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Kultur

Abgehört - neue Musik

Titanische Gefühle

Hymnen auf den drohenden Untergang: Weyes Blood hat den opulenten Soundtrack für die "Fridays for Future"-Demos, die Chemical Brothers liefern die Party-Tunes; Priests rocken das Machtgefüge und Lena leckt Wunden.

Von , und Arno Raffeiner
Dienstag, 09.04.2019   17:24 Uhr

Weyes Blood - "Titanic Rising"
(Sub Pop/Cargo, seit 5. April)

Man ahnte, dass sich etwas Großes formt: Schon auf ihren hervorragenden Alben "The Innocents" (2014) und "A Front Row Seat To Earth" (2016) gab Natalie Mering die sanfte Prophetin des drohenden Untergangs, eines "Land Of Broken Dreams", wie ein früher Song hieß. Für das Cover ihres vierten und bisher besten Albums setzte sie nun sich selbst in einem komplett eingerichteten Kinderzimmer unter Wasser. So sieht sie aus, die nasskalte Zukunft, gegen die weltweit jeden Freitag Kids auf die Straße gehen.

Das Ertrinken durch Klimawandel und Erderwärmung ist aber nur die eine Ebene, auf der dieses Bild funktioniert, es geht auch um das Abtauchen in Erinnerungen: "Go back to a time when I was just a girl/ When I had the whole world/ Gently wrapped around me/ And no good thing could be taken away", singt Mering, heute 30, im Eröffnungsstück "A Lot's Gonna Change" über aufwallenden Streicher-Arrangements (die ersten, die in ihrer Musik zu hören sind). Der Song, der als Piano-Ballade beginnt, entfacht ein Pathos und eine orchestrale Wucht, dass er im Abspann eines Mega-Blockbusters laufen könnte, "Titanic" zum Beispiel, den Mering als Kind sah - und James Camerons Meta-Botschaft von der Hybris des Menschen gegenüber der Natur erst als Erwachsene verstand.

Andreas Borcholtes Playlist KW 15

SPIEGEL ONLINE

Playlist auf Spotify

 1. Earth: Cats On The Briar

 2. Kelsey Lu: Blood

 3. Weyes Blood: A Lot’s Gonna Change

 4. Shana Cleveland: Don’t Let Me Sleep

 5. Lucy Rose: Conversation

 6. Dillon: Wicked Games

 7. Lena: Stuck Inside

 8. Haiyti: Chatboy

 9. Shirin David: ICE

10. Juju: Hardcore High

"Titanic Rising" ist ihre - ebenso epische, ebenso verschachtelte - Antwort auf das prägende Kino-Narrativ ihrer Generation: Große Gefühle und große Gesten. Die Musik könnte also sentimentaler und schwelgender nicht sein: Enya, Joni Mitchell, Karen Carpenter, Carole King, das sind die Patinnen dieses Sounds, der plüschig und analog wirkt, aber mit geschickt verwobenen Elektronik- und Synthesizer-Geräuschen und Sounds jeden Nostalgieverdacht ausputzt. Für Subersivität sorgen die weitaus nüchterneren Texte, wenn man ihnen zuhört. Der Anspruch, die kompositorische Grandezza und Souveränität, die Mering hier als Songwriterin und Musikerin erreicht, ist umwerfend. John Grant und Father John Misty fallen einem als zeitgenössische Vergleiche ein, Julia Holter ohne den distanzierenden Avantgarde-Appeal.

Preisabfragezeitpunkt:
06.06.2019, 13:33 Uhr
Ohne Gewähr

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Titanic Rising

Label:
Sub Pop / Cargo
Preis:
EUR 7,91

"Titanic Rising" ist eine Zeitkapsel für Pop-Historiker, die in 30 oder 40 Jahren nach dem kulturellen Vibe unserer Prä-Apokalypse forschen. Sie finden ein lustvoll zwischen Zweifel und Zuversicht taumelndes Werk, das sich an seiner eigenen Opulenz aufrichtet. Die Sehnsucht danach, dass das reale Leben ein Film sein möge und einer Dramaturgie oder Logik folge (mit Happy End?), davon handelt das in Prog-Rock-Futurismen und barocker Kammermusik zerschmelzende zentrale Stück "Movies"; ein beschwingter Beach-Boys-Vibe untermalt in "Everyday" Merings sarkastische Beobachtungen zur Liebe in Zeiten von Tinder. Das zugehörige Video ist ein Slasher-Horrorfilm. Im schlagerhaft schunkelnden "Andromeda" und im hymnischen "Something To Believe In" sucht Mering, die sich schon als Teenie von der Frömmigkeit ihrer Eltern emanzipierte, nach Spritiualität jenseits von Gott: "Stop calling/ It's time to let me be/ If you think you can save me/ I'd dare you to try".

