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Kultur

Krimi-Vote

Wie fanden Sie den Western-"Polizeiruf"?

Fremder tot, Dorfgemeinschaft intakt? Der "Polizeiruf" aus Magdeburg kam als Western-artiger Krimi daher, bei dem die Auflösung allzu vorhersehbar war. Oder sind Sie anderer Meinung?

Stefan Erha/ MDR
Montag, 12.08.2019   05:06 Uhr

"In dieser Nacht, nach diesem Vorfall, haben wir zum ersten Mal wieder ruhig geschlafen", hieß es am Ende der "Tatort"-Folge, bei der schon im Titel ein Spoiler eingebaut war: "Mörderische Dorfgemeinschaft". Das Kapitalverbrechen war hier eine Team-Unternehmung. Der Fremde wurde beseitigt, die Dorfgemeinschaft war danach wieder vermeintlich intakt.

In unserer Kritik schrieben wir: "In Rückblenden wird aus verschiedenen Perspektiven die Rolle des Fremden beschrieben, die je nach Blickwinkel variiert. Die Frauen schwärmen, wie sie sich von ihm wahrgenommen und begehrt glaubten; den Männern schien der andere neue Möglichkeiten in ihrem beschränkten Aquarium-Leben zu eröffnen; die Alten fühlten sich von ihm ausgenommen. Den Ermittlern präsentiert sich in diesem ambitioniert gebauten 'Polizeiruf' sukzessive das Bild eines brutalen Manipulators." Wir gaben 6 von 10 Punkten. Wie fanden Sie den Krimi?

In Zukunft wird es recht einsam um Claudia Michelsen als Kommissarin Brasch werden. Der Western-artige "Polizeiruf" war der letzte mit Matthias Matschke, der hier in seiner Rolle als Kommissar Köhler eine denkbar lieblose Verabschiedung erhielt - sie wurde schlicht im Film nicht thematisiert.

Wie man hört, stehen weitere Abgänge an. So konnte man in der aktuellen Folge sehen, wie Brasch es nicht zustande bringt, sich mit der Tochter ihres Freundes, des Polizeipsychologen Wilke, zu treffen, sodass sie die neue Beziehung aufs Spiel setzt. Auch Wilke-Darsteller Steven Scharf, so gehen die Gerüchte, soll schon seinen Abschied beim MDR-"Polizeiruf" angekündigt haben. Dann heißt es ein weiteres Mal: Bindungsgestörte Ermittlerin sucht...

cbu

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