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Zum Tod eines Ausnahmeforschers: Eine kurze Geschichte über Stephen Hawking

AFP Stephen Hawking gilt als einer der größten Astrophysiker der vergangenen Jahrzehnte - und er war der vielleicht letzte Popstar der Wissenschaft.
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#110 - 17.03.2018, 19:30 von geotie

Irgendwie habe ich das Gefühl, viele Foristen wünschen ihm R.I.P., aber dann schaut der Neid hervor. Selbst habe ich sein Buch nicht viel verstanden, wie die meisten halt auch, aber ich bewundere die Willenskraft bei solch einer Krankheit noch so viel Witz und Können aufzubringen. Für mich ist so ein Mensch ein Vorbild, da ich solche Eigenschaften in solch einer Situation bei mir vermissen werde. Schade, dass seine die Teile am Computer nun den Dienst eingestellt haben!

#111 - 19.03.2018, 16:56 von schwerpunkt

Zitat von Gerd Termathe
Mein lieber schwerpunkt, wissen Sie überhaupt, wovon Sie da reden? Beim GPS geht NUR um wohldefinierte Entfernungen, darauf beruht ja schließlich das GPS. a) Sie glauben doch nicht etwa, das man mit "je-nach-dem"-Entfernungsangaben mit Signalen aus 20000 km Höhe oder mehr seine Position metergenau bestimmen kann? b) Wenn Sie da auf den Begriff der Gleichzeitigkeit in verschiedenen Bezugssystemen hinauswollen: Beim GPS geht es um elektromagnetische Signale (x=ct). Mit Einsteins Lorentztransformation erhalten Sie dafür: x'=gamma(1-v/c)x und t'=gamma(1-v/c)t. Das heißt im Klartext, dass alles, was in dem einen Bezugssystem gleichzeitig ist, auch in dem anderen Bezugssystem gleichzeitig ist. Für wie blöd halten Sie mich eigentlich?
Zu Ihrer Frage:
Nur aufgrund dessen, was Sie posten, möchte ich dazu nicht allgemeingültig spekulieren, denn nur weil jemand Blödsinn postet muss er noch lange nicht blöd sein.
Sie haben sicher andere Talente.

zu a)
Doch kann man, da die SRT exakt ist.

zu b)
es geht nicht um die em-Signale, welche sich immer mit eben der Lichtgeschwindigkeit c ausbreiten. Es geht um die Geschwindigkeit der Satelliten und die liegen deutlich unterhalb von c.

#112 - 19.03.2018, 17:29 von hubert.taber

über hawking ist auch hier nachzulesen:

hawking wird zu unrecht angehimmelt.
er war weder genie noch extraordinär.
nur annahmen aus dem ärmel geschüttelt und mit falschen gleichungen "untermauert" wie es die theoretiker immer tun.

er behauptete z.b. dass kein gott für den "urknall" nötig ist
korrekt ist dass es nie einen "urknall" gab.

die urknall-theorie setzte der belgische landpfarrer und hobby-astronom georges le'maitre in die welt.
und die päpstliche akademie der wissenschaft sorgte mit vehemenz dafür dass diese dumme theorie zur "lehrmeinung" wurde.

übrigens formieren sich elementarteilchen immerwährend ohne jeden temperatur-begriff. (also bei 0 Kelvin).

auch bei hawking war kein genius erkennbar.

mfg. hubert taber

#113 - 20.03.2018, 14:26 von Gerd Termathe

Zitat von schwerpunkt
Zu Ihrer Frage: Nur aufgrund dessen, was Sie posten, möchte ich dazu nicht allgemeingültig spekulieren, denn nur weil jemand Blödsinn postet muss er noch lange nicht blöd sein. Sie haben sicher andere Talente. zu a) Doch kann man, da die SRT exakt ist. zu b) es geht nicht um die em-Signale, welche sich immer mit eben der Lichtgeschwindigkeit c ausbreiten. Es geht um die Geschwindigkeit der Satelliten und die liegen deutlich unterhalb von c.
Beim GPS geht es um den Abstand zwischen Satellit und Empfänger. Dieser Abstand ändert sich bei einer Umlaufzeit von 12 Stunden im Mittel um einen Erdradius in drei Stunden (Satellit am Horizont / im Zenit), also 6350km/3h, was umgerechnet mehr als 2000km/h bzw. knapp 600m/s entspricht. Während der Signallaufzeit (typ. 0.08s) ändert sich also der Abstand im Mittel um knapp 50 Meter, die "relativistischen Korrekturen" dagegen betragen zusammen nur etwa einen Zentimeter(!), wie ich ich einem meiner vorhergehenden Beiträge hier dargelegt habe.

