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Kultur

Krimi-Vote

Wie fanden Sie den Bomben-"Tatort"?

Alte Bombe im Neubauparadies: Der Kölner "Tatort" zeigte bürgerliche Sehnsüchte und wirtschaftliche Sorgen im Milieu von Kampfmittelräumern. Oder sind Sie anderer Meinung?

WDR/ Martin Valentin Menke
Montag, 01.04.2019   04:09 Uhr

"Zwei Blindgänger, zwei verfluchte Ami-Bomben!" So stöhnt der Bauunternehmer am Ende gegenüber den Ermittlern. Eigentlich hätten die Sprengkörper vor Ort zur Explosion gebracht werden müssen, aber das Neubaugebiet mit dem schönen Namen Flora-Quartier war schon halb fertiggestellt. Der Bauunternehmer hätte seine sechs Millionen Euro Eigenkapital verloren.

Der Kölner "Tatort" ging das Thema von Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Boden von Köln und Umgebung liegen, als Unternehmer-Drama an. So wie der Bauunternehmer wurden auch die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes von wirtschaftlichen Sorgen und bürgerlichen Sehnsüchten getrieben. In unserer Kritik schrieben wir: "Der 'Tatort' ist eine Art 'Hurt Locker' aus dem deutschen Mittelstand." Wir gaben sechs von zehn Punkten. Wie fanden Sie den Krimi?

Das Kölner "Tatort"-Team um Schenk und Ballauf bekommt die meisten Folgen innerhalb der Krimireihe, dreimal im Jahr treten die beiden an. Drei neue Folgen liegen bereits weitgehend fertiggestellt vor: In "Außer Kontrolle" geht es um einen Polizistenmord, in "Gegen den Strom" um die Leiche eines Abiturienten, die nackt an einem Seeufer bei Köln gefunden wurde, und in "Niemals ohne mich" um den Tod einer Mitarbeiterin des Jugendamtes - diese Folge befindet sich zur Zeit noch im Dreh und wird wahrscheinlich erst 2020 zu sehen sein.

cbu

insgesamt 13 Beiträge
kathahall 01.04.2019
1. Guter Tatort
Ich fand den Tatort gut (8/10 Punkten). Die Geschichte war in sich stimmig, so dass man ihr gut folgen konnte ohne dass sie zu vorhersehbar war. Auch die Figuren fand ich gut erzählt, ohne gravierende Überzeichnungen und ohne [...]
Ich fand den Tatort gut (8/10 Punkten). Die Geschichte war in sich stimmig, so dass man ihr gut folgen konnte ohne dass sie zu vorhersehbar war. Auch die Figuren fand ich gut erzählt, ohne gravierende Überzeichnungen und ohne moralischen Zeigefinger. Außerdem mag ich das Team, da es angenehm dezent agiert und ohne Raum greifende private Geschichten auskommt. Ich finde den Assistenten prima, da er sowohl auf seine Mittagspause als auch auf seinen Feierabend besteht. Das sind die einzigen Momente, in denen Ballauf und Schenk etwas unsympathisch werden, wenn sie da drauf rumhacken. Ich finde es absolut altbacken, sich über sowas zu ärgern. Aber es scheint mir etwas überspitzt und ironisch gemeint zu sein. Insgesamt war der Tatort eine runde Sache, eigentlich wie immer in Köln.
stoffi 01.04.2019
2. Es ist schon
sehr lange her, das ich sagen konnte, der war richtig gut!
sehr lange her, das ich sagen konnte, der war richtig gut!
kivas 01.04.2019
3. Der Tatort der halben Gesichter
Mich hat der Tatort insgesamt unterhalten, jedoch wirkte die Story manchmal arg konstruiert. Zudem fand ich die Kameraführung etwas sehr nervig "künstlerisch" häufig war in Nahaufnahmen immer nur die Hälfte des [...]
Mich hat der Tatort insgesamt unterhalten, jedoch wirkte die Story manchmal arg konstruiert. Zudem fand ich die Kameraführung etwas sehr nervig "künstlerisch" häufig war in Nahaufnahmen immer nur die Hälfte des Gesichts zu sehen. Das kann man mal machen, aber so oft. Was mich verwirrt hat: war das Präsidium in der letzten Folge nicht umgezogen? Falsche Reihenfolge bei der Ausstrahlung oder hat die Continuity gepennt?
hohnspiegel 01.04.2019
4. Unterhaltsam
und stringend, allerdings kam ich schon sehr schnell auf den Sohn des Kampfmittelräumdienst Chefs als Täter
und stringend, allerdings kam ich schon sehr schnell auf den Sohn des Kampfmittelräumdienst Chefs als Täter
mingolan 01.04.2019
5. Den Sohn
hatte ich auch frühzeitig im Verdacht, nur konnte ich kein Motiv finden. Insgesamt fand ich ihn gut, was mich allerdings verwunderte, dass der staatliche Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf offenbar wie [...]
hatte ich auch frühzeitig im Verdacht, nur konnte ich kein Motiv finden. Insgesamt fand ich ihn gut, was mich allerdings verwunderte, dass der staatliche Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf offenbar wie ein kleines Familienunternehmen geführt wird.

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