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Wissenschaft

Kampf gegen Nashorn-Wilderei: 38 von 8000 Kilo

AFP 2014 töteten Wilderer in Südafrika so viele Nashörner wie nie zuvor, sie verkauften geschätzte 8000 Kilo Hörner auf dem Schwarzmarkt. Nun wurden 38 Kilo entdeckt - in Vietnam.
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#10 - 11.05.2015, 13:50 von Glückshormon

Schlimm ist

Zitat von 7eggert
Das sind teilweise ausländische Banden. Denen ist egal, ob sie verbrannte Erde hinterlassen. Auf der anderen Seite des Spektrums stehen verarmte Menschen, die lieber heute überleben als morgen erst. Die dazwischen sind einfach gierig, vereinfacht gesagt. PS: Bisher haben wir offenbar Griechenland nicht ansatzweise gerettet, sondern das Tafelsilber gemopst und unsere eigenen Banken unterstützt.
dass wir für das wirklich wertvolle nichts bezahlen wollen.

Nach dem Motto: wir kennen von allem den Preis aber von Nichts den Wert.

Die "Rettung" der Banken und Länder war lediglich eine billionenteure Insolvenzverschleppung.

Man stelle sich einmal vor, nur die Hälfte dieser Summen wäre tatsächlich in die Volkswirtschaften geflossen zwecks gesellschaftlichen Umbaus, ökologischer Ausrichtung, Müllvermeidung und Nachhaltigkeit...

klar, die "Eliten" und ihre Lobbyisten hätten viel Geld verloren (was sie offensichtlich nicht brauchten, sonst hätten sie damit nicht spekuliert) aber die Welt wäre schuldenfrei gewesen und ein echter nachhaltiger Aufbruch wäre möglich gewesen.

So jedoch, ist das Chaos allerorten größer geworden, die Perspektivlosigkeit wuchs und die Verrohung der Menschheit schreitet voran.

Leider ist zu erwarten, dass wir dieses barbarische Abschlchten großartiger, friedliebender Tiere, welches wir aus verschiedenen Gründen nicht unterbinden, einiges Tages auch unter unseresgleichen erleben werden.
Der Humus namens Zivilisation ist verdammt dünn geworden.
Mit jedem zerstörten Wald und mit jeder ausgerotteten Art kommen wir unserem eigenen Ende näher.
Und wer sagt uns, dass dieser Weg zivil und human beschritten wird?

#11 - 11.05.2015, 13:51 von tartarosnemesis

Es ist wie mit den Drogen...

Zitat von wahrsager23
Was erst mal völlig irre klingt, könnte die Lösung sein: Legalisierung vom Handel mit Nashorn-Produkten! In Südafrika gibt es jetzt schon Farmer, die nur darauf warten, dass es eine Legalisierung gibt und sie ihre Hörner verkaufen können. Trotzdem wäre die illegale Jagd verboten oder das töten von Nashörner, aber die Preise würden fallen und viele Menschen würden eher auf das legale Produkt zurückgreifen, wie auf illegale Jagd. Selbst ein Ranger aus SA meinte, man solle es probieren, denn der momentane, politische Weg führt eher zur Ausrottung der Tiere.
... wo ein Käufer ist findet sich ein Verkäufer.
Es spielt keine Rolle ob es verboten ist, wie hoch die Strafen sind, ob damit der Erhalt der ganzen Spezies auf dem Spiel steht oder auf lange Sicht die Tourismusindustrie in den Nationalparks und damit ein Teil der Lebensgrundlage der Menschen dort zu Grunde gehen.
Nur ein legaler Markt kann den illegalen austrocknen. Alternativ kann man auch versuchen den ganzen ostasiatischen Raum umzuerziehen und zeigen das diese Wundermittel keine sind.
Lösung: Legaler Markt + Aufklärung

Rechtschreibfehler sind gratis.

