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Kultur

Umgang mit Peter Handke

"Dieses krasse Nebeneinander von Werk und Scheiße"

Im Streit um den Literaturnobelpreis für Peter Handke gibt es keine Ambivalenzen mehr, keinen Dialog. Oder? Hier versuchen ein Handke-Liebhaber und ein Handke-Kritiker, ins Gespräch zu kommen.

Hugo Correia/ REUTERS

Peter Handke 2009: "Menschlich ist er eine Katastrophe"

Von und Tijan Sila
Sonntag, 20.10.2019   13:13 Uhr

Frank: Peter Handke.…

Sila: Oje.

Frank: Ich habe mich über den Literaturnobelpreis für ihn gefreut. Sehr.

Sila: Ich nicht. Für mich ist das beinahe eine existenzielle Kränkung.

Frank: Zwischen diesen beiden Polen scheint es nichts zu geben derzeit, die Debatte ist reichlich vergiftet. Wäre darüber auch fruchtbar zu reden?

Sila: Auf jeden Fall. Es ist nur emotional aufgeladen. Ich merke das auch an mir. Eigentlich habe ich für mich um das Thema "Krieg als biografisches Kapitel" eine Klammer gesetzt. Aber der Literaturnobelpreis für Handke, das hat mich getroffen. Das blutet aus.

Frank: Wir beide nehmen diese Auszeichnung persönlich. Stößt es Dich ab, wenn ich weiter Handke lesen möchte?

Sila: Nein, das ist okay. Was ich aber erwarten würde, das wäre eine Differenzierung.

Frank: Was wirfst Du ihm vor?

Sila: Mein Vorwurf ist der größte, den man einem Schriftsteller vielleicht machen kann, dass er nämlich ein Depp ist. Ein politischer Idiot. Seine Sympathie für die Verbrecher war authentisch. Ich glaube, dass er aufrichtig gedacht hat, dieser Mythos "Jugoslawien" hätte einen solchen Widerschein, dass alle, die darin stehen, anständig seien. Und dann kommt in Deutschland auch noch ganz oft: "Keine Ahnung, was da unten los war, ich genieße nur seine Sprachkunst".

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Frank: Das bin ich, der das sagt.

Sila: Was hat Dir am Nobelpreis gefallen?

Frank: Vielleicht, dass eine "höhere Instanz" meine jahrelange Lektüre endlich beglaubigt.

Sila: Und was magst Du an Handke?

Frank: Ich bin kein Germanist. Ich kenne nur wenige Romane, die Theaterstücke interessieren mich nicht. Aber die Notate, diese tagebuchartigen Einträge, keine echten Aphorismen, nur so beiläufigen Beobachtungen, Splitter, dieses Einfangen und Poetisieren von Beiläufigstem, auch Abseitigstem - groß.

Sila: Er gibt einem das Gefühl, jeder könne ein Künstler sein?

Frank: Nenn's meinetwegen auch Innerlichkeit. Ich gerate da ins Stammeln. Mich hat es berührt auf eine Weise, wie es kaum eine andere Literatur jemals getan hat. Wenn er etwa beschreibt, dass er das Masturbieren abbricht, weil ihm "die Sehnsucht" dazwischenkommt. …

Sila: Das ist aus "Der kurze Brief zum langen Abschied", das habe ich erkannt!

Frank: Vielleicht, darüber schreibt er aber häufiger. Vermutlich ist er einfach ein Wichser. Wie hast Du auf die Nachricht reagiert, dass er den Preis bekommen hat?

Sila: Meine erste Reaktion war Staunen. Echt? Er? Es soll damit doch nicht nur das Werk, sondern Mensch und Werk gewürdigt werden. Bei ihm geht das schwer. Neben der Sache mit Serbien ist er auch ein geständiger Frauenschläger. …

Frank: Macht das, wenn es stimmt, sein Werk wertlos?

Sila: Nein. Ich schätze manche seiner Romane sehr. Aber menschlich ist er eine Katastrophe.

