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Kultur

38. Comicabenteuer

Im Oktober trifft Asterix eine Pubertierende

Diesmal bekommen es Asterix und Obelix mit einem Mädchen zu tun - und nicht irgendeinem: Am 24. Oktober soll das neue Album "Die Tochter des Vercingetorix" erscheinen.

Les Éditions Albert René/ Egmont Ehapa Media

Szene aus "Asterix: Die Tochter des Vercingetorix"

Mittwoch, 10.04.2019   14:45 Uhr

Im Herbst 2019 erleben ein sehr kleiner und ein sehr dicker Comicheld wieder neue Abenteuer: Der Egmont-Verlag kündigt für den 24. Oktober den neuen Asterix-und Obelix-Comic "Die Tochter des Vercingetorix" an, die 38. Ausgabe der Reihe, die in Deutschland seit 1968 erscheint.

Es wird die vierte Asterix-Geschichte, die Jean-Yves Ferri und Didier Conrad betreuen, nachdem sie 2012 von Albert Uderzo übernommen hatten. Zuletzt erschien 2017 der Band "Asterix in Italien".

Im neuen Abenteuer soll es nun um den Nachwuchs des legendären, historisch verbürgten Arvernerhäuptlings Vercingetorix gehen. Ferri und Conrad knüpfen damit an die Tradition der Comicreihe an, denn er hatte schon in dem klassischen Band "Asterix und der Arvernerschild" einen legendären Auftritt - bis heute einer der beliebtesten Asterix-Comics.

Der Egmont-Verlag umreißt das neue Abenteuer in seiner Pressemitteilung so: "Nach den Strapazen ihrer letzten Reise hätten sich Asterix und Obelix gewünscht, die Ruhe im beschaulichen Aremorica zu genießen. Doch daraus wird leider nichts! Ein geheimnisvolles Mädchen kommt ins Dorf, begleitet von zwei Arvernerhäuptlingen. Die drei sind auf der Flucht vor Julius Cäsar und seinen Legionären, und das aus gutem Grund: Im Dorf munkelt man, dass der Vater des jungen Mädchens kein Geringerer sei als Vercingetorix, der große Arvernerhäuptling, der einst bei Alesia von Julius Cäsar geschlagen wurde!"

Die Comicserie geht auf Albert Uderzo und René Goscinny zurück. Seitdem sie Asterix und seine Kumpane im Jahr 1959 erfanden, wurden weltweit 375 Millionen Alben verkauft. Die Geschichten wurden in 111 Sprachen und Dialekte übersetzt, damit ist Asterix das erfolgreichste Buch Frankreichs. Illustrator Uderzo feiert im April seinen 92. Geburtstag. Goscinny starb bereits 1977.

kae

insgesamt 12 Beiträge
c.PAF 10.04.2019
1.
Asterix ist tot. Die letzten Ausgaben haben schon gezeigt, daß der Zenith weit überschritten ist. Ich habe vor 43 Jahren meinen ersten Asterix gekauft, die Ausgabe vor 2 Jahren (oder so) war definitiv die Letzte, auf Seite 5 [...]
Asterix ist tot. Die letzten Ausgaben haben schon gezeigt, daß der Zenith weit überschritten ist. Ich habe vor 43 Jahren meinen ersten Asterix gekauft, die Ausgabe vor 2 Jahren (oder so) war definitiv die Letzte, auf Seite 5 habe ich aufgehört zu lesen. Es war einfach nur abgrundtief enttäuschend. Schade, daß der Absprung nicht rechtzeitig geschafft wurde...
murph_and_the_magic_tones 10.04.2019
2.
Werte Redaktion, "denn er hatte schon in dem klassischen Band "Asterix und der Arvernerschild" einen legendären Auftritt - bis heute einer der beliebtesten Asterix-Comics." Das ist, mit Verlaub, aber sehr [...]
Werte Redaktion, "denn er hatte schon in dem klassischen Band "Asterix und der Arvernerschild" einen legendären Auftritt - bis heute einer der beliebtesten Asterix-Comics." Das ist, mit Verlaub, aber sehr positiv beschrieben: Der Auftritt des Vercingetorix im "Avernerschild" war für diese ausgezeichneten und mit feinem Humor übersetzten Comics eher ein plumper und billiger- er schmiss in einem einzigen Bild, Cäsar seine Waffen auf die Füsse. Ob das eine Bild/ Zeichnung jetzt so legendär war... naja. Die Gründe für den Erfolg des Bands "Avernerschild" liegen wohl eher in den zahlreichen anderen Späßen, die in diesem Band vorkommen. Fazit- diese Meldung liest sich vorformuliert und abgeschrieben.
DrStrang3love 10.04.2019
3.
Hm... mal sehen. Die letzten Bände unter der Ägide des neuen Kreativteams waren zwar besser als die letzten Machwerke, die Uderzo im Alleingang herausgehauen hat ("Gallien in Gefahr"… *schauder*), aber irgendwie dann [...]
Hm... mal sehen. Die letzten Bände unter der Ägide des neuen Kreativteams waren zwar besser als die letzten Machwerke, die Uderzo im Alleingang herausgehauen hat ("Gallien in Gefahr"… *schauder*), aber irgendwie dann doch zahn- und charmlos. Gerade "Der Papyrus des Cäsar" ist zudem erstaunlich schlecht gealtert, obwohl der Band nur vier Jahre alt ist...
mariomeyer 10.04.2019
4. @murph
Danke für die Bestätigung. Ich hatte nämlich genau dieses Bild (und wirklich nur dieses eine) vor Augen. Zumindest bei mir ist es also im Gedächtnis haftengeblieben.
Danke für die Bestätigung. Ich hatte nämlich genau dieses Bild (und wirklich nur dieses eine) vor Augen. Zumindest bei mir ist es also im Gedächtnis haftengeblieben.
Chief Brody 10.04.2019
5. Eine Chance, mal was für das gallische Frauenbild zu tun
Das Thema ist eigentlich überfällig, denn die wenigen Asterix-Bände, in denen weibliche Figuren eine größere Rolle spielen, zählen nicht zu den stärksten der Reihe. Wann immer die Dorffrauen mal Seite an Seite mit ihren [...]
Das Thema ist eigentlich überfällig, denn die wenigen Asterix-Bände, in denen weibliche Figuren eine größere Rolle spielen, zählen nicht zu den stärksten der Reihe. Wann immer die Dorffrauen mal Seite an Seite mit ihren Männern kämpfen, hagelt es meist misogyne Klischees. Dass es sich um eine humoristische Reihe handelt, in der beständig karikiert und zugespitzt wird, ist schon klar, nur haben die als Klatschbasen, Furien und materialistische 'Goldgräberinnen' gezeichneten Dorffrauen im Gegensatz zu ihren Männern halt leider kaum irgendwelche anderen, positiven Eigenschaften. Wenn sich das neue Autorenteam dieses Themas annimmt, ist das doch erstmal sehr zu begrüßen - gründlicher danebengehen als der Band "Asterix und Maestria", der eigentlich bloß eine verbitterte Abrechnung mit dem Feminismus ist, kann es sicher nicht. Und schon der letzte Kinofilm ("Das Geheimnis des Zaubertranks") hat gezeigt, dass uns nicht gleich der Himmel auf den Kopf fällt, wenn etwas zeitgemäßere Geschlechterpolitik Einzug ins gallische Dorf hält.

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