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Kultur

Auktion mit Weltrekord

Hockneys "Porträt eines Künstlers" erzielt rund 90 Millionen Dollar

Noch nie hat ein Gemälde eines lebenden Malers für so viel Geld den Besitzer gewechselt: David Hockneys "Porträt eines Künstlers - Pool mit zwei Figuren" hat bei einer Auktion rund 90 Millionen Dollar eingebracht.

DPA
Freitag, 16.11.2018   10:14 Uhr

Das Auktionshaus Christie's hat in der Nacht zu Freitag einen neuen Weltrekord verkündet: Noch nie sei bei einer Auktion mehr für ein Bild eines noch lebenden Malers gezahlt worden. Das Auktionshaus bezog sich damit auf den Briten David Hockney und sein Werk "Porträt eines Künstlers - Pool mit zwei Figuren" - es erzielte bei der Versteigerung in New York rund 90,3 Millionen Dollar, das sind umgerechnet knapp 80 Millionen Euro.

Das Acrylgemälde entstand 1972 und ist 213,5 x 305 Zentimeter groß. "Porträt eines Künstlers" gehört zu den Swimming-Pool-Werken Hockneys. Zu sehen ist ein bekleideter Mann am Rande eines Pools; er schaut auf einen anderen Mann, der unter Wasser auf ihn zu schwimmt. Bei dem Betrachter handelt es sich um Hockneys früheren Liebhaber Peter Schlesinger, mit dem der Maler zwischen 1966 und 1972 liiert war. Bei dem Schwimmer könnte es sich um einen neuen Liebhaber Schlesingers handeln, sagte Christie's-Experte Alex Rotter.

Der Einstiegspreis für "Porträt eines Künstlers" lag bei 18 Millionen Dollar, schon nach 30 Sekunden übersprangen die Gebote die Marke von 50 Millionen Dollar. Nach rund neun Minuten und einem Wettstreit von zwei per Telefon zugeschalteten Bietern wurde das Gemälde dann für 80 Millionen Dollar verkauft. Einschließlich der Auktionsgebühren liegt der Preis bei 90,3 Millionen Dollar.

Hockney löste damit den Rekord ab, den bisher Künstler Jeff Koons bei Christie's hielt: Dessen Stahlskulptur "Balloon Dog" hatte das Unternehmen im Jahr 2013 für 58,4 Millionen Dollar versteigert. Weitere Rekordpreise finden Sie in folgender Bilderstrecke:

Fotostrecke

Rekordpreise: Die teuerste Kunst

Hockney wurde 1937 im britischen Bradford geboren. 1959 zog er nach London, um am Royal College of Art zu studieren. 1964 zog er erneut um, diesmal nach Kalifornien. Seine Bilder zeichnen sich durch prächtige Farben, Natur, nackte Männer sowie viel Ironie aus. Die Pool-Serien von Hockney sind mittlerweile ikonografisch.

aar/AFP

insgesamt 2 Beiträge
njotha 16.11.2018
1. Häh?
das ist doch auf dem Niveau einer Fototapete der 60er Jahre, da müsste man mir aber einige Euro geben, damit ich das im Keller an die Wand hänge. Jetzt fehlen noch "Pool ohne Personen, vor dem erstmaligen Einlassen des [...]
das ist doch auf dem Niveau einer Fototapete der 60er Jahre, da müsste man mir aber einige Euro geben, damit ich das im Keller an die Wand hänge. Jetzt fehlen noch "Pool ohne Personen, vor dem erstmaligen Einlassen des Wassers" und "Großer Pool im Rohbau" für den doppelten Preis (man ahnt beim Betrachten, dass einer der Bauarbeiter sein 18. Lover war).
Papazaca 16.11.2018
2. "Das kann ich doch selbst machen"
Sie kritisieren ein Bild mit einer unterirdischen Kritik die genau auf dem Niveau ist, das Sie dem Bild unterstellen. Die Anmerkung mit dem Bauarbeiter, der Hockney's 18. Lover war, macht klar, wessen Geistes Kind Sie sind. [...]
Zitat von njothadas ist doch auf dem Niveau einer Fototapete der 60er Jahre, da müsste man mir aber einige Euro geben, damit ich das im Keller an die Wand hänge. Jetzt fehlen noch "Pool ohne Personen, vor dem erstmaligen Einlassen des Wassers" und "Großer Pool im Rohbau" für den doppelten Preis (man ahnt beim Betrachten, dass einer der Bauarbeiter sein 18. Lover war).
Sie kritisieren ein Bild mit einer unterirdischen Kritik die genau auf dem Niveau ist, das Sie dem Bild unterstellen. Die Anmerkung mit dem Bauarbeiter, der Hockney's 18. Lover war, macht klar, wessen Geistes Kind Sie sind. Der Markt und die Kunstkritik nehmen Kritiker Ihres Schlages erst gar nicht wahr, niveaulose Kritik + Schmuddel werden in der Regel ignoriert.

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