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Astrologie: Warum so viele Menschen an Horoskope glauben

Getty Images Die Sterne stehen hoch im Kurs, gerade zum Jahreswechsel. Die Zahl derer, die an Horoskope glauben, nimmt eher zu als ab. Dafür gibt es psychologische Gründe - und vielleicht politische.
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#1 - 01.01.2017, 13:29 von chico 76

Psychologische oder

politische Gründe für Astrologiegläubige?
Möglicherweise neurologische Ursachen werden nicht in Betracht gezogen?
Scheint nötig, zumindest bei jenen, die dafür Geld ausgeben oder ihr Leben danach ausrichten.

#2 - 01.01.2017, 13:36 von Höhlenbewohner

Die Leute, die an Horoskope GLAUBEN, haben nichts verstanden.

Sagt ein Weitgereister: "Die Engländer haben eine andere Mentalität als die Italiener, die Briten sind nüchterner als die Römer, letztere sind gefühlsbetonter", so brauchen wir das nicht zu glauben, wir wissen, das ist eine Erfahrung, die ziemlich unbestritten ist. Was aber keinesfalls eine Aussage über den Einzelfall bedeutet. Es gibt auch feurige Engländer und kühle Italiener. Aber im Durchschnitt ist da etwas Wahres dran. Nun meint der Trottel, der sein ganzes Leben in seinem Dorf herumgesessen hat: "Das ist doch alles Aberglauben, die Leute sind überall gleich!" ´Nein, sind sie eben nicht: Fischgeborene sind im Durchschnitt anders als Löwegeborene, das ist genauso eine Erfahrung wie die mit den Nationaleigenschaften. Wer's nicht glauben will, soll hinfahren und sie kennenlernen!

#3 - 01.01.2017, 13:40 von hevopi

Ich kann mir einfach nicht vorstellen,

dass ein Mensch, der ein wenig über unser Universum aufgeklärt ist, wirklich "Horoskopen" glaubt. Aber die Fantasie ist ja grenzenlos und wenn dann damit auch noch Geld verdient, Klasse.

#4 - 01.01.2017, 13:50 von HannesWurscht

Präzession -> bis 20. Januar Geborene sind Schütze

Wäre schön diese "Problematik" auch noch in den Artikel hineinzunehmen. Denn seit der Erfindung der Astrologie haben sich die Sternzeichen durch die Erdrotation verschoben, so das wir fast schon ein ganzes Sternzeichen weiter sind als angenommen. Natürlich haben Astrologen für dieses Problem auch wieder komplexe und mindestens ebenso komplex absurde Erklärungen warum dies dennoch stimmt. Die geografische Lage und Orientierung der Erde habe demnach nichts mit den Sternzeichen zu tun - was wiederum andere Fragen aufwirft.

Und letztlich sollte man allen bewusst machen, dass es eigentlich 13 Sternzeichen gibt. Das 13. wurde jedoch von der Astrologie einfach unterschlagen.

#5 - 01.01.2017, 13:54 von ed_tom_bell

Back to the roots - zurück auf die Bäume

Wenn es stimmt, dass Astrologie eine wieder wachsende Anhängerschaft hat, würde sich damit ein Kreis schließen. Postfaktisches und Präfaktisches würde zusammen finden. Wer glaubt, das diese aus der menschlichen Perspektive ins All projizierten Bilder Macht über uns hätten, glaubt sicher so manches. Er mag Picasso für einen anmaßenden Farbkleckser halten, aber in dem unförmigen Klumpen vom Silvester-Bleigießen evidente Vorzeichen erblicken. Er mag auch glauben, dass die Erde in Wahrheit eine Scheibe ist, sich aber dennoch nicht wundern, dass seine Nachbarn von der Karibik-Kreuzfahrt wieder heimkehren. Er wird möglicherweise auch "die da oben" verfluchen, dass sie uns mit Chemtrails vergiften, aber nicht stutzen, wenn er im Winter selbst welche ausatmet und damit seine Nachbarn vergiftet. Aber da hilft Mundwasser. Er glaubt vielleicht auch an UFOs, ja Reichsflugscheiben, rassische Privilegien, Illuminaten, reptiloide Weltherrscher aus dem All und Donald Trumps Unbestechlichkeit. Wie dem auch sein mag, wenn er irgendwann dann doch mal seinen Kopf aus dem Sand oder noch lichtloseren Regionen ziehen sollte, wird die Wirklichkeit immer noch da sein. Und sie wird ihn umso härter treffen.

#6 - 01.01.2017, 14:03 von jam-sam

Astrologie ist die älteste Wissenschaft

... das darf man bei all der Skepsis über deren Wirksamkeit nicht vergessen. Fast alle alten Kulturen haben sich mit der Sterndeutung beschäftigt und das einfach als Aberglaube abzutun ist selbst ein Aberglaube. Nämlich der Glaube daran, das nur unser selbstgeschaffenes System des Weltverständnisses richtig sei. So einfach ist es aber nun mal nicht.

