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Änderung am magnetischen Weltmodell: Pol wandert - Forscher müssen reagieren

AP Der arktische Magnetpol wandert, und zwar immer schneller. Nun haben Geoforscher außerplanmäßig ihr Weltmodell geändert - damit die Navigation mit Kompass weiter funktioniert.
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#10 - 07.02.2019, 09:13 von touri

"Das heißt aber nicht, dass es unmittelbar bevorsteht. Und selbst wenn es so wäre, würde der Prozess längere Zeit dauern."

Mein letzter Wissensstand hierzu ist, dass das keiner so genau weis, wie lange der Prozess einen Polumkehr dauert. Und das macht die Sache gefährlich. Geschieht es praktisch augenblicklich, dann besteht keine große Gefahr. Sollte der Prozess sich aber über Jahre oder gar Jahrhunderte erstrecken könnte das das Ende unserer modernen Zivilisation bedeuten, weil wir dann ohne oder mit einem stark geschwächtem Magnetfeld auskommen müssen, was unsere Technik kaum überleben dürfte. Dazu wäre es praktisch Selbstmord ohne Strahlenschutz sich der Sonne auszusetzen. Selbst nachts wäre es gefährlich.

#11 - 07.02.2019, 09:19 von suplesse

Stagnation

gibt es nur in unseren Köpfen. Alles ist im Fluss. Vor allem auch das Klima. Im Grunde wissen die Forscher immer nur einen Bruchteil von dem was wirklich passiert. Und das ist das Problem, weil refelxartig aus dem "Halbwissen" dann Schlüsse / Horrorszenarien gezogen werden. Am Ende haben wir kaum EInfluss.

#12 - 07.02.2019, 09:34 von a.vollmer

Magnetpol, nicht Rotationspol

Da es der Magnetpol ist, der hier "schneller" wandert , und nicht der geographische Pol der Rotationsachse, hat es nur Auswirkungen auf magnetische und magnetisierbare Objekte. Mit dem Erdklima hat das nichts zu tun. Aber wer noch alte VHS-Bänder hat, die halten länger, weil das Erdmagnetfeld nicht mehr so konstant ist. Hurra, da können wir uns aber freuen.

Und ob es Schiffe gibt, die ein schwieriges Gebiet nahe des Pols durchqueren und dort noch mit dem Kompass navigieren und nicht mit Satelliten-gestützter Navigation, ich weiß nicht ob es sich da nicht eher um Wettbewerber um den Darwin-Award handelt. Schließlich ist die Problematik der Magnetfeldwanderung seit Jahren bekannt.

#13 - 07.02.2019, 09:55 von S.P.O.C.K

Mitnichten...

Zitat von deka88
Inwiefern haben elektromagnetische Wechselwirkungen und Gravitation einen gemeinsamen Nenner? Haben sie etwa die Weltformel entdeckt und enthalten sie sie uns vor?
Ne, hat er nicht. Das ist nur IREK. Sucht mal hier auf Spon. Er behauptet zwar, dass er allein die Formel für alles hat, aber ansonsten schwurbelt er nur so vor sich hin.

#14 - 07.02.2019, 10:00 von whatthewhat

Zitat von a.vollmer
Da es der Magnetpol ist, der hier "schneller" wandert , und nicht der geographische Pol der Rotationsachse, hat es nur Auswirkungen auf magnetische und magnetisierbare Objekte. Mit dem Erdklima hat das nichts zu tun.
Elektrisch geladenen Teilchen werden in Ihrer Bewegung in einem magnetischen Feld bekannterweise abgelenkt.
Ionisierte Atome oder Moleküle sind elektrisch nicht neutral. Mit der Verschiebung des Erdmagnetfeldes verschiebt sich natürlich auch die Ablenkung bei Bewegung in dem selben.
Ob das in der Summe ein so starker Effekt ist, dass er sich auf das Klima auswirkt, kann man denke ich berechnen; ausschließen kann man es aber mit Ihrer Überlegung nicht, denn die ist schlicht falsch.

#15 - 07.02.2019, 10:03 von whatthewhat

Zitat von deka88
Inwiefern haben elektromagnetische Wechselwirkungen und Gravitation einen gemeinsamen Nenner? Haben sie etwa die Weltformel entdeckt und enthalten sie sie uns vor?
Jeder Verschwörungstheoretiker, der etwas auf sich hält, hat die Weltformel natürlich schon gefunden. Verrät sie aber nicht; is klar. ;-)

