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Dieseldebatte: Ein ganzes Land mit Stockholm-Syndrom

imago/ Michael Weber Diese Woche lieferte gleich zwei Beispiele für ein fundamentales deutsches Problem. Es bedroht nicht nur die Luft in den Städten und das Weltklima, sondern auch unsere wirtschaftliche Zukunft.
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#1 - 17.02.2019, 17:12 von MisterD

Ich denke jetzt haben es alle verstanden...

die Automobilindustrie ist böse und tötet Menschen, jeden Tag. Sie hat uns zwar zu Wohlstand verholfen, aber das sieht man nur ungerne. Wer glauben Sie sorgt in diesem Land für den Binnenkonsum, von dem all die Dienstleister so leben? Ein Mindestlöhner der bei Aldi Nord Regale einräumt? Oder ein überbezahlter Bandarbeiter in Wolfsburg, Sinsheim oder Dingolfing? Wir vergessen allzu gerne, dass die Autoindustrie eine der letzten Arbeitgeber ist, die ihre Mitarbeiter für einfachste Tätigkeiten fürstlich entlohnen. Das ist anderorten selbst bei DAX-Flaggschiffen wie Siemens, deutscher Bank oder Bayer schon lange vorbei... wenn NOx tatsächlich schon bei 40 irgendwas langfristig tödlich wäre, müssten an den Straßen täglich viele tote Raucher liegen... und vor 20 Jahren hätte man draußen nicht länger als 2 Jahre überlebt...

#2 - 17.02.2019, 17:13 von marc123445789

Mensch und Frosch

Es gibt eine schöne Analogie aus der Tierwelt: wenn man einen Frosch in ein Glas mit heißem Wasser setzt, springt er sofort raus. Wenn man ihn inlauwarmem Wasser langsam aufwärmt, bleibt er sitzen, bis es zu spät ist.
Leider scheinen wir Menschen nicht klüger zu sein, trotz aller Erkenntnissezur den anstehenden Katastrophen wie Klimawandel, Übervölkerung, Luftschadstoffe, ...

#3 - 17.02.2019, 17:23 von susisuper

an Nr 1.

Zitat :"Wir vergessen allzu gerne, dass die Autoindustrie eine der letzten Arbeitgeber ist, die ihre Mitarbeiter für einfachste Tätigkeiten fürstlich entlohnen." wir vergessen schnell, dass sie immer mehr Leiharbeiter beschäftigen

#4 - 17.02.2019, 17:23 von Andersstern

Irrationaler Rationalist

Da macht sich jemand Gedanken über Fakten und Hysterie, hat aber nach 4 Jahren Debatte immer noch nicht verstanden, dass lediglich VW betrogen hat. Alle anderen Akteure ( Hersteller und Konsumenten) haben sich an Recht und Gesetz gehalten. Vielleicht sollten die selbst ernannten Hysterieaufklärer ihre eigene reflektieren bevor sie mit sinnfreien Kommentaren die Debatte weiter mit Irrationalität aufladen.

#5 - 17.02.2019, 17:26 von fliese1

Ach Herr Stöcker

In keinem Land gibt es diese Dieseldiskussion , aber hier in Deutschland gibt es kaum noch ein anderes Thema. Wir verkaufen unsere Dieselfahrzeuge nach Osteuropa und keinen Mensch kümmert das. Im MDR berichtet man das in Prag bei den Händlern deutsche gebrauchte Dieselautos verkauft werden und das obwohl auch in Prag die Grenzwerte nicht eingehalten werden. Fahrverbote lehnt man dort aber ab. Nun was die junge Generation einmal macht wenn sie älter ist würde ich mich lieber nicht festlegen. Auch wir hatten als wir jung waren viele verrückte Ideen, mit zunehmenden Alter relativiert sich da vieles. Zu ihrer Greta sage ich lieber gar nichts mehr. In der Zwischenzeit berichten andere das es wohl doch nicht so alles mit dem Mädchen korrekt ist.

#6 - 17.02.2019, 17:27 von emil7685

Zitat von marc123445789
Es gibt eine schöne Analogie aus der Tierwelt: wenn man einen Frosch in ein Glas mit heißem Wasser setzt, springt er sofort raus. Wenn man ihn inlauwarmem Wasser langsam aufwärmt, bleibt er sitzen, bis es zu spät ist. Leider scheinen wir Menschen nicht klüger zu sein, trotz aller Erkenntnissezur den anstehenden Katastrophen wie Klimawandel, Übervölkerung, Luftschadstoffe, ...
Die Luft ist sauber wie nie. Seit gut 30 jahren kennen die Messwerte der Luftschadstoffe nur noch eine Richtung: Nach unten.
Ich weiß nicht, wo da eine "Katastrophe" drohen soll.

#7 - 17.02.2019, 17:27 von markzwanzig

Nix

Stockholmsyndrom, ich fahre gerne Verbrenner, und in zwanzig Jahren merkt die Welt dass die Elektroautos der größte Mist aller Zeiten waren. Ich wohn an ner Hauptstrasse und das ist gut so, mich stört die Geräuschkulisse nicht, mich stören Abgase nicht. Und wen sowas stört: Geht nach Grönland oder wohin auch immer. Und ich kenne genug Kids, die den Klang eines Porsche oder von so ner Proletenkarre mit lautem Auspuff einfach geil finden, Elektroautos sind langweilig und für sozial unfähige Deppen die keinen Partner finden, die Klientel die in der Schule früher freiwillig Referate gehalten hat. Diese Klimaangstmacherei ist so nervig. Dann wirds halt warm, ist mir nur recht, so nen Februar wie jetzt? Gerne, immer, kann auch im Januar so sein. Warm und sonnig. Leute lasst den Schonstein qualmen, CO2 ich bin dabei.

#8 - 17.02.2019, 17:27 von spon_4811921

Co2

die Vernichtung der deutschen Automobilindustrie macht das Klima nicht besser

Denn nicht Autos sind die Klimakiller Nummer eins, sondern Babies

Das ist nicht von mir, sondern das wurde in mehreren wissenschaftlichen Forschungen bestätigt

Ein Auto erzeugt 2,4 Tonnen CO2 im Jahr

ein Mensch aber erzeugt 58,6 Tonnen CO2 im Jahr

Der einzige Weg das Weltklima und die Welt zu retten, sind drastische Maßnahmen gegen die Überbevölkerung

Aber da möchte niemand dran, weil das ist ja politisch nicht korrekt

Ich gebe nur zu bedenken dass sie in Afrika jede Woche eine Millionen Afrikaner geboren werden

Und nicht nur da

stattdessen fällt man über die Autofahrer her

#9 - 17.02.2019, 17:30 von alles_auf7

Mobilität = Wohlstand; leider

Es ist zu dumm: Mobilität ist einer der wichtigsten Faktoren unseres Wohlstands. Was wäre denn die Alternative bei 80 Millionen Deutschen? Pferdekutschen? Wohin mit den Pferdeäpfeln? Elektroautos? Woher die Rohstoffe und wie kämen sie hier her? Dürrenmatt hat eine wunderbare Kurzgeschichte mit Namen "Der Tunnel" geschrieben. Wir sind mittendrin. Der Ärger begann vor Jahrtausenden mit der Erfindung der Landwirtschaft. Letztendlich führen die Gier (Wohlstand), der technische Fortschritt (Ressourcenverbrauch mit Klimaveränderung), der Sex (Bevölkerungswachstum) und die Dummheit (fröhliches Weiter so) unweigerlich in die -man mag es gar nicht sagen- Katastrophe.

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