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Wissenschaft

Botanischer Bericht: Ein Fünftel aller Pflanzenarten ist vom Aussterben bedroht

AP Landwirtschaft und Holzgewinnung sind ihre größte Gefahr: Laut einem Bericht könnten 20 Prozent aller Pflanzen von der Erde verschwinden - sogar ein 100 Tonnen schwerer Baum.
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#1 - 11.05.2016, 13:16 von hisch88

""Die größte Bedrohung für die Vielfalt von Pflanzen gehe von der Landwirtschaft, der Holzgewinnung und der Ausdehnung menschlicher Siedlungen aus.""

Und was ist mit den Pflanzenfresser und -esser?

#2 - 11.05.2016, 13:52 von Pfaffenwinkel

Das ist zum Weinen

Werden unsere Enkel die meisten Blumen und Pflanzen nur noch aus Filmen kennen?

#3 - 11.05.2016, 14:11 von luigi.torinese

Der Mensch IST die größte Bedrohung...

...auf der Erde. Der Mensch wird zuerst seine unmittelbare Umwelt "optimieren", auslöschen, dann damit, im zweiten Schritt , sich selber.
Ein wenig an Leben wird übrigbleiben.

Richard Dawkins beschreibt das alles eigentlich sehr schön, wird oder soll aber nicht wahrgenommen werden, wer weiß...?

Das ganze nennt man auch Evolution, bloß rotten wir Menschen uns dabei aus.
Ist aber weltgeschichtlich kein Drama.

#4 - 11.05.2016, 14:11 von felisconcolor

Nun ja

Zitat von Pfaffenwinkel
Werden unsere Enkel die meisten Blumen und Pflanzen nur noch aus Filmen kennen?
das liest sich bei ihnen als wenn sie alle 390000 Planzenarten persönlich kennen. Sicher ist ein Artensterben per se erst einmal ärgerlich. Aber so etwas hat es schon immer gegeben und wird es weiter geben wie es auch zur Ausprägung neuer Arten kommen wird die dann auch erst wieder kurz vor ihrem Aussterben entdeckt werden. Ich glaube kaum ein Mensch wird es wirklich bemerken wenn 78000 Arten fehlen. Ich will Artenverdrängung hier nicht schön reden und finde ausufernde Palmölplantagen aus Profitgier auch nur abscheulich. Aber wir tun immer so ales wenn es um den Ginsterbusch in Nachbars Garten ginge den wir jahrzehnte lang immer mit gegossen haben. Diese Symbolbetroffenheit hindert uns nämlich daran wirklich wichtiges für die Natur zu tun. Aber Hauptsache wir sind erst einmal betroffen

#5 - 11.05.2016, 14:32 von luigi.torinese

Nun, schaue ich mir...

Zitat von felisconcolor
das liest sich bei ihnen als wenn sie alle 390000 Planzenarten persönlich kennen. Sicher ist ein Artensterben per se erst einmal ärgerlich. Aber so etwas hat es schon immer gegeben und wird es weiter geben wie es auch zur Ausprägung neuer Arten ......
...die Ödnis auf unseren Feldern an, keine Blühstreifen, keine Hecken, KEINE INSEKTEN mehr, dann runzelt sich aber mehr bei mir als nur die Stirn.

Ich habe in den 80ern in Italien studiert. Wenn ich nach einer Fahrt dann Zuhause, Italien, oder Deutschland, egal, ankam, war die Fahrzeug-Scheibe schwarz vor Insekten Leichen.
...und heute?

Nichts, es ist nichts mehr da, mit den Insekten sterben die Pflanzen, ...dann wir.

Sicher sollte man kein Gezeter um den "Ginsterbusch des Nachbarn" machen, aber hinschauen, unsere totgespritze Welt wahrnehmen, sollte man schon.
Und Richard Dawkins lesen... .

#6 - 11.05.2016, 14:39 von zerozero123

Der Mensch und seine Systeme...

Zitat von luigi.torinese
...auf der Erde. Der Mensch wird zuerst seine unmittelbare Umwelt "optimieren", auslöschen, dann damit, im zweiten Schritt , sich selber. Ein wenig an Leben wird ......
...wie etwa Kapitalismus, Geldsystem und Globalisierung sind der Motor der Zerstörung der Welt.
Der einzelne Mensch versucht in den Systemen zu überleben, die Existenz der Systeme dagegen legt der Menschheit Fesseln an die nicht mehrt zum vernünftigen und nachhaltigem Handeln ermutigen...gar den Weg verstellen.

Alles wird zur Ware, alles zum Produkt. Der Kapitalismus hat als Endstufe die "kreative Zerstörung von Mensch und Umwelt".
Hauptsache Geld scheffeln und auf alles andere sch**ssen!

#7 - 11.05.2016, 14:59 von Analog

Wer möchte auf was verzichten?

Zitat von zerozero123
...wie etwa Kapitalismus, Geldsystem und Globalisierung sind der Motor der Zerstörung der Welt. Der einzelne Mensch versucht in den Systemen zu überleben, die Existenz der Systeme dagegen legt der Menschheit Fesseln an die nicht mehrt zum vernünftigen und nachhaltigem Handeln ermutigen...gar den Weg verstellen.
Klingt ja alles sehr gut, aber auf was ist der einzelne bereit zu verzichten? Auto? Eigenes Haus? Urlaubsreisen? Günstige Lebensmittel und Kleidung...
Oft sind es die, die wenig haben, die einen Systemwechsel fordern, selten die, die das alles Besitzen...

#8 - 11.05.2016, 17:19 von Ursprung

Dislozierter homo

Der Mensch glaubt als wahnhaftes Hirntier, alle Lebendigkeit diene der Optimierung und interpretiert solches als evolutionaeres Naturgesetz.
Er liegt damit voll daneben. Endzustand waere dann naemlich schlicht Entropie, das Weltall macht gerade das Gegenteil.
Fuelle ist das Prinzip von Lebendigkeit, Explosion also.
Die angeblich menschliche Ratio hat was Toetliches, der Lebendigkeit Widerstrebendes.
Kann an der Veraenderung jeden farmerischen Anbaufeldes life beobachtet werden: der Tod nimmt zu, die Fuelle ab. Wir sind die Dislozierung in einer sich ausdehnenden Welt.

#9 - 11.05.2016, 18:55 von Skifahrer

Wir nehmen uns zu wichtig!

Seit Bestehen des Lebens auf der Erde sind etwa 99,9% aller Lebewesen wieder ausgestorben. Es gab immer ein auf und ab der Anzahl der Spezies.
Wir Menschen sollten uns da nicht zu wichtig nehmen.
Andererseits ist es aber völlig klar, dass bei immer größerer Weltbevölkerung andere Arten werden weichen müssen. Also: Entweder den Artenrückgang akzeptieren oder die Menschheit reduzieren. Alles andere ist Heuchelei.

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