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Klimastatistik: Monatliche Hitzerekorde haben sich verfünffacht

PIK Heißester August aller Zeiten - Meldungen wie diese sind in den vergangenen Jahrzehnten immer häufiger geworden, berichten Forscher aus Potsdam. 80 Prozent aller von Wetterstationen gemessenen Rekorde weltweit sind demnach vom Klimawandel verursacht.
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#1 - 14.01.2013, 17:53 von hxk

Zitat von sysop
Heißester August aller Zeiten - Meldungen wie diese sind in den vergangenen Jahrzehnten immer häufiger geworden, berichten Forscher aus Potsdam. 80 Prozent aller von Wetterstationen gemessenen Rekorde weltweit sind demnach vom Klimawandel verursacht.
Ach ja? Wie kommt es dann, dass die Temperaturen seit 15(!) nicht mehr steigen? Liegt vermutlich daran, dass nicht überall seit 200 Jahren die Temperaturen gemessen werden. Oder daran, dass die ganz und gar nicht von Menschen verursachte 'Kleine Eiszeit' erst 1850 zu Ende ging und wir uns wieder in einer auch nicht von Menschen gemachten Warmphase befinden.

#2 - 14.01.2013, 18:32 von erich61

Wo ist eigentlich das Problem

Zitat von hxk
Ach ja? Wie kommt es dann, dass die Temperaturen seit 15(!) nicht mehr steigen? Liegt vermutlich daran, dass nicht überall seit 200 Jahren die Temperaturen gemessen werden. Oder daran, dass die ganz und gar nicht von Menschen verursachte erst 1850 zu Ende ging und wir uns wieder in einer auch nicht von Menschen gemachten befinden.
mit einer anthropogenen Erderwärmung? Mal angenommen, alles wäre im grünen bzw. erklärbaren Bereich, also nicht anthropogen, was müsste sich denn ändern, bzw. nicht verändern?

Kein Geld mehr für Forschung? Kein Alarmismus? Keine Steuern für Emissionen und keine Abgaben mehr? Was sonst oder was noch?
Geht es genauer?

#3 - 14.01.2013, 19:00 von Delago

Eine wirklich bahnbrechende Arbeit

Was wissen wir?

1. Die "globale" Temperatur stieg seit 1850 um etwa 1°.
2. Die Temperatur stagniert seit Ende der 90er Jahre.
3. Die Temperaturrückgänge zwischen 1880 und 1910, seit 1945 und 1975 sowie die Stagnation seit ~14 Jahren sind klarer Beweis dafür, dass es auch andere signifikante Einflussgrößen auf die Temperatur als die CO2-Konzentration gibt.
4. Weitgehender Konsens besteht darin, dass sich bei Verdopplung der CO2-Konzentration die Temperatur um ca. 1° erhöht. Durch den Konzentrationsanstieg von ~280 ppm auf derzeit ~385 ppm hat sich die Temperatur demzufolge um ~0.45° erhöht
5. Die globale Konzentration von Wasserdampf hat sich in den letzten 150 Jahren nicht signifikant geändert. Daher finden zur Zeit kaum positive Rückkopplungen statt, die zu einer weiteren Erhöhung der AGW führt.
6. Dadurch, dass die letzten eineinhalb Dekaden etwa konstante Temperaturen aufweisen, die das Maximum der letzten 150 Jahre bilden, ist es zu erwarten, dass die Jahre mit Hitzerekorden hauptsächlich in dieser Periode zu finden sind.

Daher ist die "Erkenntnis" des PIK alles andere als überraschend.
Wenn ein Herr Rahmstorf von vornherein annimt, dass praktisch die gesamte Erwärmung anthropogen ist, dann kommt natürlich sein Ergebnis heraus, dass 80% dieser Rekorde menschengemacht ist.
Zirkelschluss nennt man sowas.

#4 - 14.01.2013, 19:04 von Hermes75

Zitat von hxk
Ach ja? Wie kommt es dann, dass die Temperaturen seit 15(!) nicht mehr steigen? Liegt vermutlich daran, dass nicht überall seit 200 Jahren die Temperaturen gemessen werden. Oder daran, dass die ganz und gar nicht von Menschen verursachte erst 1850 zu Ende ging und wir uns wieder in einer auch nicht von Menschen gemachten befinden.
Durch ständiges Wiederholen wird dieses Argument auch nicht richtiger.
Das Jahr 1997 war ein außergewöhnlich warmes Jahr und nun versuchen die Klimawandel-Leugner den Erwärmungstrend dadurch wegzudiskutieren, dass sie die aktuellen Temperaturen mit einem einzelnen Rekordjahr vergleichen. Das ist sowas von albern...

