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Gesundheit
Freitag, 28.06.2019   10:43 Uhr

Herausforderungen für den Alltag

Ist das neu?

Wer aus Gewohnheiten ausbricht, fordert die grauen Zellen heraus. Hier kommen ein paar Ideen für neue Herausforderungen in Job und Freizeit.

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SPIEGEL WISSEN hat ein zehnwöchiges Gedächtnis-Coaching entwickelt, mit dem Sie Ihre Merkfähigkeit im Alltag verbessern können. Dies ist der siebte Teil. Die anderen Teile finden Sie in den folgenden Wochen hier.

Luis Alvarez/ Getty Images

Eine Fremdsprache lernen. Neue Aufgaben im Job annehmen. Reisen an Orte planen, an denen man noch nie war. Gedächtnisforscher, Alzheimerexperten und Kognitionspsychologen wie Hans Markowitsch sind sich einig, dass es den grauen Zellen eines Menschen guttut, wenn er sich selber immer wieder fordert und mit neuem Stoff und neuen geistigen Herausforderungen konfrontiert.

Animation: Wie das Hirn uns täuscht

Foto: DER SPIEGEL

In dieser Woche geht es deshalb um ein paar ganz grundsätzliche Überlegungen zu Ihrer Art, sich durch Ihren Alltag zu bewegen. Bevor wir mit den eigentlichen Aufgaben beginnen, beantworten Sie folgende Fragen (im Kopf oder mit Hilfe schriftlicher Notizen):

Diese Fragen helfen bei einer kritischen Bestandsaufnahme. Wenn Sie diese ehrlich beantworten, können Sie besser einschätzen, ob Sie in Ihrem Alltag immer wieder Neues lernen oder sich zu wenig herausfordern. Falls Sie eher einen Routinealltag leben, kann es sich lohnen, generell nach neuen geistigen Aufgaben zu suchen.

Die Übungen dieser Woche beziehen sich deshalb alle darauf, sich im Alltag auf Neues einzulassen oder mehr zu lernen. Sie haben wieder zwei Alternativen: Suchen Sie sich die Aufgabe aus, die Ihnen als ein einfacher Einstieg erscheint - und Spaß macht.

Im Beruf: Wer seinen Job schon ein paar Jahre oder sogar Jahrzehnte macht, verfällt häufig in einen Modus, in dem mehr als 80 Prozent der Tagesaufgaben ohne großen mentalen Aufwand abzuarbeiten sind. Wenn das auf Sie zutrifft, dann versuchen Sie diese Woche, Ihrem Gehirn bei der Arbeit mehr Futter zu geben. Fangen Sie damit an, dass Sie sich in dieser Woche drei kleine Herausforderungen suchen, vor denen Sie sich sonst eher drücken. Egal, ob Sie Ablage hassen oder nicht gern im Meeting reden, probieren Sie es diese Woche! Und: Überlegen Sie, welche - kleine - fordernde Aufgabe Sie im Job mittelfristig übernehmen könnten. Sondieren Sie die spannenden Projekte oder die Fortbildungen, die in Ihrem Unternehmen angeboten werden - und wählen Sie fürs nächste halbe Jahr eine davon aus.

In der Freizeit: Die gleichen Wege. Die gleichen Orte. Die gleichen Beschäftigungen. Wer sich etwas eingerostet fühlt und dabei ertappt, zum Gewohnheitstier zu werden, dem hilft es, sich an neuen Orten umzusehen und neue Routen zu nehmen. Wählen Sie in dieser Woche drei Mal Wege aus, die Sie noch nicht kennen. Zum Einkaufen, zur Bahn, zur Arbeit. Einfach so. Das gleiche gilt fürs Essen: Probieren Sie im Restaurant Gerichte, die Sie noch nicht kennen, oder kochen Sie neue Rezepte. Wem das zu spielerisch ist: Erinnern Sie sich an ein Hobby, das Sie früher ausgeübt haben, eine Sprache, die Sie einst gelernt haben, oder ein Instrument, das Sie in jüngeren Jahren spielten. Machen Sie in dieser Woche etwas "Verrücktes" und holen Sie diese alten Interessen heraus. Knüpfen Sie an altes Können und Wissen an. Lernen Sie an drei Tagen in der Woche Französisch-Vokabeln oder spielen Sie Geige. Entscheiden Sie am Ende der Woche, ob Sie damit möglicherweise fortfahren wollen.

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Foto: DER SPIEGEL
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