Frank: Die ein Schriftsteller aber doch auch sein darf.

Sila: Handke aber ist das in einem Ausmaß, bei dem ich niemals gedacht hätte, dass es noch für den Nobelpreis reicht. Gegenfrage: Warum hat Dich gerade dieser Preis in eine solche Bestätigungslaune versetzt? Wieso gerade Handke? Was ist es an ihm, das Leute in die Bereitschaft versetzt, dieses krasse Nebeneinander von Werk und Scheiße auszuhalten?

REUTERS

Bosnische Musliminnen flüchten aus Srebrenica (1995): "Er erkennt unser Leiden nicht an"

Frank: Ich empfinde das nicht als Nebeneinander. Ich kann einfach auslassen, was mich nichts angeht. Weil ich es mir leisten kann. Vielleicht lasse ich mir zuschulden kommen, Gebrauch von einem Privileg zu machen. Ich weiß von der Scheiße, nehme sie aber nicht zur Kenntnis. Es gibt Platten von Miles Davis, die sind peinlich, die höre ich mir einfach nicht an. Das schmälert nicht meine Verehrung für Miles Davis. Was meinst Du?

Sila: Bei Musikern gibt es das häufiger, stimmt. Da erstaunt es keinen, dass sie trotz ihrer Begabung Dummköpfe sein können - wobei ich damit nicht Miles Davis meine. Bei Schriftstellern sollte man annehmen, dass ihre Kunst idealerweise eine Einübung in Durchdringung ist. Ein Nebeneffekt wäre ein größeres Mitgefühl, eine Abscheu gegenüber Handlungen, die auf Kosten anderer Menschen gehen. Bei Handke gibt es ein paar Zimmer, die sind einfach leer, da liegen höchstens ein paar Holzklötze auf dem Boden.

Frank: Ist das nicht sein Problem?

Sila: Nicht, wenn er einen solchen Preis bekommt. Für Leute, die diesen Krieg erlebt haben, ist kaum etwas wichtiger als das Anerkennen dessen, was sie erlebt haben. Genau das, was geschehen ist, hat Handke für mich geleugnet.

Frank: Mir können keine Narben schmerzen von Wunden, die mir nie geschlagen wurden. Er wollte es nicht sehen, und deshalb sehe ich es auch nicht.

Sila: Das ist das Perfide daran, dass er seine Sicht genauso an seine Leser weitergeben wollte. Das ist der Skandal an diesem Preis. Er erkennt unser Leiden nicht an, und ihr? Ihr macht da mit!

Frank: Das ist ein moralischer Einwand.

Sila: Nicht nur. Ausschließlich moralisch argumentieren die schwächsten Texte, die ihn derzeit angreifen. Da wird versucht, ihm seinen Rang als Schriftsteller aufgrund einer Verfehlung abzuerkennen. Sein Frühwerk aber ist groß. Irgendwann gab es einen Riss, und das hat auch mit Serbien zu tun. Er hat sich damit seelisch auch als Schriftsteller vernichtet, seitdem schreibt er Pilzbücher.

Frank: Ich würde widersprechen. Der Rückzug ins Kleine ist legitim und kostbar.

Sila: Aber war es das, was er mit seinem Leben als Künstler vorhatte? Er hatte schon die großen Romane vor, das merkt man an seiner ganzen Haltung. Dass er am Ende im Kleinen angekommen ist und auch kleinlauter wurde, was die serbische Sache angeht, da gibt es schon einen Zusammenhang. Er weiß, dass er falsch lag.

Frank: Eben. Wenn ich ihm vorhalte, was er 1995 geschrieben hat, muss ich ihm dann nicht auch zugute halten, was er 2016 schrieb? Da nennt er Srebrenica "das schlimmste Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das in Europa nach dem Krieg begangen wurde".

