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Glyphosat und Krebs: Vergiftete Debatte

Getty Images In einer Gemengelage aus Krebs-Angst, widersprüchlichen Gutachten und erodiertem Vertrauen stimmt die EU darüber ab, ob das Pestizid Glyphosat weiter eingesetzt werden darf. Dabei klammert die Diskussion wichtige Aspekte aus.
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#10 - 24.10.2017, 17:09 von stefan.martens.75

wenigstens im letzten Absatz

Mich interessiert beim Thema Glyphosat und Krebs nur begrenzt.
Wenn es überhaupt da ist, dann minimalst.
Ich rauche und trinke Kaffee und Alkohol.
Who Cares?

Was mich hier interessiert ist Glyphosat und Insektensterben.
Das ist für mich die eigentliche Fragestellung. Wo mich auch der wissenschaftliche Beweis ob ja oder nein interessiert, den es aber nicht gibt.

#11 - 24.10.2017, 17:10 von wdiwdi

Christopher Portier...

ist auf dem besten Wege, der unwürdige Nachfolger von Andrew Wakefield zu werden (der mit nachgewiesener Datenfälschung und unter Einsacken satter Geldsummen von interessierten Anwälten die "Impfen erzeugt Autismus" Lüge in die Welt setzte). So wie die Welt nunmal ist, fürchte ich daher dass, allen sorgsam gemessenen und argumentierten Gegenbeweisen zum Trotz, Glyphosat verbrannt ist, und letzten Endes die keinesfalls umweltschonenderen Alternativen (mehr Pflügen, Herbizid-Kombos) Standard werden, schon weil es sich niemand antun möchte, sich mit den krakeelenden "wahren Gläubigen" herumzuschlagen.

#12 - 24.10.2017, 17:12 von johnny_b

Super Artikel

Erstaunlich erfrischende Präsentation von Fakten und gleichermaßen der Sichtweise beider Lager. Bitte mehr davon!

Übrigens: Nicht nur Alkohol wird von der IARC als sicher krebserregend eingestuft, sondern auch Fleisch und Fleischprodukte, von denen jeder Deutsche im Schnitt bereitwillig etwa 50 kg pro Jahr in sich hereinschaufelt! Aber hauptsache keine paar nanogramm möglicherweise krebserregende Stoffe im Essen!

#13 - 24.10.2017, 17:15 von klosterfons

Gute Recherche fängt beim Bild an?!

Das Foto mit der Pflanzenschutz Spritze mag ja schön Aufmerksamkeit erregen, ist aber falsch. Erstens, Glyphosat wirkt gegen Pflanzen und wird nur durch grüne Pflanzenteile aufgenommen. Auf dem Bild sind keinerlei Unkräuter zu sehen! Es schaut auch für den Betrachter umso schrecklicher aus, wenn das Herbizid richtig schön gelb leuchtet... hätte der verantwortliche Autor auch nur mit einem Landwirt oder Fachmann gesprochen, hätte dieser daraufhin gewiesen das es sich hier nicht um Glyphosat handeln kann, sonder eigentlich nur um den Wirkstoff pendimethalin handeln kann, und das kommt nicht von Monsanto! Warum soll dieser einseitige Bericht mehr gut recherchierte Fakten abbilden wenn schon das Foto falsch ist!

#14 - 24.10.2017, 17:16 von alterknacker54

Ja, macht nur!

Artenvielfalt? War einmal... Auf den Inssektenschwund folgt der Volgelschwund. Wir schaffen das! Wenn dann die Bestäuber weg sind, dauert es nicht mehr lange und der Mensch ist auch weg.
Eigentlich wollte ich beginnen mit: Was haben wir eigentlich gemacht, als es den ganzen Chemiekram noch nicht gab, den wir 100tausendtonnenfach in die Landschaft scmmeißen? Klar, da gab es gaaaanz schlimme Hungersnöte, ich weiß! Und was werden wir bekommen, wenn unsere Nutzpflanzen nicht mehr bestäubt werden? Der Kreis schließt sich wieder einmal...
Bezeichnend ist auch, dass Umwelt- und Landwirtschaftsministerium gegensätzlicher Auffassung sind. Opfern wir also die Umwelt zu Gunsten der Landwirtschaft - alles wird guuut!

