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E-Zigaretten - dritter Toter in den USA bestätigt

Die US-Gesundheitsbehörde bringt mindestens drei Todesfälle in Zusammenhang mit der Benutzung von E-Zigaretten. Ein vierter Fall wird momentan noch geprüft.

Robert F. Bukaty / AP

Die E-Zigarette steht im Verdacht, bisher unbekannte Lungenerkrankungen zu verursachen

Freitag, 06.09.2019   21:58 Uhr

Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Konsum von E-Zigaretten stehen sollen, ist in den USA auf mindestens drei gestiegen. Ein vierter Tod wird noch geprüft. "Wir wissen von drei Toten und einem Fall, der untersucht wird," sagte Dana Meaney-Delman von der US-Gesundheitsbehörde CDC. Insgesamt seien den Behörden mittlerweile 450 mögliche Erkrankungen in mehr als 30 Bundesstaaten gemeldet worden.

In den USA hatten sich die Meldungen ungeklärter Lungenerkrankungen, die nach dem Konsum von E-Zigaretten auftreten, in den vergangenen Wochen gehäuft. Die Symptome reichten von Atembeschwerden, Atemnot und Brustschmerzen bis hin zu Fällen von Magen-Darm-Erkrankungen mit Erbrechen und Durchfall. Viele der Betroffenen hatten sogenannte Liquids - Flüssigkeiten, die verdampft werden - mit dem psychoaktiven Cannabis-Wirkstoff THC konsumiert.

Lesen Sie hier mehr über die Gefahr der E-Zigarette

Die "Washington Post" hatte am Donnerstag von einer Spur zu einem möglicherweise verantwortlichen Stoff berichtet. Dieser komme in verschiedenen Marken und in mehreren der Liquids vor. Es handele sich um sogenanntes Vitamin-E-Azetat, das die Ermittler in Proben von Cannabisprodukten gefunden hätten, die die Erkrankten zuvor geraucht hatten.

Vitamin E kommt natürlicherweise in verschiedenen Nahrungsmitteln wie Ölen oder Nüssen vor. Wie die "Washington Post" berichtete, kann der Stoff wegen seiner molekularen Struktur beim Einatmen gefährlich werden. In Deutschland dürfen Liquids für E-Zigaretten generell keine Vitamine zugefügt werden. Auch THC-haltige Liquids dürfen hierzulande nicht verkauft werden.

yer/dpa

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