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Gesundheit

Taiwan

Arzt holt vier Mini-Bienen aus dem Auge einer Frau

Ein Mediziner in Taiwan hat vier lebendige Furchenbienen aus dem Auge einer Frau entfernt, die wahrscheinlich die Tränenflüssigkeit tranken. Die Patientin ahnte nichts von dem Getier und ging von einer Entzündung aus.

ZUMA Press/ imago images

Symbolbild einer Furchenbiene

Donnerstag, 11.04.2019   12:17 Uhr

Ein Arzt in Taiwan hat im linken Auge seiner Patientin einen ungewöhnlichen Fund gemacht: Als er sich das Lid der 29-Jährigen genauer anguckte, entdeckte er vier lebendige Mini-Bienen. Die Frau war in die Praxis gekommen, ohne etwas von den Insekten zu ahnen. Stattdessen war sie davon ausgegangen, dass ihr Auge wegen einer Entzündung angeschwollen war.

Bevor die Probleme einsetzten, hatte die Patientin Unkraut auf einem Friedhof gejätet, wobei sie nach einer Windböe einen stechenden Schmerz verspürte. Da die Frau davon ausging, Sand ins Auge bekommen zu haben, wusch sie es mit Wasser aus, berichtet die "New York Times". In den folgenden Stunden aber schwoll das Auge extrem an, außerdem setzten Schmerzen und ein Juckreiz ein.

Bienenart, die von Schweiß angezogen wird

Es habe ihn sehr überrascht, als er bei der Untersuchung auf ein behaartes Bein stieß, das unter dem Augenlid hervorguckte, sagte Mediziner Horng Chi-ting vom Fooyin University Hospital in Taiwan. Als der Arzt das Auge genauer betrachtete, entdeckte er insgesamt vier lebende sogenannte Furchenbienen, die er mithilfe eines Mikroskops langsam eine nach der anderen entfernte. Jedes der Insekten war etwa drei Millimeter groß.

Furchenbienen ernähren sich hauptsächlich von Nektar. Um ihren Salzbedarf zu decken, werden manche der Insekten jedoch auch von Schweiß angezogen. Bei der Frau hätten die Bienen das Augenlid offenbar "mit einer Achselhöhle verwechselt", sagte Horng. Möglich ist auch, dass sie gezielt die Nähe zum Auge suchten, um die salzige Tränenflüssigkeit zu trinken.

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Glücklicherweise hätten die Insekten das Auge nicht angegriffen und seien relativ schnell entfernt worden, sagte Mediziner Horng. Da die Patientin Kontaktlinsen trug, habe sie ihr Auge nicht gerieben - zum Glück. Ansonsten hätten die Bienen tiefer in ihren Körper gelangen und zerdrückt werden können, berichtete Horng. Im schlimmsten Fall wäre die 29-Jährige erblindet.

irb/AFP

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