Aber nein, retten müssen wir uns schon selbst, davon erzählen die Fanfaren, das hämmernden Klavier und eine alarmierende E-Gitarre in "Wild Time" - und nehmen die Dramatik des Album-Beginns wieder auf: "Running on a million people burning/ Don't cry, it's a wild time to be alive", singt Mering so lieblich und selbstgewiss zugleich, dass sich trotz des harschen Fatalismus ein sehr tröstlicher, durch die Pop-Jahrzehnte transzendierender "Somewhere Over The Rainbow"-Effekt einstellt. Erhebende Musik für die Reise auf der rettenden Planke im bald endlosen Ozean. (9.2) Andreas Borcholte

Priests - "The Seduction Of Kansas"
(Sister Polygon/Cargo, seit 5. April)

Auf dem Höhepunkt seines Schaffens und Größenwahns konnte man Trent Reznor in Schlangenlederhosen bestaunen. 25 Jahre ist es her, dass der Songwriter und Sänger von Nine Inch Nails solche im Video zu "March Of The Pigs" trug und dazu die taumelnde Goth-Rock-Diva gab. Er schubste seine Mitmusiker herum, warf Mikrofonständer durch die Gegend, lachte wie irre in die Kamera und sang im Befehlston über seinen eskalierenden Weltekel. "Wie niedlich!", muss die Rockband Priests aus Washington, D.C. gedacht haben, als sie sich Anfang des Jahres auf der Suche nach Ideen für ein eigenes Video befand.

Der Clip, den Priests schließlich zu ihrem Song "Jesus' Son" gedreht haben, ist NIN-Hommage und -Parodie zugleich: ein beinahe szenengetreues Remake von "March Of The Pigs", in dem sich die Sängerin Katie Alice Greer exaltierte Versionen von Reznors Posen und Manierismen aneignet. Das zugehörige Lied handelt von einem Mann, der sich für Gottes Enkelkind hält und daraus die Erlaubnis ableitet, all seine zerstörerischen Neigungen auszuleben. In Verbindung mit dem Video wird es jedoch auch zur Satire auf jenen Rockstartypus mit Messiaskomplex, den Reznor Mitte der Neunzigerjahre so überzeugend repräsentierte (und heute selbst lächerlich findet).

Für Priests ist dieses Spiel mit Referenzen und Kontext bezeichnend. Auf ihrem neuen Album "The Seduction Of Kansas" beweisen sie sich als Band der zweiten Handlungsebene. Die Platte enthält Songs über konservative Großfinanziers wie die Koch-Brüder und den kontroversen Kongressabgeordneten Charlie Wilson, der einst afghanische Islamisten bewaffnete und zur Strafe in einem Biopic von Tom Hanks gespielt wurde. Priests erschöpfen sich jedoch nicht in der Empörung über solche Fallbeispiele für Korruption und Amtsmissbrauch. An einem Partypolitiker wie Wilson interessiert sie vor allem das Machtgefüge, das seine Karriere überhaupt erst ermöglichte.

Preisabfragezeitpunkt:
06.06.2019, 13:22 Uhr
Ohne Gewähr

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The Seduction of Kansas

Label:
Sister Polygon Records / Cargo
Preis:
EUR 9,65

Die dissidente Haltung, die aus Post-Punk-Kompakthymnen wie "Good Time Charlie" spricht, war bisher einfacher zu verorten als der Sound von Priests. Lebte ihr Debütalbum"Nothing Feels Natural" noch von einer nervösen Energie, die sich auch in abseitigem Teilzeit-Jazz und No-Wave-Funk entladen konnte, verblüfft "The Seduction Of Kansas" jedoch zwei turbulente Jahre später mit rockmusikalischem Ordnungsfimmel. Eine leicht zu überhörende Vibrafon-Einlage in "Texas Instruments" bleibt der einzige spielerische Moment des Albums.