#16 - 07.02.2019, 10:09 von schwerpunkt

Zitat von danielc.
Mit welchen klimatischen Veränderungen ist während der Polumkehr zu rechnen? Starke Erwärmung? Abkühlung? Erliegen des Golfstroms? Werden wir alle durch kosmische Strahlung sterben? Bläst der Sonnenwind auch unsere Atmosphäre weg, wie beim Mars? Oder brechen nur Funkverkehr und Internet zusammen? Sind tiefe Höhlen und Glasfaser die Rettung? Das würde mich interessieren, auch wenn ich mutmaßlich nichts dagegen machen kann.
Aus Erde der wird durch die Polumkehr mit Sicherheit kein zweiter Mars. Solche Wechsel fanden schon sehr häufig statt, ohne dass diese messbare Auswirkungen auf Flora, Fauna und Klima gehabt hätte. Insofern sind solch drastische Auswirkungen, wie Sie zur Frage stellen, nicht zu erwarten.
Woher wissen wir das? Weil die Strahlung, vor der uns der magnetische Schild schützt, durch dieses abgelenkt wird und so mit sogar größerer Intensität an den Polen in die Erdatmosphäre eintritt. Das hat offensichtlich keine derartigen Auswirkungen auf die dortigen Lebewesen (Eisbären, Pinguine, Robben, Inuit, etc.), dass diese unter dieser Strahlung sterben würden.
Korpuskulare Strahlung der Sonne werden auch weiterhin durch die Atmosphäre abgeschirmt, so dass wir davor sicher sind. Und auf em-Strahlung wie röntgen- und UV-Strahlung hat das Magnetfeld der erde eh keinen Einfluss.
Was sicher während der Übergangszeit, bis eine Polumkehr abgeschlossen ist auftreten kann, sind Polarlichter bis zum Äquator.
Wobei eine Polumkehr wohl nicht so ablaufen wird, dass das Feld einfach schwächer wird, bis es nicht mehr vorhanden ist, um sich dann nach einem Zeitraum X (Tage? Jahrhunderte?) wieder umgekehrt aufbaut, sondern, dass dieses klare Dipolfeld, dass wir derzeit beobachten, ein Multipolfeld wird, mit nicht zu kalkulierenden Feldlinien. Wir hätten dann in dieser Übergangsphase nicht nur zwei magnetische Pole sondern vier oder mehr, welche sich irgendwie auf der Welt ausbilden und zeitlich variabel sind.

Anmerkung zum Foristen #1 und #4: Lol … sonst alles klar bei Ihnen?
Bitte versuchen Sie sich als nächstes NICHT an der Beweisführung das schwarz gleich weiß ist, um dann auf einem Zebrastreifen ums Leben zu kommen.

#17 - 07.02.2019, 10:27 von MannAusmNorden

Was da vergessen wird...

.. Der Magnetpol wandert. Das kann dafür sorgen, dass die Sonnenwinde etwas stärker durchschlagen und ein paar Smartphones grillen. Was mich aber an dem Artikel aufregt, ist dass anscheinend alles nur mit einer Kompassnadel funktioniert: Flugzeuge, Schiffe, selbst Smartphones. Dass es GPS und Gelileo gibt, das wird anscheinend schnell vergessen. Denn die wirklich dauerhafte und sichere Navigation macht man doch heutzutage mit dieser Technik den Löwenanteil aus. Und auf Schiffen gibt es sehr Jahrzehnten den Kreiselkompass, der genau nach der Rotationsachse ausgerichtet ist. So gesehen ist der Magnet-Kompass nur die dritte Redundanz. Blöd, wenn sie durch den Pole-Shift irgendwann nutzlos wird (wenn ein Magnetischer Südpol über der Sahara klebt und ein anderer bei Hawaii), aber es ich denke, wir werden es überleben.

#18 - 07.02.2019, 10:40 von spon_2999637

Zitat von Mikrohirn
nicht mit GPS? Ich wüsste nicht, wozu die Position der magnetischen Pole für das Umherirren auf dem Planeten nötig wären.
Einfachstes Beispiel - Auto steht auf Parkplatz und man startet GPS - das Auto weiß ohne Kompass nicht mal, in welche Richtung es "schaut", die Navigation scheitert also schon daran, ob man nun links oder rechts abbiegen muss. Erst nach einer gewissen Fahrtstrecke wird aus den unterschiedlichen Positionen die Richtung ermittelt....

Nicht zu vergessen - ein magnetischer (nicht Kreisel-) Kompass funktioniert ohne Strom, ohne Satelliten bzw. freie Sicht auf diese (sagen Sie mal nem Taucher, er soll ein GPS verwenden unter Wasser - von U-Booten mal ganz zu schweigen....).

#19 - 07.02.2019, 10:49 von permissiveactionlink

Probleme ?

Die meisten Schiffe haben heute einen GPS Empfänger an Bord. Damit ist es möglich, im dicksten Nebel auf ca +/- 20 m genau zu navigieren, vorausgesetzt, das Kartenmaterial ist genau und komplett vorhanden. Die Genauigkeit des militärischen GPS ist sogar so hoch, dass U-Boote auf See nur ihren Kommunikationsmast ausfahren müssen, um eine exakte GPS-Position (cm-Genauigkeit !) zu erhalten. Mit Hilfe Lasergestützter Trägheitsnavigation (eine Art moderner Kreiselkompass) ist es dann in der Lage, jeden Kurs getaucht exakt zu fahren, und erst im Hafen genau neben der Kaimauer aufzutauchen. Bei Flugzeugen sieht es anders aus. Sie fliegen noch mit Kompass und Trägheitsnavigation, wenn der Autopilot aktiviert ist. Dieser muss die Kursrichtung permanent ändern, da Flugzeuge meist einen Orthodromkurs fliegen. Das geht aber nur dann hinreichend exakt, wenn für die Flugstrecke die jeweiligen Kompassabweichungen (Deklinationen) bekannt sind. Zur Kontrolle der Position können auch während des Fluges Kurzwellensender ("Funkfeuer") angepeilt werden. Aber auch in Verkehrsflugzeugen wird die Satellitengestützte Navigation zunehmend genutzt.

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