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Gesundheit

USA

Mehr als 30 Todesfälle durch E-Zigaretten

In den USA haben mittlerweile fast 1500 Menschen mysteriöse Lungenprobleme durch E-Zigaretten entwickelt, auch die Zahl der Todesfälle steigt. Für Deutschland warnen Behörden nur vor selbst gemischten Liquids.

boonchai wedmakawand/ Getty Images

Mann füllt Liquid in eine E-Zigarette

Freitag, 18.10.2019   15:09 Uhr

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit E-Zigaretten ist in den USA weiter angestiegen. Bis zum Dienstag seien 33 Menschen in 24 US-Staaten gestorben, nachdem sie elektronische Zigaretten genutzt hatten, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit.

Die Toten wurden durchschnittlich 44 Jahre alt, der jüngste 17, der älteste 75, meldete die US-Gesundheitsbehörde. Zudem gebe es knapp 1500 bestätigte Erkrankungen fast im gesamten Land. Eine Woche zuvor hatte die Zahl der Todesfälle noch bei 26 gelegen, die der Erkrankungen bei knapp 1300.

In Deutschland drohen Nutzern von E-Zigaretten nach einer aktuellen Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) keine erhöhten Risiken - vorausgesetzt, sie kaufen Produkte, die europäischen und deutschen Regelungen entsprechen. "Dampfer" sollten dennoch auf Symptome wie Atembeschwerden oder Schmerzen im Brustbereich achten, rät BfR-Präsident Andreas Hensel. "Besonders nach einem Produktwechsel."

Außerdem warnt die Behörde davor, Liquids selbst herzustellen. Ohne ausreichende Kenntnis bestehe beim Selbstmischen die Gefahr, dass Stoffe wie Öle verwendet würden, so das BfR. Dies könnten beim Inhalieren zu schweren Atemwegserkrankungen führen. Bei Meldungen an deutsche Giftinformationszentren waren demnach bisher häufig selbst gemischte E-Liquids die Ursache von Gesundheitsproblemen.

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In den USA wurden innerhalb kurzer Zeit Hunderte schwere Lungenerkrankungen mit Atemnot, Husten und Brustschmerzen gemeldet, die nach dem Dampfen von E-Zigaretten aufgetreten sind. Zum Teil kommen auch Magen-Darm-Probleme wie Übelkeit, Durchfall oder Fieber hinzu. Bei manchen Betroffenen verschlechterten sich die Beschwerden innerhalb von Tagen und Wochen so stark, dass sie künstlich beatmet werden müssen.

Bevor die Behörden die Erkrankungen den E-Zigaretten zurechnen, schließen sie unter anderem aus, dass die Betroffenen unter einer Infektion leiden oder es eine kardiologische oder rheumatische Ursache gibt.

Noch ist unklar, was zu den Erkrankungen führt. Hinweise sprechen dafür, dass Produkte mit THC - dem Hauptwirkstoff von Cannabis - bei den Erkrankungen und Todesfällen eine Rolle spielen könnten. Bei den bereits untersuchten Krankheitsfällen hat ein Großteil der Patienten angegeben, Produkte mit THC-Gehalt konsumiert zu haben.

Die Beschwerden scheinen sich fast ausschließlich auf Benutzer in den USA zu beschränken - in Kanada wurden vereinzelte Fälle gemeldet. In Deutschland und europaweit ist bislang kein ähnlicher Anstieg von Lungenschädigungen bekannt. Hier werden Liquds jedoch auch strenger reguliert.

irb/dpa

insgesamt 4 Beiträge
vitalik 20.10.2019
1.
In Russland säuft man Frostschutzmittel, in Deutschland raucht man die JingLings und in den USA eben Liquids mit unbekannten Inhaltsstoffen. Menschen überall auf der Welt legen es darauf an sich selbst zu schädigen.
In Russland säuft man Frostschutzmittel, in Deutschland raucht man die JingLings und in den USA eben Liquids mit unbekannten Inhaltsstoffen. Menschen überall auf der Welt legen es darauf an sich selbst zu schädigen.
Zucchi_Magico 21.10.2019
2. Ich verstehe es nicht
Ich habe noch nie verstanden und werde es auch nie verstehen, wie man glauben kann, man könne Drogenabhängigkeit, und was anderes ist Rauchen nicht, durch konsumieren der gleichen Droge in einer anderen Form bekämpfen. Das ist [...]
Ich habe noch nie verstanden und werde es auch nie verstehen, wie man glauben kann, man könne Drogenabhängigkeit, und was anderes ist Rauchen nicht, durch konsumieren der gleichen Droge in einer anderen Form bekämpfen. Das ist doch total hirnrissiger Krampf! Wenn man mit dem Rauchen aufhören will, muss man es einfach tun. Keine Zigaretten mitnehmen, standfest bleiben und gut. Vielleicht einen Kaffee trinken, wenn es ganz schlimm wird mit der Nervosität. Das dauert ein halbes Jahr, bis der Körper entwöhnt ist, aber da muss man durch. Es lohnt sich auch, weil Dreck einatmen alles andere als Genuss ist.
cvapour 21.10.2019
3. E-Zigaretten Retten Leben
Fakt ist: E-Zigaretten sind weitaus weniger schädlich als zu Rauchen. Sie dienen der Tabakschadensminimierung. Grundsätzlich sollten niemals Stoffe in die Liquids gemischt werden, welche nicht für das E-Dampfen geeignet ist. [...]
Fakt ist: E-Zigaretten sind weitaus weniger schädlich als zu Rauchen. Sie dienen der Tabakschadensminimierung. Grundsätzlich sollten niemals Stoffe in die Liquids gemischt werden, welche nicht für das E-Dampfen geeignet ist. Solange die Dampfer in Deutschland ihre Liquids und Zutaten zum selbermischen im Fachhandel kaufen, kann nichts schief gehen. Weitere Infos unter: http://ezigarettensindnichtschuld.de Das schlimmste was man machen kann ist, wenn man den Umstieg auf das Dampfen geschafft und somit rauchfrei ist, wieder anfangen zu Rauchen.
MarieAn 30.10.2019
4. Damfen vs. rauchen
Und wie viele Leute sind durch rauchen gestorben? Jeder ist für seine Gesundheit verantwortlich und ich kann E-Zigaretten nur empfehlen. Ich stinke nicht wie Aschenbecher bin seht zufrieden mit meine E-Zigarette Smoktech. [...]
Und wie viele Leute sind durch rauchen gestorben? Jeder ist für seine Gesundheit verantwortlich und ich kann E-Zigaretten nur empfehlen. Ich stinke nicht wie Aschenbecher bin seht zufrieden mit meine E-Zigarette Smoktech. https://www.vaprio.de/produkt-smok-x-force-aio-starter-kit.html.

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