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Kultur

Podcast "SPIEGEL Live"

"Die Würde des Menschen ist unantastbar - das können Sie nicht schöner formulieren"

Das Grundgesetz wird 70. Ist es heute noch aktuell? Meint Meinungsfreiheit in Zeiten von sozialen Medien noch dasselbe wie 1949? Antworten von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und dem Pianisten Igor Levit.

Montag, 25.11.2019   17:05 Uhr

SPIEGEL live - Das Gespräch: 70 Jahre Grundgesetz - Wolfgang Schäuble und Igor Levit im Gespräch

Die Würde des Menschen, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung - unser Grundgesetz garantiert elementare Rechte. Aber die Bürger haben auch eine Pflicht, sich mit der Verfassung auseinanderzusetzen. "Das Grundgesetz ist ein Rahmen, innerhalb dessen die Bürgerinnen und Bürger Freiheit leben können - aber sie müssen es ausfüllen", fordert Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble im Gespräch mit Pianist Igor Levit und der SPIEGEL-Autorin Susanne Beyer.

Sieben Jahrzehnte nach Inkrafttreten stellt sich die Frage, wie aktuell unser Grundgesetz noch ist. Schäuble sieht zum Beispiel im Bereich Umweltschutz Nachbesserungsbedarf: "Ich gehöre zu denen, die glauben: Wir sollten jetzt das Grundgesetz um die Dimension der Nachhaltigkeit erweitern. Daran haben die vor 70 Jahren gar nicht gedacht."

Aber lohnt es nicht auch, bestehende Inhalte der Verfassung zu hinterfragen: Kann etwa Meinungsfreiheit in Zeiten von sozialen Medien noch dasselbe heißen wie 1949?

Das ganze Gespräch über die Bedeutung unseres Grundgesetzes und die Gemeinsamkeiten von Politik und Kunst hören Sie in der neuen Folge von "SPIEGEL Live". Es wurde Ende September im Rahmen der Veranstaltungsreihe "SPIEGEL Live" im Hamburger Thalia Theater aufgezeichnet.

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Diese Folge ist in Kooperation mit dem Thalia Theater entstanden.

insgesamt 11 Beiträge
bhensler 25.11.2019
1. Ich habe den Podcast
nicht gehört, wünschte mir aber eine kleine Änderung des Artikel 1: "Die Würde des Menschen und des Tieres ist unantastbar". Der exakte Wortlaut ist erstmal nicht relevant, solange Umwelt, Natur und die "Dimension der [...]
nicht gehört, wünschte mir aber eine kleine Änderung des Artikel 1: "Die Würde des Menschen und des Tieres ist unantastbar". Der exakte Wortlaut ist erstmal nicht relevant, solange Umwelt, Natur und die "Dimension der Nachhaltigkeit" (wie im Artikel beschrieben) berücksichtigt sind. Der christliche Gedanke und damit der Glaube, dass der Mensch über allem steht, ist nicht mehr zeitgemäss.
isar56 25.11.2019
2. Herrn Dr Schäubles
Ausführungen zu Umweltschutz, Menschenwürde, die deutsche Wirtschaftslobby etc gehen mir....... an mir vorbei. Allein mit seiner Aussage 2016, ohne Zuwanderung würden wir hier in Inzucht versinken ( in Zusammenhang ist der [...]
Ausführungen zu Umweltschutz, Menschenwürde, die deutsche Wirtschaftslobby etc gehen mir....... an mir vorbei. Allein mit seiner Aussage 2016, ohne Zuwanderung würden wir hier in Inzucht versinken ( in Zusammenhang ist der Migrationspolitik) ist von einer unglaublichen Lächerlichkeit. Es sei denn ich habe da in den letzten 40 Jahren als Sozialarbeiterin an der Basis eine katastrophal schlechte Wahrnehmung. Ein CDU Mensch redet von Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Da lacht doch die Koralle.
blissow 25.11.2019
3. Igor Levit
... scheint mir denkerisch eher unbegabt. Saß bei Maybrit Illner und hat mit sehr subjektiver Argumentation darauf beharren wollen jemandem, der die Würde eines anderen beschädigt, die Würde absprechen zu wollen. Also er hat [...]
... scheint mir denkerisch eher unbegabt. Saß bei Maybrit Illner und hat mit sehr subjektiver Argumentation darauf beharren wollen jemandem, der die Würde eines anderen beschädigt, die Würde absprechen zu wollen. Also er hat stur paraphrasiert. Gleichzeitg redet er bedeutungsschwanger davon wie er dieses Würdeempfinden gegenüber anderen anerzogen bekommen habe. Tolles Argument warum man es von anderen erwarten kann. Er meinte doch selbst er erreiche die Menschen mit Musik statt mit Sprache. Warum muss ich dann hier schon wieder von dem lesen.
izach 25.11.2019
4.
Das Recht eines Jeden, eine eigene Meinung zu haben und diese in Wort oder Schrift frei zu äußern, muß bei einer Anpassung des GG dringend gestärkt werden. Die mittlerweile vielfältigsten Einschränkungen was tatsächlich [...]
Das Recht eines Jeden, eine eigene Meinung zu haben und diese in Wort oder Schrift frei zu äußern, muß bei einer Anpassung des GG dringend gestärkt werden. Die mittlerweile vielfältigsten Einschränkungen was tatsächlich gesagt oder gedacht werden darf führen den Artikel ad absurdum. Viel zu viele missbrauchen den Artikel um ihre politische Agenda durchzusetzen. Die zu Recht im GG verankerte Meinungsfreiheit ist zum Spielball von Politik verkommen.
Avagin von Varanasi 25.11.2019
5. Weg damit
Die Würde des Menschen ist lediglich für jene unantastbar, die das Geld dafür haben. Sehen Sie sich die ihrer Würde Beraubten an: in Heimen, in Schulen, in Gefängnissen und anderen Verwahranstalten. Dieser Satz ist in seiner [...]
Die Würde des Menschen ist lediglich für jene unantastbar, die das Geld dafür haben. Sehen Sie sich die ihrer Würde Beraubten an: in Heimen, in Schulen, in Gefängnissen und anderen Verwahranstalten. Dieser Satz ist in seiner Heuchelei unerträglich. Alles beginnt mit dieser Lüge. Weg damit.

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