
Was hat denn (in dieser Angelegenheit) die italienische Kirche mit dem Vatikan zu tun?

#61 - 10.11.2018, 03:32 von qewr

Zitat von Sonne80
.... die katholische Kirche hat den zweitgrößten Geheimdienst nach Israel - das weis in Italien jedes Kind. Wer möchte sich freiwillig mit diesem anlegen?
Das ist den Statistikern der CIA, Russlands und Chinas aber gar nicht recht.

#62 - 10.11.2018, 03:35 von qewr

Zitat von denny101
Eigenartig, wenn ich hier in Italien eine Steuer nicht bezahlt habe, kann ich nach 5 Jahren (früher wird das gar nicht "bearbeitet") inklusive Strafen locker den 3-fachen Betrag berappen. Technisch ist das überhaupt kein Problem...
Du kennst den Unterschied zwischen "Steuern nicht eingefordert" und "Eingeforderte Steuern nicht bezahlt" aber schon?

#63 - 10.11.2018, 03:41 von qewr

Zitat von Proggy
Verträge mit der Kirche sind de facto Staatsverträge (haben zumindest diesen Rang). Diese Verträge sollten gebrochen werden?
Ja

#64 - 10.11.2018, 06:39 von moev

Zitat von Proggy
Sie wissen aber schon, das es Deutschland in der Form, wie wir es kennen, nicht geben würde - Kirchen und Klöster, haben einen Großteil der Ländereien besessen. Im Rahmen der Säkularisation (zu Beginn des 19. Jahrhunderts) wurden diese extrem große Landflächen der Kirche, gegen diese von Ihnen aufgezählten Vergüstigungen, als eine Art Pachtzins oder Entschädigung abgegeben. Verträge mit der Kirche sind de facto Staatsverträge (haben zumindest diesen Rang). Diese Verträge sollten gebrochen werden?
Ja, das sollten sie. Diese Verträge hätten niemals geschlossen werden dürfen.

Es gab auch mal Zeiten da gehörte jeder Gemeine als Leibeigener seinem jeweiligen Fürsten. Bis die Leute irgendwann gesagt haben "jetzt ist Schluss damit" und das durchgesetzt haben.

Dafür zahlen wir auch keine Entschädigung (bzw. für die Nachfahren der bayrischen Könige leider schon, aber auch das ist so ein Unding).

#65 - 10.11.2018, 12:18 von denny101

Zitat von qewr
Du kennst den Unterschied zwischen "Steuern nicht eingefordert" und "Eingeforderte Steuern nicht bezahlt" aber schon?
Bitte nicht duzen.
Der Staat hat die Steuern sehr wohl eingefordert, denn die muss jeder Eigentümer entsprechend dem Katasterauszug und dem klassifizierten Wert der Immobilien bezahlen. Verpflichtend, da führt kein Weg vorbei. Der italiensche Staat hat diese ausstehenden Steuerschulden bei der Kirche nie eingefordert, genauso wie es in meinem Fall gewesen wäre.
Aber lasst uns nicht weiter Korinthen kacken über meinen Beitrag, er war schließlich nur ironisch gemeint...

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