Fangen Sie einfach mal mit Nachdenken und Nachrechnen an, bevor Sie behaupten, ich würde hier nur Blödsinn posten. Wenn es dazu überhaupt eines experimentellen Beweises bedarf, dann ist die Relativitätstheorie ganz eindeutig mit dem bestens funktionierenden GPS widerlegt.

#114 - 20.03.2018, 15:13 von hubert.taber

@ 113 Gerd Termathe:

sie haben völlig recht. hier ist der experimetelle beweis:
https://diepresse.com/home/science/dissertation/5193677/Die-Metamorphose-des-Stroms#kommentare

die SRT und ART basieren nur auf widerlegbarer scheinlogik.
und werden wie immer mit falschen gleichungen "untermauert".
auch die angeblichen beweise der RT sind nur scheinlogisch.

die meisten leser sehen im wikipedia nach und rezitieren das dort geschriebene. nur tragen dort auch weniger begabte ein.
wenn "erklärungen" im wikipedia stehen werden diese dadurch nicht wahrer.
auch dass die mehrheit nicht irren kann ist falsch.
die mehrheit irrt dann wenn diese dumm ist.

mfg. hubert taber

#115 - 20.03.2018, 22:48 von worlorn

Hawking ist in seiner Bedeutung klar überschätzt

Wer kennt sich denn schon in der Physik des 20. Jhrdts. bis heute aus? Doch fast niemand in der Öffentlichkeit, auch nicht in den Medien. Aber um Hawking beurteilen zu können, muss man sich auskennen, die Ideen, Entwicklungen und Zusammenhänge verstehen.

Hawking war eine Ikone der Physik und hat zweifelsohne seine Verdienste für ihre Popularisierung. Aber die Bedeutung eines Physikers misst sich nicht an seiner Popularität, sondern ausschließlich an den BEITRÄGEN, DIE ER ZUM FORTSCHRITT DER PHYSIK GELIEFERT HAT. Das muss man sich klarmachen. Groß ist ein Physiker zu nennen, der großen Fortschritt gebracht hat. Betrachtet man sich die großen Entwicklungen der letzten 50 Jahre, also der akademischen Wirkenszeit von Hawking, und fragt nach den wichtigen Beiträgen von ihm dazu, dann stellt man fest: FEHLANZEIGE, fast jedenfalls …

Mal eine kurze Aufzählung von wesentlichen Entwicklungen und bis heute offenen Fragen:

- Vollendung des SM der Teilchenphysik mit elektroschwacher Theorie, Quantenchromodynamik, Higgs-Mechanismus, Endlichkeitsbeweis der nicht-abelschen Eichtheorien
- Arbeiten an der neuen Physik, Stichworte: GUT, Supergravitation, Supersymmetrie, String-Theorie, Schleifenquantengravitation
- Arbeiten an der Quantengravitation, dem ganz großen Problem der theoretischen Physik seit Jahrzehnten
- Theorie der Inflationären Expansion
- Physik der höheren Dimensionen und dementsprechende neue kosmologische Modelle wie Branenwelten
- neue kosmologische Ansätze mit gequantelter Raumzeit (Qubits)
- Rätsel der riesigen Diskrepanz in der Vakuumenergie
- Rätsel der "Dunklen Energie" (beschleunigte Expansion)
- Rätsel der "Dunklen Materie" (Gravitationsanomalien)
- das Problem der Berechenbarkeit von Feynman-Diagrammen bei größerer Kopplungskonstante

Wo sind denn wichtige Beträge von Hawking dazu? Er hat seinen Senf zu allem Möglichen abgeben und sein Wort wurde auch geachtet. Auch mit den neuen Ansätzen hat er gearbeitet, aber nichts davon stammt von ihm selbst. Er hat auch keines der offenen Probleme gelöst, aber genau das ist es, was einen neuen Einstein ausmachen würde.

Was hat Hawking überhaupt gemacht? Für die Kärrnerarbeit war er sich wohl zu schade und hat i.W. mit seinem Lieblingsobjekt, dem SL herumgerechnet. Dabei hat er eine wichtige Erkenntnis gehabt, nämlich dass SLs verdampfen. Das ist der einzige gut gesicherte Effekt im Grenzbereich zwischen ART und QT, also was Gegenstand einer Quantengravitation wäre. Es ist auch der einzige wirklich bedeutende Beitrag, den ich von ihm kenne. Aber die Physik generell vorangebracht, die neuen Ansätze angestoßen, die Diskussionen bestimmt, das waren andere und ich könnte sie alle aufzählen.

