19.06.2019

Die Kandidaten: So haben sie sich bislang geschlagen

< 1/3 >
Getty Images

Annegret Kramp-Karrenbauer: Neulich wollte Kramp-Karrenbauer, 56, nur noch eins, wie ein Reporter der "Süddeutschen Zeitung" berichtete: ein Fußbad. Aus Idar-Oberstein ließ sie sich dafür von ihrem Ehemann ins nicht weit entfernte heimische Püttlingen im Saarland chauffieren. Selbst eine wie Kramp-Karrenbauer, die hohes politisches Tempo gewohnt ist, schlaucht dieser Wahlkampf. Dabei läuft es für AKK, wie sie von ihren Fans genannt wird, ziemlich gut. Der Zwiespalt, als Merkel-Vertraute die nach wie vor zahlreichen Anhänger der Kanzlerin zu halten und gleichzeitig als eigenständige politische Figur zu erscheinen, scheint ihr bislang zu gelingen. In der Sicherheitspolitik präsentiert sich die langjährige saarländische Innenministerin mit markigen Forderungen wie dem Verbot der Wiedereinreise von straffälligen abgeschobenen Flüchtlingen, sie plädiert beim Thema Migrationspakt für eine offene Debatte – verteidigt das geplante Abkommen aber gleichzeitig inhaltlich. Dass Kramp-Karrenbauer weiterhin Skepsis gegenüber der Ehe für alle äußert, dürfte beim konservativen CDU-Teil auch gut ankommen. Immer wenn es ums Detail geht, ist sie den Mitbewerbern überlegen.