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Kultur

Podcast "SPIEGEL live"

Stauffenberg - aber wer waren die anderen im Widerstand gegen Hitler?

Bis heute werden die Täter des gescheiterten Attentats vom 20. Juli 1944 gefeiert. Doch warum dauerte es so lange, bis auch der Mut von Deserteuren oder Kommunisten gewürdigt wurde? Antworten im Podcast "SPIEGEL live".

Montag, 15.07.2019   17:02 Uhr

SPIEGEL live - Das Gespräch: Der Widerstand gegen Hitler

Fast auf den Tag genau vor 75 Jahren, am 20. Juli 1944, scheiterte das Attentat aufs Führerhauptquartier "Wolfsschanze". Doch noch heute werden die Täter um Graf von Stauffenberg als Helden des Widerstands verehrt, ebenso wie die Mitglieder der Weißen Rose. Dabei waren sie nicht die einzigen, die sich gegen die Nationalsozialisten auflehnten: Widerstand kam aus allen sozialen Schichten und fast allen politischen Richtungen.

Warum es so lange gedauert hat, bis auch der Mut von Deserteuren und Kommunisten gewürdigt wurde, und weshalb es anmaßend ist, dass AfD-Politiker nun das Thema Widerstand besetzen wollen - das erörtert der Berliner Historiker Professor Wolfgang Benz im Gespräch mit den SPIEGEL-Redakteuren Uwe Klußmann und Eva-Maria Schnurr.

Das Gespräch wurde im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Spiegel Live" im April im Hamburger Bucerius Kunst Forum aufgezeichnet.

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Diese Folge ist in Kooperation mit dem Bucerius Kunst Forum entstanden.

insgesamt 45 Beiträge
Poli Tische 15.07.2019
1. Na endlich - es ist höchste Zeit......
... anzuerkennen, dass es in Deutschland Menschen gegeben hat, die als Sozialdemokraten, Kommunisten, Pfarrer um hier einige zu nennen, von ANFANG AN GEGEN HITLER GEKÄMPFT HABEN. dabei oft in Zuchthäusern und KZs gelandet sind [...]
... anzuerkennen, dass es in Deutschland Menschen gegeben hat, die als Sozialdemokraten, Kommunisten, Pfarrer um hier einige zu nennen, von ANFANG AN GEGEN HITLER GEKÄMPFT HABEN. dabei oft in Zuchthäusern und KZs gelandet sind oder gar ihr Leben gelassen haben. Das sind für mich die Helden - nicht die, die jahrelang zugesehen und das Verbrecherregime unterstützt haben. Wehret den Anfängen - wenn der Zug abgefahren ist, lässt er sich nicht mehr aufhalten....
Steueragenta 15.07.2019
2. Egal ob Stauffenberg, Scholl oder andere.
Für mich sind das alles Giganten. Jeder normale Mensch hätte sich doch so was von in die Hosen gemacht. Das wäre heute noch viel schlimmer. Da gäbe gar keinen Stauffenberg und keine Sophie Scholl mehr.
Für mich sind das alles Giganten. Jeder normale Mensch hätte sich doch so was von in die Hosen gemacht. Das wäre heute noch viel schlimmer. Da gäbe gar keinen Stauffenberg und keine Sophie Scholl mehr.
a.vollmer 15.07.2019
3. Was wäre wenn?
Hätten wir nach einem erfolgreichen Attentat Stauffenbergs eine Restauration des Hohenzollern-Regimes erlebt? Eine Wiederkehr der Schrecken der Junker-Herrschaft und des Ständestaats? Jedenfalls hätte ein Erfolg des 20. Juli [...]
Hätten wir nach einem erfolgreichen Attentat Stauffenbergs eine Restauration des Hohenzollern-Regimes erlebt? Eine Wiederkehr der Schrecken der Junker-Herrschaft und des Ständestaats? Jedenfalls hätte ein Erfolg des 20. Juli keine Wiederkehr der Demokratie und der Republik bedeutet, sondern das Vierte Reich. Es wäre ein Regimewechsel gewesen, vergleichbar dem Bamberger Königsmord, der nur die Köpfe, aber nicht das Wesen des Staates austauschte. Weitere Attentate durch Demokraten wären notwendig gewesen um die demokratische Ordnung zu sichern und die zivile Gesellschaft wieder herzustellen. Es wäre sogar zu befürchten gewesen, dass dieses neue Adelsregime einen Friedensvertrag aushandeln hätte können oder einen Waffenstillstand und dass noch heute weite Teile Europas diesem Schrecken ausgeliefert wären. Aber das Attentat schlug fehl, es gab später ein Ende mit Schrecken, der Schrecken hatte ein Ende und die Demokratie, die europäische Einigung und der Rechtsstaat hatten Gelegenheit diese Chance erfolgreich zu nutzen.
anchises 15.07.2019
4. Stauffenberg war ein Opportunist
wenn das Attentat geglückt wäre hätte er alles daran gesetzt, zwar den Krieg zu beenden aber selbst GröFaZ 2.0 zu werden. Ich für meinen Teil finde die Beweihräucherung des Ganzen unsäglich und unerträglich. Okay, der [...]
wenn das Attentat geglückt wäre hätte er alles daran gesetzt, zwar den Krieg zu beenden aber selbst GröFaZ 2.0 zu werden. Ich für meinen Teil finde die Beweihräucherung des Ganzen unsäglich und unerträglich. Okay, der Beitrag kommt eh nicht durch die ZensUrsulakontrolle, aber ich habe es wenigstens versucht.
jamguy 15.07.2019
5.
Ich bin mir nicht sier aber bewusst das bei solchen Attentate kein Stein mehr auf dem anderen stehen darf.
Zitat von Poli Tische... anzuerkennen, dass es in Deutschland Menschen gegeben hat, die als Sozialdemokraten, Kommunisten, Pfarrer um hier einige zu nennen, von ANFANG AN GEGEN HITLER GEKÄMPFT HABEN. dabei oft in Zuchthäusern und KZs gelandet sind oder gar ihr Leben gelassen haben. Das sind für mich die Helden - nicht die, die jahrelang zugesehen und das Verbrecherregime unterstützt haben. Wehret den Anfängen - wenn der Zug abgefahren ist, lässt er sich nicht mehr aufhalten....
Ich bin mir nicht sier aber bewusst das bei solchen Attentate kein Stein mehr auf dem anderen stehen darf.

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