In den letzten Jahren kam immer wirreres Zeugs von ihm. SLs soll es gar nicht geben oder seine Warnung vor Außerirdischen. Er wurde wohl senil, aber davor sind auch Physikprofessoren auf berühmten Lehrstühlen nicht gefeit.

#116 - 21.03.2018, 02:48 von worlorn

Zitat von Gerd Termathe
b) Wenn Sie da auf den Begriff der Gleichzeitigkeit in verschiedenen Bezugssystemen hinauswollen: Beim GPS geht es um elektromagnetische Signale (x=ct). Mit Einsteins Lorentztransformation erhalten Sie dafür: x'=gamma(1-v/c)x und t'=gamma(1-v/c)t. Das heißt im Klartext, dass alles, was in dem einen Bezugssystem gleichzeitig ist, auch in dem anderen Bezugssystem gleichzeitig ist.
Manche Leute lesen sich was über die SRT an, aber verstanden haben sie kaum was. Sie scheinen dazu zu gehören. Die komplette SRT folgt nämlich logisch zwingend aus der LG-Invarianz (genauer gesagt aus dem Relativitätsprinzip).

Natürlich gilt die Relativität der Uhrensynchronisation, was vulgo auch Relativität der Gleichzeitigkeit genannt wird. Sie haben die Formel für die Zeitdilatation hingeschrieben. Bewegte Uhren laufen langsamer. Das hat aber nichts mit der Relativität der Gleichzeitigkeit zu tun. Da geht es um Uhrenstände zu einem bestimmten Zeitpunkt, also einer Momentaufnahme, kein Zeitintervall.

Betrachten wir die Uhren eines anderen Intertialsystems von einem bestimmten Punkt zu einer bestimmten Zeit des eigenen Systems aus. Obwohl die Uhren in ihrem System (wo sie ruhen) exakt synchronisiert sind, zeigen sie alle unterschiedliche Zeiten an und zwar stromabwärts immer größere Zeiten, stromaufwärts immer kleinere Zeiten. Keine zwei Uhren zeigen die gleiche Zeit. Sie laufen zwar alle gleich schnell, sind aber nicht synchronisiert. Dass es so ist, lässt sich ganz einfach zeigen. Auf Wunsch beschreibe ich es Ihnen gerne, aber Sie können es auch selbst ableiten. Ein Tipp dazu: An den Enden einer Strecke sind Uhren und Lichtquellen, in der Mitte ein Detektor, alles in Ruhe zueinander. Gleichzeitig werden Lichtsignale die Strecke entlang geschickt und treffen natürlich zugleich beim Detektor ein. Von einem anderen Intertialsystem aus betrachtet, ist die Anordnung in Bewegung. Wie sieht der Prozess in diesem System aus, unter der Annahme der LG-Invarianz? Was ergibt sich zwingend über den Stand der Uhren zum Zeitpunkt des Eintreffens beim Detektor? Denken Sie mal darüber nach.

#117 - 21.03.2018, 02:58 von worlorn

Leider treten in solchen Threads immer Leute auf, die nichts verstehen von Physik, aber alles ganz genau und besser wissen wollen. Sie scheinen einer davon zu sein.

Die dem Urknallmodell zugrundeliegende Theorie der Expansion war zunächst eine zwar korrekte, aber halt nur theoretische Folgerung aus der ART. Einsteins hat die Korrektheit widerwillig zugegeben, nachdem Lemaitre ihn festnagelte. Das lief ziemlich witzig ab. Lemaitre sprang in das abfahrende Taxi, in dem Einstein saß und zeigte ihm seine Sachen. Dem konnte er dann nicht ausweichen.