Sila: Das Eingeständnis seines monströsen Irrtums hat er sozusagen in einer Fußnote untergebracht. Du kannst aber nicht jahrelang diesen Scheiß bringen und dich keck vor dem Ortschild von Srebrenica fotografieren lassen, und dann sagen: "Ach, ich bin doch Schriftsteller, nur ein vorlauter Idiot!" Too little, too late.

Frank: In der Debatte gibt es Spezialisten, die ihn verteidigen, die rein literarische Maßstäbe in Anschlag bringen. Geht das an Dir vorbei?

Sila: Wenige Monate nach Srebrenica forderte er im Titel eines seiner Bücher "Gerechtigkeit für Serbien", das kannst Du auch mit germanistischem Besteck nur schlecht zu Salat machen. Die Bitterkeit bekommst du nicht rausgespült. Argumentierst Du auch so?

Frank: Ich bin nur Leser. Und als solcher ein Liebhaber. Das ist jetzt mein Problem. Ich würde gern unterschreiben, was Eva Menasse geschrieben hat: "Große Kunst setzt voraus, dass ein fehlbares Menschlein etwas geschaffen hat, das von seiner Bedeutung und Wirkungsdauer weit über ihm, dem Menschlein, steht". Geht das nicht?

Sila: Generell geht das. Handke ist ein Menschlein, das ganz eklatant von der Spur abgekommen ist. Aber! Während er nicht auf der Spur ist, ist er bösartig, so: "Steckt euch eure Betroffenheit in den Arsch!"

Frank: In der Debatte gibt es Leute, die niemals auch nur einen Satz von Handke gelesen haben - und moralisieren. Und es gibt Leute, die alles von Handke gelesen haben - und dozieren.

Sila: Hier geht es aneinander vorbei.

Frank: Die trotzige Rückfallposition vieler Liebhaber lautet, jetzt müsste man schon Handke im Regal in die zweite Reihe verbannen, so wie man Richard Wagner nur noch mit Kopfhörern genießen könne.

Sila: Diese Haltung trägt zur Giftigkeit der Debatte bei. Wie die einen in ihrer Rolle der Überlegenheit, so gefallen sich die anderen in ihrer Rolle des Grenzgängers, der das Böse ausloten kann - mit der bourgeoisen Kunstsinnigkeit, das auszuhalten und nicht die proletarische Affektivität, die nur Gut und Böse sieht und bla, bla, bla. …

Frank: Bei mir ist das nicht der Fall, hoffe ich.

Sila: Ich weiß, und bei Handke ist es auch schwieriger, sich in eine solche Position zu begeben. Er ist auch in seiner Rolle als sich Solidarisierender einer, der dem Bösen nicht in die Augen schauen kann. Die Mühe, das nicht zu sehen, was offensichtlich war, hat ihn viel gekostet. Ich will keinen Boykott. Was mich ärgert, das ist der Preis, diese Anerkennung. Sie signalisiert mir als Überlebendem: Was du aushältst, ist eigentlich wertlos.

Frank: Ich hoffe noch immer, dass er den Preis nicht annimmt.

Sila: Er dürfte vor allem das Geld nicht annehmen. Das Geld macht es besonders öbszön….

Frank: Wenn er es aber nähme, um es den Müttern von Srebrenica zu spenden?

Sila: Das wäre etwas anderes.

Frank: Und was, wenn er ihn annimmt und seine Rede in Stockholm für einen Versuch nutzt, sich zu erklären?

Sila: Das wäre schwer für jemanden, der so große Scheiße gebaut hat. Aber es wäre viel, viel, viel wert. Ich weiß nicht, ob er das schafft. Es würde tatsächlich einen Tolstoi erfordern, das zu bringen. Eine Kompromisslosigkeit, die ans Unzugängliche reicht. Ja, das wäre eine große Geste. Ich weiß aber nicht, ob Handke das schafft.

