08.12.2019

Stammbaum-Schwindel: Doch kein Mann aus der Morgenröte

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Corbis

Falscher Affenmensch: 1908 entdeckte der Hobbyarchäologe Charles Dawson ein menschlich wirkendes Schädeldach und 1912 ein eher affenähnliches Kieferfragment in der Nähe des Dörfchens Piltdown in der Grafschaft Sussex.

Die beiden Funde in einem Kiesbett schienen von Farbe und Struktur perfekt zueinander zu passen und galten als Weltsensation: Endlich war das lange gesuchte Verbindungsglied in der Entwicklung vom Affen zum Menschen entdeckt worden. Der "Piltdown-Mensch" wurde zum Star der Paläontologie - bis der Fund 41 Jahre später mit neuen Methoden der Altersbestimmung als Fälschung überführt wurde.

Die hier abgebildete Rekonstruktion stammt von dem britischen Paläontologen Arthur Smith Woodward, der den Schädel 1912 der begeisterten Fachwelt als Sensation präsentiert hatte. Die braunen Flächen stellen die gefundenen Fragmente dar.