16.06.2019

CDU-Vorsitz: Das sind die möglichen Merkel-Nachfolger

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AFP

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer würde nach einem Ende der Ära Merkel wohl am ehesten so etwas wie Kontinuität verkörpern. Die frühere Ministerpräsidentin des Saarlands pflegt einen pragmatischen Politikstil, der dem Merkels ähnelt. Sie gilt als Lieblingskandidatin der Kanzlerin.

Allerdings deuten Kramp-Karrenbauers jüngste Aussagen darauf hin, dass sie vorsichtig auf Abstand zu Merkel geht. Nach den Verlusten der Union in Hessen kritisierte Kramp-Karrenbauer die Große Koalition im Bund. Diese müsse „besser werden“.

Kurz vor der Wahl forderte Kramp-Karrenbauer die eigene Partei zudem auf, sich vom Flüchtlingsthema zu emanzipieren. Nach vielen Gesprächen an der Basis sei klar, "das Flüchtlingsthema spielt noch eine Rolle, aber es war bei Weitem nicht die Nummer eins, nirgendwo". Der Flüchtlingsstreit habe für die Union ähnliche Auswirkungen wie Gerhard Schröders Agenda 2010 für die SPD. Schröders Reformpolitik stürzte die Sozialdemokraten damals in eine Identitätskrise, die bis heute nachwirkt.

Im Rennen um den Parteivorsitz spricht zumindest ein Umstand für Kramp-Karrenbauer: Als Generalsekretärin sitzt sie an einer wichtigen Schaltstelle in der Partei.