Frank: Ich auch nicht.

insgesamt 178 Beiträge
ambulans 20.10.2019
1. ziemlich
bemerkenswert, wie sich allzuviele leute darüber echauffieren, dass peter handke (ausgerechnet der?) den literatur-nobelpreis 2019 verliehen bekommen hat. handke hat neben seiner manchmal durchaus kontroversen literatur auch [...]
bemerkenswert, wie sich allzuviele leute darüber echauffieren, dass peter handke (ausgerechnet der?) den literatur-nobelpreis 2019 verliehen bekommen hat. handke hat neben seiner manchmal durchaus kontroversen literatur auch politisch position bezogen - andere aber auch. im zusammenhang mit den jugoslawien-kriegen hat er sich deutlich auf die seite der serben gestellt; begründung: der westen stellts voreingenommen und einseitig dar (was übrigens nicht falsch ist - s. völkerrechtswidrige NATO-bombardements). alle beteilgten an diesen konflikten (alija isetbegovic, slobodan milosevic, franjo tudjman) kannten sich schon von früher, zu titos zeiten. beteiligt an und verantwortlich für bewaffnete konflikte und dem daraus entstehenden bürgerkrieg waren alle: entscheidend ist aber, wer sich von wem dabei helfen ließ. isetbegovic z.b. von der internationalen gemeinde der mudjaheddin (usama persönlich soll - lt. fotos der CIA - dort gewesen sein, mit kämpfern, geld und ausrüstung - natürlich rein humanitär); tudjmans kroatien wurde "abenteuer-spielplatz" für europas militante neo-nazis - diese kroatien-"söldner" tauchen heute noch als rechte terroristen, waffenhändler, usw. überall auf); milosevic hatte zweifellos genug auf dem gewissen, aber auch die herren mladic und karadzic. die beiden letztgenannten wurden übrigens verurteilt, aber - wieviele kroaten, wieviele bosnier (für ähnliche un-taten)?. dass der ebenfalls ausgezeichnete stanisic (auch noch friedenspreis!) handke dessen rede bei milosevic' begräbnis vorwirft, sich als unangreifbares "opfer" stlisiert und quasi die aberkennung des "nobel" für handke gefordert hat, ist an schäbigkeit kaum noch zu übertreffen ...
Anja Z. 20.10.2019
2. Grossartig.
Vielen Dank, das war ein würdiger, kluger, respektvoller, schlicht wunderbarer Schlagabtausch. Toll zu lesen. Ich bin nach wie vor unsicher, ob und wenn, wie tief ich in PHs Werk weiter einsteige, mir sind bislang nur [...]
Vielen Dank, das war ein würdiger, kluger, respektvoller, schlicht wunderbarer Schlagabtausch. Toll zu lesen. Ich bin nach wie vor unsicher, ob und wenn, wie tief ich in PHs Werk weiter einsteige, mir sind bislang nur Eckpunkte bekannt. Derzeit im Kosovo lebend mit entsprechender massiver Lokal-Empathie wohl eher nicht.
nobody_incognito 20.10.2019
3.
Bei diesen ethnischen Konflikten gibt es keine "richtige" Meinung/Partei. Die sind eine geistig-moralische Regression in der Entwicklung der Menschheit. Und wenn Handke Partei für den "schlimmsten" [...]
Bei diesen ethnischen Konflikten gibt es keine "richtige" Meinung/Partei. Die sind eine geistig-moralische Regression in der Entwicklung der Menschheit. Und wenn Handke Partei für den "schlimmsten" Protagonisten ergreift, dann m.E. nur um diese "Entwicklung" als ganzes als eine perspektvlose Sackgasse erkannbar zu machen. Die Ursache von Srebrenica lag nicht im Projekt des Vielvölkerstaats, sondern in den Nationalnarzissmen. Und da nehmen sich die versch. Ethnien nicht viel, lediglich in den Möglichkeiten destruktiver Umsetzung gibt es Unterschiede. Aber aus Vielvölkerstaat wird nun der sachlich globalistierte Leistungswettbewerb. Das ist dann auch für Ochs und Esel rational nachvollziehbar.