Ansonsten gilt: Der Bass gibt den Herzschlag vor, die Gitarre verziert zurückhaltend, Greer erkundet die Nuancen ihrer erstaunlich rockröhrigen Stimme. Ist es der Einfluss von Indierock-Starproduzent John Congleton (St. Vincent, Angel Olsen), der aus dieser neuen Geradlinigkeit spricht? Oder markiert sie ein nötiges Gegengewicht zu den komplexen Geschichten, die Priests auf "The Seduction Of Kansas" erzählen? Es ist wie immer bei dieser Band: Im falschen Leben kann es keine richtigen Antworten geben. (7.8) Daniel Gerhardt

The Chemical Brothers - "No Geography"
(Virgin EMI/Universal, ab 12. April)

Linksverkehr. Ein Panzer auf der Überholspur. In der Ferne, unter rosa Schäfchenwolken, lockt ein oranges Glühen am Horizont. Das Cover von "No Geography" verspricht nichts, was Ursula von der Leyen nicht auch dufte fände: schweres Geschütz auffahren, um die Glückseligkeit zu erobern. The Chemical Brothers machen das seit 26 Jahren. Nicht zum ersten Mal heißt es, die Zeiten, in denen eine neue Platte von Tom Rowlands und Ed Simons wie ein Ereignis staatstragender Volldröhnung erwartet wurde, seien vorbei. Ihre letzten sechs Alben landeten trotzdem allesamt an der Spitze der UK-Charts, und die Arena-Tour ist auch wieder ausverkauft.

Was dem englischen Duo seit so langer Zeit Aufmerksamkeit garantiert, ist seine Kauzigkeit. Platten der Chemical Brothers wirken selbst im Rückblick seltsam unberührt vom Zeitgeist in der sonst so Trend-hörigen Dance Music. Sie sind souverän arrogant, und weil sie das Ding mit dem Holzhammer durchziehen, dengeln sie regelmäßig bleibenden Eindruck ins kollektive Popgedächtnis. Etwa als sie Noel Gallagher zu Rückwärts-Gitarren-Psychedelia die Frage stellten, wie sich dieses gewisse Etwas anfühlt ("Let Forever Be"). Oder als US-Rapper Q-Tip zu marokkanischen Fiedeln im 6/4-Takt quäkte, er werde gleich einen bestimmten Knopf drücken ("Galvanize").

Preisabfragezeitpunkt:
06.06.2019, 13:22 Uhr
Ohne Gewähr

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No Geography (Ltd.Mint Pack)

Label:
Virgin (Universal Music)
Preis:
EUR 9,07

Statt Q-Tip ist diesmal die norwegische Sängerin Aurora Aksnes an Bord, aber diesen Knopf haben die Brothers wieder im Sinn. Das Album setzt nämlich am Vorabend des Weltuntergangs ein: "Eve Of Destruction", der erste Track, zitiert sich kakophonisch quer durch die Dance-History: Chicago-House-Chords, Kraftwerk-Vocoder, Disco-Bass, Kuhglocken-Breakdown gefolgt von Bongotrommel-Breakdown - die akustische Entsprechung eines akuten Statikproblems.

Wenn die Verhältnisse ins Instabile tendieren, sind Durchhalteparolen und Tanzimperative kein besonders origineller Reflex. Aber ein probater. Mehr davon hat man auf einem Album lange nicht gehört: "Got to keep on", "We've got to try", "I won't back down", "Free yourself", "Dance!" Genau besehen ist das keine Rave-Folklore, sondern ein Topos aus der Soulmusik: die alte Kunde vom "Keep on keeping on", die Rowlands und Simons auch mit prominentem Einsatz von Soul-Samples unterfüttern.

Das macht aus "No Geography" keine Disco-Platte für die Ewigkeit, aber den kleinen Partyproll in allen Brexit-Destabilisierten dies- und jenseits des Ärmelkanals wird sie allemal wecken. Vor allem ist es beruhigend, dass man sich Endzeitszenarien noch so ausmalen kann wie die Chemical Brothers: als Bonusrunde beim Autoscooter. Am liebsten im Panzer. (6.8) Arno Raffeiner

Lena - "Only Love, L"
(Polydor/Universal, seit 5. April)

Man beneidet ja die britischen, US-amerikanischen, niederländischen oder schwedischen Radio- oder Playlist-HörerInnen, die in den kommenden Wochen vielleicht (hoffentlich) über Songs wie "Note To Myself", "Scared" oder "Life Was A Beach" stolpern und hängenbleiben. Sie werden Lenas neue Lieder ganz automatisch in einen Sinnzusammenhang mit internationalen Acts wie Selena Gomez, Dua Lipa oder Tove Lo setzen. Weil's geht. Und weil's richtig ist.

