Frentz Mutter in ihrer zerstörten Wohnung: Bei einem Besuch in Stuttgart im Herbst 1943 machte Walter Frentz kurz nach einem Bombenangriff mehrere Aufnahmen der beschädigten Wohnung seiner Eltern (hier im Bild seine Mutter). Es sind sehr persönliche Fotos, die echte Betroffenheit erahnen lassen - eine Empathie, die seinen Aufnahmen aus dem KZ "Mittelwerk" oder aus den besetzten Ostgebieten, wo er Zeuge eines Massakers wurde, fehlt. Ende 1944/Anfang 1945 wurde die Dokumentation der Zerstörungen in deutschen Städten dann eines seiner beherrschenden Sujets - viel anderes war ohnehin nicht mehr zu fotografieren.