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Gesundheit

Brust-MRT

Entdeckt gefährliche DCIS und invasive Karzinome

In Deutschland erkrankt etwa jede zehnte Frau an Brustkrebs. Was können Ultraschall, Röntgen-Mammografie und Brust-MRT zur Früherkennung beitragen?

DPA

Magnetresonanztomografie (MRT, Archivbild)

Donnerstag, 09.03.2017   15:30 Uhr

Für die Leistungsfähigkeit des Brust-MRT spielt die Dichte des Drüsengewebes keine Rolle. Aber es muss ein Kontrastmittel injiziert werden, das sich dann in den Blutgefäßen - insbesondere auch schnell wachsender - bösartiger Tumore anreichert und sie sichtbar macht.

DCIS-, insbesondere auch Hochrisiko-DCIS-, invasive Karzinome und schnell wachsende Karzinome werden mit einem MRT "zuverlässig erkannt", sagt Kuhl. Deshalb würden bei Frauen, die eine MRT zur Früherkennung erhalten, kaum noch Intervallkarzinome mehr auftreten. Ein Nachteil ist jedoch, dass auch gutartige Veränderungen Kontrastmittel aufnehmen. Das kann zu unnötigen Biopsien führen.

Ein weiteres Risiko: Gadolinium-haltige Kontrastmittel können manchmal allergische Reaktionen verursachen. Nicht bei allen, aber bei einigen Kontrastmitteln kann sich das darin enthaltene Metall Gadolinium zudem von seiner Trägersubstanz ablösen und dann über die Blutbahn bis in das Gehirn gelangen. Eine schädliche Wirkung ist allerdings noch nicht nachgewiesen.

Trotz allem halten die Radiologen Wiesinger und Kuhl die Brust-MRT für die beste Methode zur Früherkennung. Sie biete selbst Frauen mit normalem Brustkrebsrisiko im Vergleich zur Röntgen-Mammografie eine fast verdreifachte Empfindlichkeit, sagt Kuhl.

Für ein Massenscreening eignet sich das MRT trotz seiner Vorzüge jedoch derzeit nicht. Das liegt zum einen an den aktuell immer noch vergleichsweise hohen Kosten von 400 bis 800 Euro. Diese werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur bei einem hohen familiären Tumorrisiko übernommen (bei GKV vorab nachfragen, bei dichtem Brustgewebe bei der Kasse anfragen). Zum anderen aber mangelt es auch an Radiologen, die genug Erfahrung haben, um eine Brust-MRT beurteilen zu können.

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