Vielleicht schmunzeln sie über die eine oder andere krumme Text-Wendung und den seltsamen, auch dank Autotune viel smoother gewordenen Akzent des englischen Gesangs. Manche erinnern sich vielleicht noch daran, dass diese jetzt so selbstverständlich urban und nach modernem Tropical-Pop und R&B klingende Sängerin vor bald zehn Jahren mal den Eurovision Song Contest gewonnen hat. Aber so what!?

So unbefangen kann man Lenas Musik hier in Deutschland leider nie betrachten. Sie ist halt das Grand-Prix-Maskottchen, das ewige Lenchen. Interessanter als ihre Bemühungen, sich als Pop-Künstlerin zu finden, fanden die meisten eh ihre Moves in der Öffentlichkeit: Blitzte da etwa ein Nippel? Ist sie nicht zu dürr, zu zickig, zu naseweis? Alles andere, die Musik, die Texte, war halt sehr oft nicht sehr aufregend. Was dem Erfolg in den deutschen Charts keinen Abbruch tat.

Preisabfragezeitpunkt:
06.06.2019, 13:33 Uhr
Ohne Gewähr

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Only Love, L

Label:
Polydor (Universal Music)
Preis:
EUR 11,88

Im Umkehrschluss müsste "Only Love, L", ihr fünftes Album, jetzt eigentlich auf dem hiesigen Markt floppen, dafür aber im Ausland abheben. Man wünscht es Lena, man wünscht ihr unvorbelastete Urteile und einen Neustart. Zwar suchte sie erneut die Hilfe einer ganzen Truppe von SongwriterInnen und ließ das Hit-erprobte Produzententeam BeatGees (u.a. Namika) sein slickes Pop-Business ausüben. Trotzdem fanden aber sehr persönliche Reflexionen - über ihren drohenden Burn-out, ihre Unsicherheit mit sich selbst und ihrem Life in the fast Lane, Frust und Unglück über Hater und Neider einen Weg zwischen all die Phrasen, Effekte und Generika des Albums. Das sorgt für bisher ungekannte Tiefe und Charakter, auch im Gesang. Sogar eine zaghaft emanzipierte Sexyness traut sie sich zu ("Private Thoughts"). Und gegen Ende, in den hervorragenden Stücken "Stuck Inside", "Skinny Bitch" und "Boundaries", wird es sogar ungeahnt abgründig, fast schon deep. Nur ganz am Schluss kommt dann mit "Ok" leider das blöde, funky verdudelte Sicherheitsnetz: "I'm ok, you're ok, we're ok… uh".

Ein vielleicht letztes Zugeständnis ans Mittelmaß. Denn "Only Love, L" ist weitaus mehr als nur okay. (7.3) Andreas Borcholte

Wertung: Von "0" (absolutes Desaster) bis "10" (absoluter Klassiker)

