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Regierungsbericht: Grundwasser durch Nitrat verseucht

DPA An vielen Orten in Deutschland ist zu viel Nitrat im Grundwasser. Das steht in einem neuen Regierungsbericht. Das Düngemittel gefährdet Schwangere und Kleinkinder.
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#1 - 03.01.2017, 07:31 von kuschl

Die Bauernlobby macht uns krank

Seit Jahren verhindert die Bauernlobby eine Gülleverordnung, die das Ausbringen von Gülle reduziert. Von wegen Landschaftspflege! Vier bis fünf mal wird vor unserem Ort pro Jahr Gülle aus den Boxenställen der vier bis fünfhundert Milchkühe auf die Weiden ausgebracht. Keine Kühe mehr auf der Weide, nur noch Gestank und Bodenverpestung. Dazu kommt noch das Sterben des Wildbestandes. Es gibt kaum noch Hasen, Fasane und Rebhühner. Es wird höchste Zeit, dass der Lobbyminister dieses Thema angeht. Die Menschen werden krank und die Bauernlobby kassiert auch noch Subventionen zur Verunreinigung der Landschaft.

#2 - 03.01.2017, 07:36 von fiedih

Massentierhaltung

Im Artikel bleibt unerwähnt, dass ein großer Teil der Verseuchung des Grundwassers durch große Massentierhaltungsbetriebe verursacht wird. Diese Branche hat sich durch hohe Subventionen in den letzten 15 Jahren verstärkt in Deutschland nieder gelassen. Wir sehen jetzt die Folgen.

#3 - 03.01.2017, 07:49 von ziehenimbein

Wie hoch ist sie denn?

50 mg ist wohl zuviel, aber wo genau liegen wir denn jetzt

#4 - 03.01.2017, 07:58 von -volver-

...

"Nitrat hilft Pflanzen beim Wachstum."
Das ist ja toll formuliert. Als ginge es hier um ein Zuckerl für die Planze.
dabei handelt es sich um einen Grundnährstoff.
Ohne düngung wird es nicht funktionieren. Das gilt für den Bio-Landwirt genauso, wie für den konventionell wirtschaftenden.

#5 - 03.01.2017, 08:10 von markus.w77

Biogasanlagen

Diese tragen einen Großteil der überdüngung bei, da sie anders als in der Viehhaltung nicht die Flächen nachweisen müssen, sondern nur die Grenzwerte im Boden nicht überschreiten dürfen. Oft werden die Flächen aber nur für 5 Jahre gepachtet. In dieser Zeit ändern sich die Werte im Grundwasser aber noch nicht, und es wird Gülle in extremer Menge mehrfach im Jahr ausgebracht.
Für den eigenen Profit haben viele Landwirte das nachhaltige Denken komplett aufgegeben. Egal ob in der Tierhaltung, Monokulturen oder Grundwasserbelastung.
Sehr traurig.

#6 - 03.01.2017, 08:11 von jung&jang

Gülleausbringen

ist eine Zumutung. Wenn ich mir vorstelle, das die Ausscheidungen von Tieren einfach in die Umwelt gekippt werden vergeht mir der Appetit am Gemüse usw.
Das gehört sofort verboten.
Gülle gehört in eine Gas/Kompost hieran läge oder ist wie Sondermüll zu behandeln.
Endlich das die Politik reagieren muss, bleibt nur abzuwarten wie die Lobbyheinis der Landwirte gute Ideen verwässern oder abwenden.

#7 - 03.01.2017, 08:12 von horstvonork

Da gibt es im niedersächsischen Schweinegürtel das bekannte Problem, dass Gülle hunderte Kilometer gefahren wird... und anderswo kommen Tausende Tonnen aus den Gärrestbehälter der Biogasanlagen. Der Mais für die nächste Saison muss ja auch wachsen...

#8 - 03.01.2017, 08:14 von fritz_64

Gülle Importe

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache das Gülle aus den Niederlanden eingeführt wird um sie auf den niedersächsischen Feldern aufzubringen da die Holländer ihre Bauern wegen dem Nitrat Problem reglementieren.

#9 - 03.01.2017, 08:16 von peter1111

der aktuelle Grenzwert liegt in Deutschland bei 50mg/l . in der EU jedoch nur bei 25mg/l.
umso interessanter wäre es zu wissen, wie viele Messstellen diesen überschreiten. Deutschland sollte schleunigst handeln und auch den Grenzwert senken.

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