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Gesundheit

Masern, Mumps, Röteln

Forscher widerlegen These von Zusammenhang zwischen Impfung und Autismus

Eine Immunisierung gegen Masern, Mumps und Röteln führt nicht zu Autismus, das zeigt eine groß angelegte Studie. Impfgegner hatten dies wiederholt behauptet, obwohl die Theorie schon früher widerlegt wurde.

Getty Images/Westend61

Kind nach Impfung (Symbolbild)

Dienstag, 05.03.2019   16:44 Uhr

Nach einer groß angelegten Studie in Dänemark können Forscher ausschließen, dass eine Schutzimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) Autismus auslösen kann. Die falsche Behauptung war 1998 durch eine Untersuchung an zwölf Kindern in Umlauf gebracht worden und hatte Eltern unnötig verunsichert. Obwohl die Studie längst zurückgezogen wurde und der verantwortliche ehemalige Arzt Andrew Wakefield wegen gravierender Fehler seine Approbation verloren hatte, kursiert die Fehlinformation noch immer unter Impfgegnern.

Forscher haben nun Daten von etwa 650.000 Kindern aus Dänemark, die über zehn Jahre hinweg gesammelt wurden, ausgewertet. Dabei analysierten sie mehr als 6500 Fälle von Autismus. Die Wissenschaftler suchten nach Hinweisen, ob Autismus häufiger bei Kindern auftrat, die die Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln oder andere Immunisierungen erhalten hatten.

Das Ergebnis: Eine MMR-Impfung hängt nicht mit einem erhöhten Risiko für Autismus zusammen, schreiben die Forscher im Fachblatt "Annals of Internal Medicine". Das gilt auch für Kinder, die vorbelastet sind - etwa, weil es bereits einen Fall von Autismus in der Familie gegeben hat. Die Forscher fanden auch keinen Hinweis darauf, dass sich die Autismus-Diagnosen in einer bestimmten Zeit nach der Impfung häuften.

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Das Studienergebnis sei zwar nicht neu, geben die Forscher zu. Ihnen sei es dennoch wichtig gewesen, die Behauptungen von Impfgegnern nochmals wissenschaftlich zu überprüfen, um falsche Theorien endgültig zu widerlegen. Es gibt eine Reihe weiterer Studien, die einen Zusammenhang zwischen einer MMR-Impfung und Autismus ausschließen. Einige Forscher der aktuellen Studie hatten dies auch in einer Untersuchung aus dem Jahr 2002 gezeigt.

Forschung prüft Verschwörungstheorien

"In einer idealen Welt würde sich die Impfforschung nur wissenschaftlich begründeten Hypothesen widmen und nicht Verschwörungstheorien", kommentieren die US-Mediziner Saad Omer und Inci Yildirim die aktuelle Studie. Dennoch sei es Aufgabe der Wissenschaft gefährliche Falschinformationen aufzudecken.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Vermeidung oder Verzögerung von Impfungen kürzlich zu einer von zehn großen Bedrohungen für die Gesundheit weltweit erklärt. Damit steht sie auf einer Liste mit Ebola, Antibiotikaresistenzen und Luftverschmutzung. Durch konsequentes Impfen könnten Krankheiten wie Masern längst ausgerottet werden, die dafür nötige Quote wird jedoch nicht in allen Altersgruppen erfüllt - auch nicht in Deutschland. Auf den Philippinen sind seit Jahresbeginn mindestens 136 Menschen an Masern gestorben. Etwa 40 Prozent der Opfer waren demnach Kinder zwischen ein und vier Jahren.

insgesamt 173 Beiträge
uhoeness 05.03.2019
1. Wird nichts nützen
Weil Impfgegner wissenschaftliche Studien ignorieren und/oder nicht verstehen. Die Leidtragenden sind die Kinder. Nur eine Impfpflicht kann Abhilfe schaffen.
Weil Impfgegner wissenschaftliche Studien ignorieren und/oder nicht verstehen. Die Leidtragenden sind die Kinder. Nur eine Impfpflicht kann Abhilfe schaffen.
Sibylle1969 05.03.2019
2. Wird wahrscheinlich leider nichts nützen
Denn sowohl beim Thema Impfen als auch bei der Homöopathie gibt es gewisse Kreise, die sich hier im Forum auch oft äußern, die man mit wissenschaftlichen Erkenntnissen einfach nicht überzeugen kann. Die haben ihr Weltbild, das [...]
Denn sowohl beim Thema Impfen als auch bei der Homöopathie gibt es gewisse Kreise, die sich hier im Forum auch oft äußern, die man mit wissenschaftlichen Erkenntnissen einfach nicht überzeugen kann. Die haben ihr Weltbild, das durch nichts zu erschüttern ist. Wissenschaftlich eindeutig belegte Tatsachen wie "Die Erde ist eine Kugel (näherungsweise), Homöopathie wirkt nicht besser als ein Placebo, und Impfungen haben Abermillionen Todesfälle vor allem bei Kindern verhindert" reichen nicht aus, um Menschen, die ja meist durchaus nicht blöd sind, von ihrem Irrglauben abzubringen.
Leonia Bavariensis 05.03.2019
3. Müsste auf Youtube veröffentlicht werden
Was nicht auf Youtube veröffentlicht wird, wird von Verschwörungsideologen und Impfgegnern leider meist weder wahr- noch ernst genommen. Auch wenn noch so viele Koryphäen die Wissenschaftlichkeit der Untersuchung stützen.
Was nicht auf Youtube veröffentlicht wird, wird von Verschwörungsideologen und Impfgegnern leider meist weder wahr- noch ernst genommen. Auch wenn noch so viele Koryphäen die Wissenschaftlichkeit der Untersuchung stützen.
MicWi 05.03.2019
4.
Wie "witzig". Hauptsponsor der Studie ist die Novo Holdings. Drei mal darf die geneigte Leserschaft raten womit diese Holding einen Großteil ihres Geldes verdient. Kleiner Tipp: Life sciences ist Neusprech für ....?
Wie "witzig". Hauptsponsor der Studie ist die Novo Holdings. Drei mal darf die geneigte Leserschaft raten womit diese Holding einen Großteil ihres Geldes verdient. Kleiner Tipp: Life sciences ist Neusprech für ....?
Bruno Bug 05.03.2019
5. Die andersfarbigen Menschen vom Mars
Man könnte hoffen, dass sich das Problem mit der Zeit im darwinischen Sinne selber löst. Doch so tödlich sind dann die Masern auch wieder nicht. Aber so ist das eben. Denn auch die ganze Schulbildung bei uns nützt da nicht [...]
Man könnte hoffen, dass sich das Problem mit der Zeit im darwinischen Sinne selber löst. Doch so tödlich sind dann die Masern auch wieder nicht. Aber so ist das eben. Denn auch die ganze Schulbildung bei uns nützt da nicht sehr viel, da doch viele der Lehrenden nicht unbedingt gegen solche Wenigerwahrheiten immunisiert sind und auch gerne die Reste der letzten Kügelchenparty im Lehrendenzimmer verteilen und damit den Rest der Uninitiierten mit der populären Blätterfarbe infiziert. Und da freuen sich die grünen Männchen vom Mars. Sind sie doch ihrem Ziel der Übernahme unserer Erde mittels DNA Austauschs doch ein gehöriges Stück näher.

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