Schrift:
Ansicht Home:
Gesundheit

Ultraschalluntersuchung

Ergänzt Röntgen-Mammografie

In Deutschland erkrankt etwa jede zehnte Frau an Brustkrebs. Was können Ultraschall, Röntgen-Mammografie und Brust-MRT zur Früherkennung beitragen?

DPA

Brustuntersuchung mit einem Ultraschallgerät (Archivbild)

Von
Donnerstag, 09.03.2017   15:20 Uhr

Ultraschall kommt mit dichtem Brustgewebe gut klar. "Eine sehr fettreiche Brust oder eine übergroße Brust können dagegen für den Brust-Ultraschall schwierig zu beurteilen sein", sagt Jens-Uwe Blohmer von der Charité Berlin. Bei dichtem Brustgewebe ist es deshalb immer ratsam, die Röntgen-Mammografie und den Brust-Ultraschall als sich ergänzende Verfahren zu kombinieren.

Der Ultraschall sieht solide Tumore und kann sie von flüssigkeitsgefüllten Zysten unterscheiden. DCIS ist nicht zuverlässig feststellbar. Falsch-positive Befunde, bei denen fälschlicherweise ein Tumor gesehen wird, wo keiner ist, sind beim Brust-Ultraschall keine Seltenheit. Die Leitlinien zum Mammakarzinom (2012) sowie zur Früherkennung von Brustkrebs (2008) empfehlen den Brust-Ultraschall insbesondere bei dichtem Brustgewebe als ergänzende Maßnahme zur Mammografie. Die Kosten werden von den Krankenkassen nur übernommen, wenn eine Auffälligkeit vorliegt. Sprechen Sie bei dichtem Brustgewebe mit Ihrem Gynäkologen.

Verwandte Artikel

Mehr im Internet

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP