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Dinosaurierskelett : T-Rex wird bei eBay angeboten - Forscher sind schockiert

ebay / pirategoldcoins Für einen Millionenbetrag wird bei Ebay derzeit das Skelett eines T-Rex angeboten. Die Auktion ist für Wissenschaftler ein Problem. Aber Hollywoodstars und andere reiche Sammler lauern auf solche Gelegenheiten.
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#1 - 18.04.2019, 23:47 von gibmichdiekirsche

Indiana Jones würde seinem Widersacher wohl aufgebracht sagen: "Das gehört in ein Museum, Belloq.
Solche Funde gehören der Forschung und danach der Allgemeinheit" - und dabei die Peitsche knallen lassen.
Wenn man sich als vermögende Privatperson unbedingt so ein Gerippe ins Foyer stellen will, kann man es sich sicher auch "lebensecht" modellieren lassen. Vermutlich sogar preisgünstiger als für 2,5 Mio Dollar.

#2 - 18.04.2019, 00:06 von whitewisent

Wie seriös ist der Protest der Wissenschaftler? In Berlin lagern im Naturkundemuseum hunderte Artefakte von der Südamerikareise Humboldts, von Forschungsreisen aus Ozeanien und schlecht archiviterter Ausgrabungen aus den letzten 200 Jahren.

Man kann eben auch als Wissenschaftler mit dem T-Rex mehr Renomee erreichen als mit Analysen vom Tarbosaurus oder Gorgosaurus, von deren Existenz nur die wenigsten Menschen überhaupt wissen. Und dementsprechend sind auch Forschungsgelder und universitäre Budgets an großen Namen gebunden. Warum sollte ein neuer Besitzer nicht Wissenschafler nach seinem Gusto engagieren? Das kann keiner ausschließen.

Genauso wie es egal ist, wieviele Kunstwerke im Privatbesitz nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind, gilt das für einen Großteil im öffentlichen Besitz, die in Lagern und Magazinen verstaut sind. Es gibt genügend Dokumentationen zum Stück, sollte man einfach akzeptieren.

#3 - 18.04.2019, 04:36 von GoKal

Was ist das Problem?

Das ist Privateigentum, und der Besitzer kann damit machen was er will.Die WIssenschaftler können ja mitbieten wenn sie das Skelett unbedingt haben wollen

#4 - 18.04.2019, 07:04 von Phi-Kappa

T-Rex Privatbesitz?

Es ist schon erstaunlich, dass Skelett-Teile von Urviechern irgendwelchen Privatpersonen gehören können. Solche Sachen gehören allen, der Menschheit, und müssen der Wissenschaft uneingeschränkt zugänglich sein. Dasselbe gilt für archäologische Artefakte. Oder könnte es sein, dass sich dereinst ein Milliardär die Cheops-Pyramide unter den Nagel reißt, weil der ägyptische Staat gerade einmal knapp bei Kasse ist?

#5 - 18.04.2019, 07:34 von Thomas Schröter

Per Baustellenführung im hesssichen Landesmuseum zu neuen Erkenntniss

Die Baustellenführung im hesssichen Landesmuseum zeugte dort von einem riesen Durcheinander tausender, zudem ungekennzeicheneter und nicht selten undokumentierter Knochen. Das seii nicht unüblich da die meisten Museeen mit ihren Aservaten schlicht überfordert seien, so eine ehemaliger Museumsdirektor.
Wie die Forschung nun von einem solchen, zusammenhanglosen Puzzel profitieren soll bleibt zumindest mir unklar.
Der Vorteil bei der Versteigerung zum Höchstpreis auch für die Wissenschaft ist, daß mit dem Preis wohl die Chance auf mehr Sorgfalt wächst.

#6 - 18.04.2019, 07:35 von okrogl

Geht es wirklich um die Wissenschaft?

Welche neuen Erkenntnisse erhofft man sich denn noch nach zig T-Rex Skeletten? So besonders kann der wissenschaftliche Nutzen kaum sein, wenn man den Jungsaurier nach 5 Jahren immer noch nicht komplett untersucht hat. Zudem war es seit 2017 ausgestellt und diente somit auch nur noch als Umsatzgenerator des Museums.
Immerhin kann man in den USA Funde auf Privatgrund noch behalten. Hier muss man Schätze abgeben. Es sei denn, man findet eine Hinterlassenschaft aus dem 2. WK – die muss man auf eigene Kosten entschärfen lassen. Schönste Rosinenpickerei des Staates.

#7 - 18.04.2019, 07:52 von fatherted98

Das meiste....

....im Staats/Hochschul/Forschungsbesitz kommt nie in die Museen und wird nie ausgestellt (und auch nicht wissenschaftliche ausgewertet). Gutes Beispiel ist das renommierte Senckenbergmuseum in Frankfurt am Main....dort hat sich die Ausstellung in 40 Jahren nicht verändert....die Gerippe sind immer noch die gleichen....nicht ein Ausstellungsstück wurde ergänzt oder verändert....ich bin letztens durchgelaufen und war so was von entäuscht....kannte ich alles noch aus meiner Schulzeit. Trotzdem kommen dauernd Meldungen man habe tolle Fossilien gefunden/gekauft.....nur...wo sind die? Nun...wie mir ein Student berichtete....liegen die alle im Lager und "müssten aufgearbeitet werden".....sprich....das ganze Zeug staubt für die nächsten Jahrhunderte hinter verschlossenen Türen vor sich hin.
Dann ist es mir doch lieber ein Privatsammler stellt sich so was ins Wohnzimmer und erfreut sich dran....immerhin zahlt der dann ja auch ordentlich für. Gleiches gilt übrigens für den gesamten Kulturbereich ob nun alte Meister oder moderne Kunst....die Bilder sind fast nie zu sehen....in den Museen hängen immer die gleichen "Schinken"....umhängen scheint schwierig und anstrengend....da bleibt man lieber über Jahrzehnte bei dem was hängt....der Rest gammelt irgendwo vor sich hin.

#8 - 18.04.2019, 08:01 von m.klagge

Alles ist gut.

Im Land der Freien und Braven kann ein Mann kaufen was er will und danach mit seinem Eigentum machen was er will. So soll es sein.
Selbst der schwer durchgeknallte neolithische Donnergott, den die drei "großen" weltanschaulichen Systeme aufgeblasen haben, sagt genau das.

#9 - 18.04.2019, 08:33 von jens109

Zeit vertan?

Zitat von okrogl
So besonders kann der wissenschaftliche Nutzen kaum sein, wenn man den Jungsaurier nach 5 Jahren immer noch nicht komplett untersucht hat. Zudem war es seit 2017 ausgestellt und diente somit auch nur noch als Umsatzgenerator des Museums.
Das war auch mein Gedanke.
Der Besitzer hatte es einem Museum freiwillig leihweise zur Verfügung gestelllt. Nach sehr langer Zeit hat man es offenbar nicht für wichtig genung befunden dieses auch ausreichend zu untersuchen (scannen o.ä.). Jetzt ist es wieder weg und sie jammern. Kann also alles nicht so schlimm sein.

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