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Gesundheit

E-Zigaretten in den USA

Zahl der Lungenerkrankungen steigt auf rund 2000

In den USA steigt die Zahl der vermutlich durch E-Zigaretten erkrankten Menschen. Inzwischen leiden mehr als 2000 Konsumenten an einer entsprechenden Lungenkrankheit. Dutzende sind bereits gestorben.

Lisa Ducret/dpa

Ein Mann raucht eine E-Zigarette: Die Wirkstoffe in den USA sind nicht so streng reguliert wie in Deutschland (Symbolbild)

Freitag, 08.11.2019   11:37 Uhr

Die Zahl der Krankheitsfälle, die mit dem Konsum von E-Zigaretten in Verbindung gebracht werden, ist in den USA weiter angestiegen. Wie die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC mitteilte, seien nun 2051 Menschen von der Lungenkrankheit betroffen. Die Zahl der Todesfälle stieg demnach auf 39 an.

Vor einer Woche hatte die CDC noch von 37 Toten und 1888 Kranken berichtet. Die Ursache für die Lungenschäden ist laut CDC noch immer nicht geklärt. Zuletzt hatte es Hinweise gegeben, dass THC-Produkte eine Rolle spielen könnten. THC (Tetrahydrocannabinol) steckt in Cannabis und ist hauptsächlich für die berauschende Wirkung der Droge verantwortlich.

Rund 70 Prozent der Patienten sind den Angaben zufolge männlich, und das Durchschnittsalter der Erkrankten liegt bei 24 Jahren. Die CDC empfiehlt, keine E-Zigaretten von Straßenhändlern zu kaufen - erst recht nicht, wenn sie THC enthalten. Weiterhin wird Nutzern empfohlen, den Liquids keine Substanzen beizumengen, die nicht vom Hersteller vorgesehen sind.

Juul nimmt Minz-Aroma vom Markt

Europaweit ist bislang kein ähnlicher Anstieg von Lungenschädigungen bekannt. Die Beschwerden scheinen sich weiterhin auf Nutzer in Nordamerika zu beschränken.

In Deutschland sind Inhaltsstoffe für E-Zigaretten deutlich strenger reguliert als in den USA. Hier schreibt das Tabakerzeugnisgesetz vor, dass "bei der Herstellung der zu verdampfenden Flüssigkeit außer Nikotin nur Inhaltsstoffe verwendet werden, die in erhitzter und nicht erhitzter Form kein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen."

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Der umstrittene Hersteller Juul Labs hatte bereits im Oktober den Verkauf aromatisierter E-Zigaretten mit Fruchtgeschmack in den USA gestoppt. Nun gab Juul bekannt, auch die Kartuschen mit Minzgeschmack vom Markt zu nehmen.

Juul war vor allem wegen der offensiven Social-Media-Vermarktung seiner Produkte an jüngere Zielgruppen in die Kritik geraten. Ein Gericht hatte dem E-Zigaretten-Hersteller zuletzt verboten, neue Kartuschen auszuliefern, da auf ihnen das Elektroschrott-Symbol fehlte.

Präsident Donald Trump hatte bereits angekündigt, den Verkauf von aromatisierten Liquids in den USA zu verbieten, und die Nutzung von E-Zigaretten als "großes Problem" bezeichnet. Vor allem der zunehmende Konsum von Minderjährigen soll dadurch eingedämmt werden. Als erster US-Bundesstaat hatte Massachusetts im September den Verkauf von E-Zigaretten verboten.

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In Deutschland probieren immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene E-Zigaretten, wie eine Umfrage im Auftrag des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) ergab. Zwischen 2014 und 2018 habe sich der Anteil der 16- bis 29-Jährigen, die jemals an einem Verdampfer gezogen hätten, von 11 auf 20 Prozent fast verdoppelt.

Traditionelles Zigarettenrauchen ist aktuellen Studien zufolge immer noch schädlicher als der Konsum von E-Zigaretten. Tabakrauchen wirkt sich beispielsweise schädlich auf das Herz-Kreislauf-System aus. Viele Raucher haben daher auf E-Zigaretten oder eine Kombination aus beidem umgestellt, was das Risiko für Folgeerkrankungen dem heutigen Kenntnisstand zufolge deutlich reduziert. Allerdings gibt es auch viele Neueinsteiger (Warum E-Zigaretten, zumindest in Deutschland, das kleinere Übel sind, lesen Sie in diesem Kommentar).