syracusa 20.10.2019
4.
Dass in diesem Kontext auch dieser Unsinn wieder vorgebracht wird, war zu erwarten. Nein, das Bambardement Serbiens durch die NATO war nicht völkerrechtswidrig. Es war durch das Völkernothilferecht gedeckt, das leider [...]
Zitat von ambulansbemerkenswert, wie sich allzuviele leute darüber echauffieren, dass peter handke (ausgerechnet der?) den literatur-nobelpreis 2019 verliehen bekommen hat. handke hat neben seiner manchmal durchaus kontroversen literatur auch politisch position bezogen - andere aber auch. im zusammenhang mit den jugoslawien-kriegen hat er sich deutlich auf die seite der serben gestellt; begründung: der westen stellts voreingenommen und einseitig dar (was übrigens nicht falsch ist - s. völkerrechtswidrige NATO-bombardements). alle beteilgten an diesen konflikten (alija isetbegovic, slobodan milosevic, franjo tudjman) kannten sich schon von früher, zu titos zeiten. beteiligt an und verantwortlich für bewaffnete konflikte und dem daraus entstehenden bürgerkrieg waren alle: entscheidend ist aber, wer sich von wem dabei helfen ließ. isetbegovic z.b. von der internationalen gemeinde der mudjaheddin (usama persönlich soll - lt. fotos der CIA - dort gewesen sein, mit kämpfern, geld und ausrüstung - natürlich rein humanitär); tudjmans kroatien wurde "abenteuer-spielplatz" für europas militante neo-nazis - diese kroatien-"söldner" tauchen heute noch als rechte terroristen, waffenhändler, usw. überall auf); milosevic hatte zweifellos genug auf dem gewissen, aber auch die herren mladic und karadzic. die beiden letztgenannten wurden übrigens verurteilt, aber - wieviele kroaten, wieviele bosnier (für ähnliche un-taten)?. dass der ebenfalls ausgezeichnete stanisic (auch noch friedenspreis!) handke dessen rede bei milosevic' begräbnis vorwirft, sich als unangreifbares "opfer" stlisiert und quasi die aberkennung des "nobel" für handke gefordert hat, ist an schäbigkeit kaum noch zu übertreffen ...
Dass in diesem Kontext auch dieser Unsinn wieder vorgebracht wird, war zu erwarten. Nein, das Bambardement Serbiens durch die NATO war nicht völkerrechtswidrig. Es war durch das Völkernothilferecht gedeckt, das leider infolge der Blockierung des UN-Sicherheitsrats durch aggressive Diktaturen immer öfter bemüht werden muss. Es gab deshalb auch keinerlei Anklagen gegen die beteiligten NATO-Staaten vor dem Internationalen Strafgerichtshof.
SummseMann 20.10.2019
5. Der ist gut:
"Ich kann einfach auslassen, was mich nichts angeht. Weil ich es mir leisten kann. Vielleicht lasse ich mir zuschulden kommen, Gebrauch von einem Privileg zu machen. Ich weiß von der Scheiße, nehme sie aber nicht zur Kenntnis" [...]
"Ich kann einfach auslassen, was mich nichts angeht. Weil ich es mir leisten kann. Vielleicht lasse ich mir zuschulden kommen, Gebrauch von einem Privileg zu machen. Ich weiß von der Scheiße, nehme sie aber nicht zur Kenntnis" Ich kann das auch: Nazi-Deutschland hat die Autobahnen gebaut, Wohlstand gebracht und einen wirklich effizienten Staat aufgebaut. Der IsIs hat endlich Stabilität in eine unruhige Region gebraucht. Israel kultiviert endlich die Wüste. Ausblenden von Vernichtungslagern, tausendfache Vergewaltgung von Jesidenmädchen oder die Vertreibung eines Volkes kann man ausblenden. Man sollte aber vielleicht doch ein wenig mehr darüber nachdenken. Und es spielt keine Rolle über welches Ausmaß man spricht, Scheiße bleibt Scheiße.

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