#12 - 11.05.2015, 13:52 von pmittelbachrattenhilfe

Zitat von wahrsager23
Was erst mal völlig irre klingt, könnte die Lösung sein: Legalisierung vom Handel mit Nashorn-Produkten! In Südafrika gibt es jetzt schon Farmer, die nur darauf warten, dass es eine Legalisierung gibt und sie ihre Hörner verkaufen können. Trotzdem wäre die illegale Jagd verboten oder das töten von Nashörner, aber die Preise würden fallen und viele Menschen würden eher auf das legale Produkt zurückgreifen, wie auf illegale Jagd. Selbst ein Ranger aus SA meinte, man solle es probieren, denn der momentane, politische Weg führt eher zur Ausrottung der Tiere.
Zur chinesischen Mittelschicht gehören 200 Millionen Menschen. Würde jeder nur ein halbes Kilo Elfenbein lagal kaufen wollen wären 100 Millionen Kilo Elfenbein nötig. Es würden noch nicht einmal alle noch lebenden Elefanten (ein kläglich-trauriger Rest in den paar Nationalparks) ausreichen, um diesen "legalen" Wunsch zu erfüllen. Auch 10 Gramm Nashornpulver für jeden der 200000000 Chinesen geben alle Nashörner der Welt nicht her. Den Bedarf der greisen Chinesen legal zu befriedigen bringt NICHTS, außer dass damit das endgültige Ende von Elefant, Nashorn und co. besiegelt wird. Die letzten legalen Verkäufe von Elfenbein brachten kein Nachlassen der Nachfrage, sondern heizten diese erst an mit den derzeitigen fatalen Folgen für die afrikanischen Elefanten. Wer derzeit Urlaub in Tansania macht wird bestätigen, dass die dortigen Elefanten schreiend davon rennen, sobald sich Menschen auch nur nähern. Die Nato sollte ihre Truppen in den Busch schicken, auf dass sie Brunnen bohren, Straßen bauen, die Wilderer auf den Mond schießen und die dortige Tierwelt vor der "Krone der Schöpfung" beschützen.

#13 - 11.05.2015, 13:56 von dr doolittle

Wilderer

arbeiten als internationale Syndikate im südlichen Afrika und zwar länderübergreifend. Leider kooperieren die einzelnen Länder nicht, so ist zB Mozambique das Hauptausgangsland für Wilderer im Krugerpark, Südafrika. Dies ist umso leichter da der Krugerpark Vergrößert wurde, indem man die Grenzen zu Moçambique abgeschafft hat um den Tieren mehr Raum zu ermöglichen. dies machen sich Wilderer zu Nutze und operieren von Mozambique aus, wo Wildererei KEINE Straftat ist. Mozambique weigert sich auch seit Jahren beharrlich, Südafrika bei der Verfolgung der Wilderei zu unterstützen, denn die Wilderer bringen viel Geld ein. ehemals armselige Dörfer entlang der Grenze zum Krugerpark sind reichen Villenviertel gewichen, wo die Wilderer ihren Reichtum zur Schau stellen, während in Südafrika die Armee mit Hubschraubern zur Bekämpfung der Wilderei eingesetzt wird.
Es ist ein Kampf gegen Windmühlen! Auch die Aufklärung der Endverbraucher in den asiatischen Ländern bringt nicht viel, da Nashornpulver ein Status Symbol bei Neureichen Vietnamesen u.a. asiatischen Verbrauchern ist.
Der Handel mit Elfenbein und Nashorn hat aehnlcihe Ausmasse erreicht wie Drogenhandel und Human Trafficking! in Südafrika werden nun Methoden ausprobiert, wie zB die Amputation von Hörnern, das Umsiedeln von Tieren in speziell geschützte kleine Reservate, genetisches Markieren von Horn oder einspritzen von Farbstoffe in die Hörner von lebenden Tieren, um die Ware unattraktiv zu machen.
Es ist schrecklich, in den normalen Nachrichten beinahe täglich Bilder von abgeschlachteten Tieren zu sehen, Wilderer gehen mit AK47 auf die Kreaturen los und hacken die Hörner oder Zähne aus zT lebendigen Tieren raus. BARBARISCH! die Südafrikanische Bevölkerung bejubelt mittlerweile jeden Wilderer, der auf frischer Tat von der Armee ertappt und getötet wird.

#14 - 11.05.2015, 13:57 von 7eggert

Zitat von Glückshormon
klar, die "Eliten" und ihre Lobbyisten hätten viel Geld verloren (was sie offensichtlich nicht brauchten, sonst hätten sie damit nicht spekuliert) aber die Welt wäre schuldenfrei gewesen und ein echter nachhaltiger Aufbruch wäre möglich gewesen.
Wer das Potential hat, jeden Tag selbst für sich zu Sorgen, dem kann man nicht das Vielfache per Zinseszins aus der Tasche ziehen. Damit hätten die Eliten eigene Werte schaffen müssen, was denen kaum gelungen wäre.

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