kry/dpa

insgesamt 39 Beiträge
temp1 08.11.2019
1. Schäden für das Herz-Kreislauf-System werden auch von Verdampfern erwa
Schäden für das Herz-Kreislauf-System werden auch von Verdampfern erwartet - aufgrund des Feinstaubgehaltes, kam vor wenigen Tagen in einem Bericht im Spiegel. Insofern ist das kein Vorteil gegenüber den Zigaretten. Der [...]
Schäden für das Herz-Kreislauf-System werden auch von Verdampfern erwartet - aufgrund des Feinstaubgehaltes, kam vor wenigen Tagen in einem Bericht im Spiegel. Insofern ist das kein Vorteil gegenüber den Zigaretten. Der Unterschied wird in der Krebswahrscheinlichkeit erwartet, wenngleich das aufgrund der kurzen Zeit nicht mit Studien untermauert werden kann.
Bodenseeher 08.11.2019
2. In den USA
steigt die Zahl der vermutlich durch THC-haltige oder Liquids mit selbst beigemischten Substanzen Erkrankter, die diese mit E-Zigaretten konsumiert haben. (!) - Der umstrittene Hersteller Juul Labs, der sich mit seinen Produkten [...]
steigt die Zahl der vermutlich durch THC-haltige oder Liquids mit selbst beigemischten Substanzen Erkrankter, die diese mit E-Zigaretten konsumiert haben. (!) - Der umstrittene Hersteller Juul Labs, der sich mit seinen Produkten gezielt an Jugendliche gerichtet und besonders hohe Mengen an Nikotin seinen Liquids beigemischt hat, um so gezielt Jugendliche in die Abhängigkeit zu treiben hat bereits im Oktober... usw - die in den USA, unter dem Sammelbegriff "E-Zigaretten" zusammengefassten Produkte, haben mit den in Deutschland verkauften, insbesondere den sogenannten "Verdampfern", wenig gemein. Weitere Informationen zu den fraglichen in den USA verkauften Produkten, also THC-haltige Liquids oder den von Straßenhändlern verkauften sogenannten E-Zigaretten, liegen uns nicht vor. —- Ansonsten kann ich den Artikel so akzeptieren.
peterpicasso 08.11.2019
3. Fehlende Langzeitstudien
Wie kann man schreiben, dass E-Zigarette das kleinere Übel sei? Es gibt keinerlei Langzeitstudien darüber, was das dauerhafte Rauchen von Propoglenglykol im Körper anrichtet. So gesehen ist das E - Rauchen aus unserem heutigen [...]
Wie kann man schreiben, dass E-Zigarette das kleinere Übel sei? Es gibt keinerlei Langzeitstudien darüber, was das dauerhafte Rauchen von Propoglenglykol im Körper anrichtet. So gesehen ist das E - Rauchen aus unserem heutigen Blickpunkt betrachtet ein riesiger Menschenversuch. Ist also nun das E- Rauchen immer noch das kleinere Übel? Die Antwort bleibt abzuwarten....
berno_h 08.11.2019
4. @ temp1
feinstaub? was soll denn aus einem verdampfer feinstauben? etwa das ewige gerücht, e-zigaretten sind nur unwesentlich weniger gefährlich als normale "pyros". wer den starken rauchern mal auf die gilben finger schaut, [...]
feinstaub? was soll denn aus einem verdampfer feinstauben? etwa das ewige gerücht, e-zigaretten sind nur unwesentlich weniger gefährlich als normale "pyros". wer den starken rauchern mal auf die gilben finger schaut, kann sich vorstellen, wie dreckig es seiner lunge im vergleich zu der eines dampfers gehen muss. ich wickle meine coils selber und ich mische mir das liquid selber. und als chemielaborant habe ich bei der nutzung meiner dampfen keinerlei bedenken. und durchatmen kann ich endlich auch wieder.
moo44 08.11.2019
5. Irreführender Artikel
Der Artikel ist sachlich falsch. Es geht nicht um das Cannabis an sich, sondern um ein Pflanzenschutzmittel, das beim Anbau von Cannabis verwendet wird. Wenn das erhitzt wird, entstehen Zyanidverbindungen, die dann die Lungen und [...]
Der Artikel ist sachlich falsch. Es geht nicht um das Cannabis an sich, sondern um ein Pflanzenschutzmittel, das beim Anbau von Cannabis verwendet wird. Wenn das erhitzt wird, entstehen Zyanidverbindungen, die dann die Lungen und andere Organe schädigen.
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