Und nein, kein ernsthafter Wissenschaftler würde behaupten, dass der Mensch nichts mit dem Klimawandel zu tun hat. Die Frage ist höchstens noch wie groß der Anteil des Menschen ist.

Die Entwicklung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre ist ganz eindeutig das Ergebnis menschlicher Aktivität. Genauso wie Methan, FKWs und viele andere Chemikalien.

#5 - 14.01.2013, 19:14 von n+1

Einfache Lösung

Das PIK zumachen.
Es kommt sehr, sehr selten vor. Aber in diesem Fall ist es so, dass mit dem Symptom auch die Ursache verschwindet.

Was haben wir uns in den letzten Jahrzehnten nicht alles anhören müssen:
Das Waldsterben
Den bis zur totalen Verwüstung sinkenden Grundwasserspiegel
Den Ozonalarm (da sollte Tempo 90 flächendeckend eingeführt werden)
Dann wurde eine neue Eiszeit prophezeit.
Und jetzt eine Erderwärmung, natürlich in der Version Klimakatastrophe.
Jeder Politiker, der mit seinen eigentlichen Aufgaben überfordert ist,
stürzt sich auf die Welt-Klimarettung.

#6 - 14.01.2013, 19:15 von strayboy

@hxk

Machen sie bitte nicht so als wuerden sie hier grossartige neue Erkenntnisse verbreiten - was sie nämlich machen ist alten Irrtuemern aufzusetzen. 15 Jahre reichen nicht um einen Trend mit genuegend hoher Wahrscheinlichkeit festzustellen oder auszuschliessen. Dazu braucht es mindestens 24 Jahre - das ist elementare Statistik. Und recht lehrreich ist dieser link: http://sks.to/16years.Und wenn sie sich kundiger gemacht haben, dann können sie gerne nochmal mit ein paar besseren Argumenten kommen.

#7 - 14.01.2013, 19:27 von sichersurfen

Stagnation, sagt Schellnhuber

Zitat von Hermes75
Durch ständiges Wiederholen wird dieses Argument auch nicht richtiger. Das Jahr 1997 war ein außergewöhnlich warmes Jahr und nun versuchen die Klimawandel-Leugner den Erwärmungstrend dadurch wegzudiskutieren, dass sie die aktuellen Temperaturen mit einem einzelnen Rekordjahr vergleichen. Das ist sowas von albern... Und nein, kein ernsthafter Wissenschaftler würde behaupten, dass der Mensch nichts mit dem Klimawandel zu tun hat. Die Frage ist höchstens noch wie groß der Anteil des Menschen ist. Die Entwicklung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre ist ganz eindeutig das Ergebnis menschlicher Aktivität. Genauso wie Methan, FKWs und viele andere Chemikalien.
Ist es wirklich neu für Sie, daß die Temperaturen nicht mehr steigen? Verzweifelt suchen Klimaforscher nach der Ursache dieser Stagnation auf einem hohen Niveau.
Schellnhuber hat ja eine möglich Erklärung gefunden. Es ist die enorme Luftverschutzung durch chinesische Kohlekraftwerke. Aha, jetzt erinnern Sie sich.

#8 - 14.01.2013, 19:46 von reuanmuc

Zitat von sichersurfen
Es ist die enorme Luftverschutzung durch chinesische Kohlekraftwerke.
Zu Ihrer (Er)Kenntnis:
Smogalarm in Peking.

#9 - 14.01.2013, 19:52 von facepalm

Immer das gleiche

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell falsche Skeptiker nach jedem Artikel zum Klimawandel die immer gleichen tausendfach widerlegten Mythen auftischen.

Zitat von hxk
Ach ja? Wie kommt es dann, dass die Temperaturen seit 15(!) nicht mehr steigen? ...
Auch erstaunlich ist, wie einfach die meisten der Behauptungen dieser Realitätsverweigerer, ähh, "Skeptiker" durch schlichtes Nachschauen widerlegt werden können:

Wood for Trees: Interactive Graphs

Dort werden die globalen Temperaturen ab 1998 (also einem Hochpunkt!) und die dazugehörigen Trends gezeigt - und was sieht man?

Die Temperaturen steigen seit 1998 global weiterhin an.

Schaut man längere Trends an, oder bezieht den Wärmegehalt der Ozeane mit ein, dann ist das Ablenkungsmanöver der "skeptiker" vollends gescheitert.

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