#15 - 24.10.2017, 17:17 von Celegorm

Zitat von Licht aus !
Es geht der konventionellen Landwirtschaft um die sog. "Reinhaltung" des Ackers von Fremdkräutern, die das Wachstum der Nutzpflanzen behindern könnten.
Bloss wird das in der heutigen Landwirtschaft halt um jeden Preis angestrebt, was schlicht bedeutet, dass ohne Glyphosat ganz einfach andere Substanzen und Methoden zur Anwendung kämen, um dieses Ziel zu erreichen. Wie ja auch der Artikel einwendet. Die Diskussion um Glyphosat geht darum in dem Kontext völlig am Problem vorbei und ein Verbot würde nur an einem Symptom herumdoktern. Der Verlust der Biodiversität und weitere Umweltprobleme können nur mit einer grundlegenden Neuausrichtung der Landwirtschaft erreicht werden, sprich indem man eben Zustände wie riesige "reine" Äcker sanktionieren statt subventionieren würde.

#16 - 24.10.2017, 17:25 von Shelly

Was immer verschwiegen wird

Das Mittel besteht nicht zu 100% aus Glyphosat, es ist eine Mischung verschiedener Chemikalien, von denen Glyphosat nicht einmal das giftigste ist.
Ein wichtiges Mittel istz.B. ein Zellöffner, das Gift muss ja von der Oberfläche der Pflanzen in die Pflanzenzelle kommen.
Dieser "Zellöffner" wirkt auch beim Menschen, bei Pflanzen macht er die Zellwand für Gifte durchgängiger, beim Menschen die Zellmembran.
Und das dann nicht nur für Glyphosat (und die anderen unappetitlichen Dinge, die in diesem Mittel enthalten sind), die Zellen werden durchlässiger für alle Umweltgifte, denen wir ausgesetzt sind.
Eine Glyphosatbehandlung erfolgt nicht nur, wenn z.B. das Getreide heranwächst, um damit Unkraut zu vernichten. Es ist auch kurz vor der Ernte erlaubt (im Stadium Vollreife), um unheitliche Reifestadien anzugleichen. So kommt direkt vor der Ernte noch eine Zusatzbelastung auf das, was ein Nahrungsmittel sein sollte.
Glyphosat-behandeltes Stroh darf nicht für Strohballenkulturen und Kultursubstrate verwendet werden, aber das Getreide, das an diesen Strohhalmen oben dran war, das ist für uns plötzlich ungiftig?
Das verstehe wer will.

#17 - 24.10.2017, 17:34 von dschens

Nikotenide Wie Glyphosat schädigen Insekten

Wenn unsere Bienen sterben, entsteht ein volkswirtschaftlicher Schaden, der vermutlich ein Vielfaches größer ist, als die Kostenersparnis durch die industrielle Landwirtschaft. Unsere Kinder werden dafür zahlen müssen.
In 20 Jahren ist Ende mit Kunstdünger, wie ernähren wir uns dann?

#18 - 24.10.2017, 17:35 von oidahund

Danke für den sehr sachlichen und unaufgeregten Artikel. Ich bin wirkliich sehr positiv überrascht! Monsanto hat schon lange das Patent auf Glyphosat verloren (es ist abgelaufen). Daher ist ein Verbot von Glyphosat sogar im Interesse von Monsanto. Es könnte seine Nachfolgepräperate, die patentgeschützt sind, besser im Markt platzieren ungeachtet der chinesischen Konkurenz, die Glyphosat "verramscht".

#19 - 24.10.2017, 17:44 von permissiveactionlink

Frau Webers Artikel

geht leider auf zahlreiche Aspekte der Problematik (gewollt ?) nicht näher ein. Etwa die Korrelation des Einsatzes von Glyphosatund der späteren Erkrankung der Anwender an Tumoren des Lymphsystems. Sie ignoriert die Tatsache, dass Monsanto die Einstufung von Glyphosat durch die IARA bereits erwartet hatte, und die Informationen Monsanto- eigener, durch den Freedom of information act zugänglich gemachter Forschungsergebnisse, wo bei Versuchstieren Tumoren aller Art g

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