Ich will gar nicht die Frage bewerten ob es gut oder schlecht ist, sich astrologischen Rat zu holen, das muß jeder für sich selbst wissen, aber Astrologie funktioniert und zwar sehr zuverlässig. Allerdings ist Astrologie keine Wahrsagerei, das muß man trennen. Es ist sehr schwer konkrete Ereignisse vorauszusagen, aber es kann sehr gut Entwicklungstendenzen bestimmen, ebenso Persönlichkeitsstrukturen, Partnerschaftsfragen und vieles mehr. Astrologie kann eine wertvolle Lebenshilfe sein, allein deshalb schon, weil derjenige sich mit Fragen die ihn beschäftigen, anhand von konkreten Hinweisen der Astrologie auseinandersetzen kann.

#7 - 01.01.2017, 14:11 von ed_tom_bell

Sterne als Stohhalme zum Festhalten

Zitat von Höhlenbewohner
Sagt ein Weitgereister: "Die Engländer haben eine andere Mentalität als die Italiener, die Briten sind nüchterner als die Römer, letztere sind gefühlsbetonter", so brauchen wir das nicht zu glauben, wir wissen, das ist eine Erfahrung, die ziemlich unbestritten ist. Was aber keinesfalls eine Aussage über den Einzelfall bedeutet. Es gibt auch feurige Engländer und kühle Italiener. Aber im Durchschnitt ist da etwas Wahres dran. Nun meint der Trottel, der sein ganzes Leben in seinem Dorf herumgesessen hat: "Das ist doch alles Aberglauben, die Leute sind überall gleich!" ´Nein, sind sie eben nicht: Fischgeborene sind im Durchschnitt anders als Löwegeborene, das ist genauso eine Erfahrung wie die mit den Nationaleigenschaften. Wer's nicht glauben will, soll hinfahren und sie kennenlernen!
Auch Löwegeborene sind im Durchschnitt anders als andere Löwegeborene. Wir sind alle irgendwie anders. Darin sind wir uns alle gleich.

Wie erklären Sie sich denn diese sternzeichenfixierten Eigenarten, die Sie zu erkennen glauben, wo doch die Sterne, die diese Sternbilder bilden, gar nichts miteinander zu tun haben?

#8 - 01.01.2017, 14:16 von Zaunsfeld

Zitat von jam-sam
Astrologie ist die älteste Wissenschaft ... das darf man bei all der Skepsis über deren Wirksamkeit nicht vergessen. Fast alle alten Kulturen haben sich mit der Sterndeutung beschäftigt und das einfach als Aberglaube abzutun ist selbst ein Aberglaube. Nämlich der Glaube daran, das nur unser selbstgeschaffenes System des Weltverständnisses richtig sei. So einfach ist es aber nun mal nicht. Ich will gar nicht die Frage bewerten ob es gut oder schlecht ist, sich astrologischen Rat zu holen, das muß jeder für sich selbst wissen, aber Astrologie funktioniert und zwar sehr zuverlässig. Allerdings ist Astrologie keine Wahrsagerei, das muß man trennen. Es ist sehr schwer konkrete Ereignisse vorauszusagen, aber es kann sehr gut Entwicklungstendenzen bestimmen, ebenso Persönlichkeitsstrukturen, Partnerschaftsfragen und vieles mehr.
Humbug! Das fängt schon mal damit an, dass Astrologie keine Wissenschaft ist. Wissenschaft beruht auf Theorien und nachvollziehbaren und reproduzierbaren Experimenten, die diese Theorien bestätigen oder widerlegen.
Astrologie hat damit nichts zu tun. In der Tat ist Astrologie nichts weiter als Wahrsagerei, die von irgendwelchen Scharlatenen betrieben wird, die nichts vernünftiges gelernt haben, mit dem sie Geld verdienen könnten.

Das war früher schon so und ist auch heute noch so. Leute, die tatsächlich an solchen Humbug glauben, kann man nicht ernst nehmen. Im besten Falle belächelt man sie einfach und lässt sie stillschweigend in ihren Hirngespinsten verweilen, da eines wirklich gewiss ist: Dummheit stirbt nie aus. Die Astrologie und die Tatsache, dass es genug Dumme gibt, die daran noch immer glauben, ist der beste Beweis dafür.

#9 - 01.01.2017, 14:18 von Stompf

Da schreibt wieder jemand über etwas,

wovon er keine Ahnung hat. Astrologie funktioniert. Nur anders als überall publiziert. Natürluch sind gezielte Voraussagen sinnlos, da sie nur für den Moment sind. Aber die Ansätze der hier angeführten Studien sind schon falsch und dem entsprechend ist das Ergebnis. Und Aussagen für Geld gehen schonmal gar nicht. Ist aber jeden seine Sache. Aber offenbar ist das Thema doch einen Artikel wert. ;) Allerdings keinen guten.

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