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Kultur

Andy Anderson

Ex-Drummer von The Cure ist tot

Er spielte mit The Cure und mit Iggy Pop, arbeitete erfolgreich als Session-Musiker mit den Sex Pistols und Peter Gabriel. Nun ist der britische Schlagzeuger Andy Anderson im Alter von 68 Jahren gestorben.

imago

Andy Anderson (l.) mit The-Cure-Bandkollege Laurence Tolhurst

Mittwoch, 27.02.2019   10:58 Uhr

Erst vor wenigen Tagen hatte Andy Anderson seine schwere Krebserkrankung auf Facebook bekannt gegeben und noch Hoffnung signalisiert: Gerade werde über eine möglichen Behandlung entschieden. "Hoffentlich kann ich euch in den kommenden Tagen etwas über die Ergebnisse mitteilen." Dazu kam es nicht mehr: Am Dienstag ist der britische Musiker im Alter von 68 Jahren gestorben.

Laurence "Lol" Tolhurst, Gründungsmitglied von The Cure, der Band, bei der Anderson seit 1983 für gut ein Jahr am Schlagzeug saß, bestätigte den Tod seines einstigen Bandmitglieds: "Mit schwerem Herzen muss ich das Ableben eines Cure-Bruders melden. Andy Anderson war ein wahrer Gentleman und ein großartiger Musiker mit Sinn für schwarzen Humor. Wir sind dankbar, dass wir ihn gekannt haben."

Anderson war 1983 bei The Cure eingestiegen, nachdem Tolhurst an die Keyboards gewechselt war. Mit ihm wurden die Songs "Speak My Language" und "The Love Cats" zu The Cures ersten Top-Ten-Hits in Großbritannien. Anderson war außerdem auf den beiden 1984 erschienen Alben "The Top" und "Concert: The Cure live" zu hören.

An seine Arbeit mit The Cure knüpfte Anderson eine lange und erfolgreiche Karriere als Session-Musiker an. Er arbeitete unter anderem mit Iggy Pop, Jeffrey Lee Pierce, den Sex Pistols und Peter Gabriel zusammen. Zuletzt trat er vor allem als Solomusiker in Erscheinung. Nennenswerte Alben erschienen zwar nicht, doch er veröffentlichte einige Songs unter dem Namen AAMuzik.

brs

insgesamt 3 Beiträge
b.horst 27.02.2019
1.
Traurig... :( Kleine Korrektur noch zum Artikel: Speak My Language war eine B-Seite von The Love Cats, keine separate Single.
Traurig... :( Kleine Korrektur noch zum Artikel: Speak My Language war eine B-Seite von The Love Cats, keine separate Single.
hoppelkaktus 27.02.2019
2. Ja, das ist halt, was wir ertragen müssen...
Ach, ja: wir wissen ja in Wirklichkeit ganz genau, was das Altwerden uns nebenbei auch antut, gell? Die traurige Liste der mittlerweile Gestorbenen, die dir in deinem Leben mal, weswegen auch immer, etwas Gutes bedeutet haben - [...]
Ach, ja: wir wissen ja in Wirklichkeit ganz genau, was das Altwerden uns nebenbei auch antut, gell? Die traurige Liste der mittlerweile Gestorbenen, die dir in deinem Leben mal, weswegen auch immer, etwas Gutes bedeutet haben - ach, dieses Verzeichnis des Kummers wird halt größer und größer. Bis schließlich der Deckel über deinem eigenen Sarg zugeklappt wird, oder irgendwer die Urne zuschraubt, in der sich dein von dir Übriggebliebenes befindet. So läuft es halt und ist banaler Alltag und trotzdem immer von Neuem einfach traurig. Dieser gute, arme Junge hatte bis zum Schluss noch Hoffnung, und er wollte unbedingt leben. Wenigstens einige von uns können sich hoffentlich einen Hauch demütige Andacht abringen, wenn sie bei Gelegenheit sein vielfach aufgezeichnetes, einmalig geiles Schlagzeugspiel anhören. - Gute Reise ins große Nichts, guter Knabe.
Ngomo Schmidt 28.02.2019
3. RIP Andy A.
...we cut the words and waved goodbye and dropped off the edge of the world ... speak my language.
...we cut the words and waved goodbye and dropped off the edge of the world ... speak my language.

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