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Zu viel Solarstrom: Hoover-Damm soll Mega-Batterie werden

DPA Tagsüber produziert Kalifornien gigantische Mengen Solarstrom - doch nachts müssen klassische Kraftwerke einspringen. Seit Jahren suchen Firmen und Politik nach geeigneten Riesenspeichern. Nun sind sie fündig geworden.
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#1 - 29.07.2018, 19:23 von adlerblick

Pumpspeicherwerke brauchen auch ein unteres Wasserbecken

Wo kommt das Wasser her, das tagsüber hochgepumpt werden soll? Das ist im Artikel nicht zu erkennen.

#2 - 29.07.2018, 19:30 von neucriro

Das macht doch irgendwie keinen Sinn!

Wenn tagsüber das Wasser runter läuft und die Turbine antreibt, und danach mit Pumpen wieder hochgepumpt wird, mach das doch überhaupt keinen Sinn!
Wenn, dann müsste man einfach die Stromerzeugung tagsüber ausschalten, aber etwas Wasser muss man natürlich doch durchlaufen lassen. So wie im Artikel beschrieben ist, kann es auf keinen Fall sein!

#3 - 29.07.2018, 19:30 von TS_Alien

Das Speicherbecken haben sie. Doch woher kommt das nach oben zu pumpende Wasser? Ob nun aus dem Colorado oder einem zu bauenden Tiefbecken, ist technisch nicht das Problem. Doch die Ökologie des Colorado und des Lake Mead sind bereits heute labil. Den Einfluss von Wassertransporten in riesigen Mengen (nach unten und wieder nach oben oder umgekehrt) kann da viel kaputt machen.

#4 - 29.07.2018, 19:30 von Titanus

Genügend Wasser?

Gute Idee. Aber sie funktioniert nur, wenn unterhalb des Staudamms genügend Wasser vorhanden ist. Eventuell müsste man einen zweiten Stausee als Reservior anlegen.

#5 - 29.07.2018, 19:40 von wolfi55

Wir haben das Problem also nicht allein

Alle Gegner der erneuerbaren Energien tun imme rso, wie wnen wir das Problem allein haben. Aber die Amis haben einen Vorteil, wegen der vielen Klimaanlagen brauchen die tagsüber auch in den Haushalten mehr Strom, wie abends und nachts.

#6 - 29.07.2018, 19:46 von Benjowi

Das ist zweifelos richtig. Das normal abfließende Wasser wird ja zum großen Teil durch Turbinen geleitet und erzeugt Strom. Es wieder hinauf zu pumpen ergäbe nur einen sinnlosen kurzgeschlossenen Kreislauf. Positiv als Speicheranteil würde nur Wasser wirken, welches über einen Bypass oder im Überschuss bei vollem Oberspeicher da ist-und das wiederum würde ein unteres Sammelbecken benötigen und nur zur Geltung kommen, wenn der Oberspeicher abgesunken ist.

#7 - 29.07.2018, 19:49 von bogedain

Das Wasser kommt

aus dem unteren Teil nach der Staumauer,wo es bereits beim ersten Durchlauf Strom erzeugt hat.Das heisst, dieses Wasser kann in Endlosschleife immer wieder Strom erzeugen,wenn es nach dem Durchlauf wieder hoch gepumpt wird und erneut die Turbinen antreibt...ist schon sehr clever,was die Amis entwickeln.

#8 - 29.07.2018, 19:51 von spon-facebook-10000012354

Pumpspeicherkraftwerke

Pumpspeicherkraftwerke sind die beste derzeit verfügbare technische Lösung. In seinem Sondergutachten „100 % erneuerbare Stromversorgung bis 2050: klimaverträglich, sicher, bezahlbar“ von Mai 2010 geht der von der Bundesregierung eingesetzte Sachverständigenrat für Umweltfragen davon aus, dass die Kapazitäten der Speicherkraftwerke insbesondere in Norwegen (allein nahezu 85 TWh Wasserbeckenkapazität der dortigen zu Pumpspeichern ausbaufähigen Speicherwasserkraftwerke) und Schweden bei weitem ausreichen, um Schwankungen der zukünftig eingespeisten erneuerbaren Energien auszugleichen. Dieses setzt aber einen erheblichen Ausbau der Nord-Süd-Netzanbindung voraus. Die derzeitigen Kapazitäten in Deutschland (neuere Schätzungen im Zusammenhang mit Wind- bzw. Solargas sprechen von ca. 0,6 TWh) sind hierfür zu gering. Die Aufträge für den Bau der ersten direkten HGÜ-Verbindung zwischen Deutschland und Norwegen (NordLink) wurden Anfang 2015 vergeben (geplante Inbetriebnahme 2019).
https://de.wikipedia.org/wiki/Pumpspeicherkraftwerk#Energiewirtschaftliche_Bedeu tung

#9 - 29.07.2018, 19:57 von Hendrik Ehlers

Es geht auch einfacher

Mir gefällt ein anderer Ansatz besser: Man lässt tagsüber Elektroloks mit schwerer Last mithilfe der ueberschuessigen Solarenergie einen Berg hochfahren - und nachts wieder runterrollen und als Generatoren dienen. Der Verlust ist mit heutiger Technologie minimal. Und vor allem umgeht man die negativen Folgen von Evaporation etc. die mit Stauseen verbunden sind.

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