Das Ganze wäre rein theoretisch geblieben, wenn nicht Befunde dafür aufgetaucht wären. Der erste war die Entdeckung der Rotverschiebung des Lichts entfernter Galaxien durch Hubble, was auf darauf hindeutet, dass sie sich von uns entfernen und zwar umso schneller, je weiter entfernt sie sind. In der Rückrechnung kommt man dann zwangsläufig zu einem kleineren All und in der Extrapolation zum Urknall (genauer gesagt zu einem Zustand, wo das All winzig und von einem extrem heißen Gas erfüllt war). In den 60er Jahren fand man dann die Hintergrundstrahlung. Auf Basis der Urknalltheorie war sie bereits vorausgesagt worden (von Leo Szilard) und zwar ziemlich genau mit dem gemessenen Temperaturwert. Geradezu zwingend war dann die sog. Urknall-Nukleosynthese. Einige der leichtesten Atomkerne stammen demgemäß i.W. aus dem Urknall (Deuterium, Helium-3, Helium-4, Lithium-7). Die Entstehungsprozesse dieser Kerne kennt man sehr präzise aus der Kernphysik und kann ihre relativen Häufigkeiten berechnen. Vergleicht man diese mit den heute gemessenen Häufigkeiten im All, ergibt sich was Sensationelles: Es gibt einen Bereich sehr hoher Protonen/Neutronen-Dichte (also in der Nähe des Urknalls) in dem die berechneten Werte mit den gemessenen innerhalb der Messungenauigkeiten übereinstimmen und das über 9 (!!!) Zehnerpotenzen hinweg. Zufall kann das nicht mehr sein. Eine Theorie, die auf ein milliardenstel genau passt, der kann man Glauben schenken. Ein weiterer überzeugender Befund ist, dass das Spektrum der Hintergrundstrahlung exakt dem eines Schwarzen Strahlers entspricht.

Das alles lässt heute keinen Zweifel mehr zu: Das All hat sich aus einem sehr kleinen, extrem heißen Zustand heraus entwickelt. Den Anfang, also den Urknall selbst, kennt man nicht. Wir haben nicht mal eine voll entwickelte, etablierte Theorie dazu, wäre ja die Quantengravitation. Es kann auch sein, dass es kein Urknall war, sondern ein Rückprall bei einer minimalen Größe. So wäre es gemäß der LQG.

Diese Dinge werden Ihnen nichts sagen, nehme ich mal an. Was für eine Ahnung haben Sie denn von Physik? Ist Ihnen nicht klar, dass es die höchstentwickelte, genaueste, am besten bestätigte Naturwissenschaft ist? Aber betreiben Sie ruhig weiter Ihre Privatphysik, viel Spaß dabei ;)

Was Hawking sagte, ist natürlich Quatsch. Das ist Naturwissenschaft und da hat "Gott" sowieso nichts zu suchen. Abgesehen davon ist das ganze religiöse Zeugs anachronistisch und gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.

#118 - 21.03.2018, 12:58 von Gerd Termathe

Logisch zwingend / mathematisch falsch

Zitat von worlorn
Manche Leute lesen sich was über die SRT an, aber verstanden haben sie kaum was. Sie scheinen dazu zu gehören. Die komplette SRT folgt nämlich logisch zwingend aus der LG-Invarianz (genauer gesagt aus dem Relativitätsprinzip).
In der Herleitung der Speziellen Relativitätstheorie (SRT) geht es um den Abstand (x') zweier sich auf einer Geraden bewegender Objekte, nämlich einer Lichtfront mit der Geschwindigkeit c (am Ort x=ct) und einem weiteren Objekt mit der Geschwindigkeit v (am Ort vt), die zudem im gewählten Bezugssystem beide zum Zeitpunkt t=0 den Ursprung passieren.
Das Ergebnis ist nach den Rechenregeln der elementaren Mathematik (d.h. die, nach der 1+1 gleich 2 ist) bekannt, es lautet:
x' = ct-vt = (1-v/c)ct = (1-v/c)x,
bzw. nach x aufgelöst,
x = x'/(1-v/c).

Unter der Annahme (!) der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit (Relativitätsprinzip) müsste jedoch "logisch zwingend", wie Einstein richtig erkennt, aus Symmetriegründen für den Abstand folgender Ansatz gültig sein:
x' = gamma(1-v/c)x und
x = gamma(1+v/c)x',
woraus dann das Ergebnis, Lorentzfaktor oder auch "relativistische Wurzel" genannt,
gamma = 1/Wurzel(1-v^2/c^2)
folgt.

Man braucht keine verschiedenen Bezugssysteme oder Koordinatentransformationen, um zu erkennen, dass bereits der Ansatz im Widerspruch zum bereits bekannten Ergebnis der elementaren Mathematik (s.o.) steht und damit, wie auch der noch folgende Rest der SRT, falsch ist.

Sehen Sie dazu auch meine kleine Satire (!)
"Die Spezielle Prozentualitätstheorie (gemeinverständlich)"
(https://c.1und1.de/@519542296413215474/HnCi7MVzTR2DIerC0TZV5g),
die die Prozentrechnung bei konstantem Prozentsatz p symmetrisch macht.

Ich habe die SRT sehr wohl verstanden.

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