insgesamt 45 Beiträge
ambulans 09.04.2019
1. all
right, diesmal sinds gleich drei, die hier ihre auswahl "titanische gefühle" vorstellen; also los, messer raus, die kritik beginnt: nr. 1 "weyes blood" ist kino für die vorstadt mit "großen" [...]
right, diesmal sinds gleich drei, die hier ihre auswahl "titanische gefühle" vorstellen; also los, messer raus, die kritik beginnt: nr. 1 "weyes blood" ist kino für die vorstadt mit "großen" gefühlen (a lots gonna change - kann paul mccartney auch nach mitternacht noch besser), natalie gibt sich - halt mühe; nr. 2 "priests" ist ordentlich, trent reznor auf mädel umgestylt, die bühnen-posen klappen auch noch nicht so richtig, aber ... anhörbar); nr. 3, die "chemical bros." müssens heute hier reißen (funktioniert); nr. 4 "lena" verliert sich leider - nicht uninteressante late midnight-stimme - irgendwo zwischen sade und aktueller beliebigkeit; leider. anderes thema - da hier männerstimmen selten sind: "ea 80" ausm pott, ca. gladbach, ca. 40 jahre und ur-punks, sind z.zt. auf tournee - und richtig gut; "junge" singt wien junger gott, dazu die gitarren, und ... hat spaß gemacht, dr. ambulans (alle kassen)
freddykruger 09.04.2019
2. @ambulans
Hallöle Doc. Du hast es endlich einmal geschafft der erste Forist im Abgehört Forum zu sein (lach). Gibt wenig zu meckern diesmal. Priests könnten mir durchaus gefallen. Aber da möchte ich vorher schon mehr als nur 3 [...]
Hallöle Doc. Du hast es endlich einmal geschafft der erste Forist im Abgehört Forum zu sein (lach). Gibt wenig zu meckern diesmal. Priests könnten mir durchaus gefallen. Aber da möchte ich vorher schon mehr als nur 3 dreißigsekündige angespielte Titel hören. Das gleiche gilt für Chemical Brothers. Machen neugierig auf mehr. Naja, über die überbewertete Göre Lena muß man ja wohl nicht ernsthaft diskutieren. Flache Musik mit einer, für meinen Geschmack, fürchterlichen Stimme. Der geneigte aber unkritische Mainstream Alleshörer wird wohl auch diesmal Lena huldigen. Ich war in Versuchung mich zu outen. Ich höre gerade die neue Herrman Van Veen, daß schreibe ich wohl besser nicht. Mein ganzes Image wäre dann futsch. freddykruger elm st heute Privatpatient
ambulans 09.04.2019
3. hi freddy,
jau, manchmal hat man halt glück (das war jetzt natürlich fürchterlich gelogen - ich hab selbstverständlich die letzten tage nicht mehr geschlafen, um garantiert rechtzeitig ..., du weißt, echt alder, ich schwör). o.k., [...]
Zitat von freddykrugerHallöle Doc. Du hast es endlich einmal geschafft der erste Forist im Abgehört Forum zu sein (lach). Gibt wenig zu meckern diesmal. Priests könnten mir durchaus gefallen. Aber da möchte ich vorher schon mehr als nur 3 dreißigsekündige angespielte Titel hören. Das gleiche gilt für Chemical Brothers. Machen neugierig auf mehr. Naja, über die überbewertete Göre Lena muß man ja wohl nicht ernsthaft diskutieren. Flache Musik mit einer, für meinen Geschmack, fürchterlichen Stimme. Der geneigte aber unkritische Mainstream Alleshörer wird wohl auch diesmal Lena huldigen. Ich war in Versuchung mich zu outen. Ich höre gerade die neue Herrman Van Veen, daß schreibe ich wohl besser nicht. Mein ganzes Image wäre dann futsch. freddykruger elm st heute Privatpatient
jau, manchmal hat man halt glück (das war jetzt natürlich fürchterlich gelogen - ich hab selbstverständlich die letzten tage nicht mehr geschlafen, um garantiert rechtzeitig ..., du weißt, echt alder, ich schwör). o.k., schluss mit tinnef; hab mich gewundert, dass du auf "ea 80" nicht angesprungen bist - die kommen doch aus deiner ecke (jedenfalls im weitere sinne)? das konzert war jedenfalls ziemlich gut; und für ne eigentlich-nie-major label-band (also praktisch idealisten) sowieso ... bis zum nächsten schlachtfest, dr. ambulans (alle kassen)
freddykruger 09.04.2019
4. @ambulans
Ich hab EA80 zu oft gesehen und etwas leid gehört. Trotzdem eine sehr gute Band. Mit Punk hab ich es nicht so. Aber auch hier gibt es Ausnahnen für mich. Television, Wire, Dead Kenedys, Clash, Ruts DC und natürlich Patti Smith. [...]
Ich hab EA80 zu oft gesehen und etwas leid gehört. Trotzdem eine sehr gute Band. Mit Punk hab ich es nicht so. Aber auch hier gibt es Ausnahnen für mich. Television, Wire, Dead Kenedys, Clash, Ruts DC und natürlich Patti Smith. Punk ist vor vierzig Jahren an mir vorbeigegangen. Erst in den letzten 1-2 Jahren hab ich wieder etwas Interesse an Punk gefunden. Aber bloß keinen dösigen deutschen Punk ala Slime, Hass usw. Die dumpfen Politparolen blökenden Assi Bands sind mir einfach nur auf dem Senkel gegangen und das hat sich bis heute nicht geändert. Slime sind sich aber treu geblieben. Sie sind noch immer keine Musiker. Um aber nochmal auf Abgehört zu kommen, ich hab mir den Rest der hier vorgestellten Alben angehört. Nichts was mir da zusagt. Für meinen Geschmack belanglos.
toninotorino 09.04.2019
5.
wenn ich wählen müßte....nehme ich die Priests...
wenn ich wählen müßte....nehme ich die Priests...
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