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Nachhaltigkeit im Alltag: Auto? Ach, nöö!

DER SPIEGEL Das Auto einfach mal stehen lassen - vor allem in ländlichen Regionen ist das schwer. Im Nachhaltigkeitstraining von SPIEGEL WISSEN lernen Sie, wie es trotzdem klappt.
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#1 - 23.06.2017, 13:21 von meiner79

Ich fahr im Jahr etwa 12000km mit dem Rad, bei Wind und Wetter. Auto besitze ich nicht. Dafür 8 Fahrräder und es werden mehr. Gut bei uns hier oben an der Küste, liegt auch nur 5 Tage im Jahr Schnee. Dennoch sind 3/4 der Fahrten Training, Langeweile bzw ohne Sinn. Selbst der Einkauf von 500m wird mit dem Rad erledigt. Man kann also sagen, das ich unsinnig CO2 raushau. Wieviel müsste ich denn dann bei Atmosfair einzahlen?

#2 - 23.06.2017, 13:25 von bafibo

Leider, leider

geht auch die zur Verfügung stehende Zeit mit in die Gleichung ein - und die läßt sich nicht endlos vermehren. Fahrten mit ÖPNV oder Fahrrad benötigen, wenn nicht gerade massiver Stau herrscht oder man mit dem Fahrad den Weg praktisch zur Luftlinie abkürzen kann, viel mehr Zeit als im Auto (normalerweise das Doppelte und mehr). Und Einkäufe zu transprotieren ist auch so eine Sache. Sprudelkisten im Bus? No way.

#3 - 23.06.2017, 14:34 von kay_ro

Sprudelkisten im Bus

Wir lassen uns Sprudelkisten und Schweres liefern. Ist auch viel bequemer, wenn man im 3.OG ohne Fahrstil wohnt. Dafür steht das Fahrrad im Keller, der Bus fährt um die Ecke ab und das Auto steht in der Garage und wird max. 5000km im Jahr bewegt. Allerdings wohnen wir in einer Stadt und bewegen uns auch nur in der Stadt. Das war aber schon vor 20 Jahren eine bewusste Entscheidung nicht ins zersiedelte Umland zu ziehen und durch eine Menge an Zeit und nerven zu sparen. Im Alltag spielt das Auto hier keine Rolle.

#4 - 23.06.2017, 14:43 von iceman.s

Kein Fahrad

Ganz Nett gemeint, funktioniert aber nicht bei mir. Ich besitze kein Fahrrad und hätte auch keinen Platz zur Unterbringung.
Bus ginge zwar, aber der fährt nur ein mal die Stunde und meine Wege-zeit würde sich verdreifachen.
Fahrgemeinschaft klappt auch nicht > keine festen Arbeitszeiten und praktisch keine Arbeitskollegen in der Nähe meines Wohnortes.

#5 - 23.06.2017, 14:59 von cor

Zitat von kay_ro
das Auto steht in der Garage und wird max. 5000km im Jahr bewegt. Allerdings wohnen wir in einer Stadt und bewegen uns auch nur in der Stadt.
5000 km sind ganz schön viel für jemanden, der sich "nur in der Stadt bewegt".

#6 - 23.06.2017, 15:10 von BenWellesley

Zitat von iceman.s
Ganz Nett gemeint, funktioniert aber nicht bei mir. Ich besitze kein Fahrrad und hätte auch keinen Platz zur Unterbringung.
Wo steht den ihr Auto derzeit;
Sie werden es doch wohl kaum zu Hause in die Hosentasche stecken können?!?
Falls doch verraten Sie mir den Hersteller, dass würde mir als Vielfahrer eine Menge Zeit bei der Parkplatzsucher ersparen ...

#7 - 23.06.2017, 15:11 von albrecht_rößler

Nachhaltigkeit....

.... ist eine feine Sache. Es gehört aber nicht nur die Verringerung des eigenen CO-Ausstoßes dazu. Man sollte ja auch Produkte meiden, deren Herstellung unnötig energieaufwändig ist. Oder Produkte, die energieaufwändig und absolut sinnlos sind. Zum Beispiel erreichen mich regelmäßig Werbebriefe von DER SPIEGEL, in denen dann noch so eine kleine Kunststoffkarte steckt. Die kann ich dann jedes mal herausnehmen, um sie im gelben Sack zu entsorgen. Viel schöner wäre es, wenn Sie uns mit diesem Müll von vornherein verschonen würden. So lange können Sie Sich Ihr naseweises Geschreibsel zum Thema Nachhaltigkeit gerne ebenfalls sparen!

#8 - 23.06.2017, 16:13 von iceman.s

Garage

Zitat von BenWellesley
Wo steht den ihr Auto derzeit; Sie werden es doch wohl kaum zu Hause in die Hosentasche stecken können?!? Falls doch verraten Sie mir den Hersteller, dass würde mir als Vielfahrer eine Menge Zeit bei der Parkplatzsucher ersparen ...
Es steht in der Garage und ich fahre auch keinen Kleinwagen. Ein Fahrrad bekomme ich nicht vernünftig rein.

Ich müsste mir eine 2. Garage besorgen. Die aktuell nicht verfügbar ist und nur unnötig Kosten verursachen würde. Wenn ich das Geld für so einen Luxus hätte, könnte ich mir auch gleich eine Wohnung mieten, wo es passende Räumlichkeiten gibt.

#9 - 23.06.2017, 16:17 von td66

lernen Sie, wie es trotzdem klappt

war die Ankündigung in der Überschrift. Es war eigentlich klar, dass diese vollmundige Versprechung nicht gehalten wird. Ich muss täglich 60 km pendeln (30 Min einfach). Mit ÖPNV würde ich für die einfache Strecke 2,5 Stunden benötigen und dabei viermal von diversen Bussen und Bahnen umsteigen. Also wäre ich vier Studnen länger unterwegs. Und das nur, wenn die Anschlüsse alle klappen. Ausserdem wird in einigne Steckenabschnitten nur 1x pro Stunde Verkehr. Die Alternative Rad kommt bei 60 km schonmal gar nicht in Erwägung. Und die Fahrgemeinschaft geht leider auch nicht, der nächste Kollegen wohnt 20km entfern, ganz abgesehen von den unterschiedlichen Arbeitsrhythmen.

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