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Leben und Lernen

Digitalpakt für Schulen

Bund und Länder einigen sich auf Grundgesetzänderung

Der Weg für den Digitalpakt ist frei - der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag hat sich auf eine Grundgesetzänderung verständigt. Ziel: mehr Geld für Deutschlands Schulen.

DPA

Klassenzimmer (Symbolbild)

Mittwoch, 20.02.2019   19:41 Uhr

Bund und Länder haben sich auf Änderungen des Grundgesetzes verständigt und damit den Weg für den Digitalpakt Schule freigemacht. Der Vermittlungsausschuss fasste am Mittwochabend einen entsprechenden Beschluss, wie nach der Sitzung in Berlin mitgeteilt wurde. Mit dem Digitalpakt sollen die Länder vom Bund fünf Milliarden Euro für eine bessere technische Ausstattung in Schulen erhalten.

Bei dem Kompromiss geht es unter anderem darum, wie der Bund die Verwendung seiner Milliardenhilfen durch die Länder künftig kontrollieren darf.

Mit dem Geld sollen Deutschlands Schulen digitalisiert und außerdem der soziale Wohnungsbau angekurbelt werden. Pendler sollen ebenfalls von mehr Bundesmitteln profitieren - diese sollen in den Ausbau des regionalen Schienenverkehrs fließen.

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider kündigte an, bereits an diesem Donnerstag wolle der Bundestag die Grundgesetzänderung beschließen. Die Länderkammer dürfte bei ihrer nächsten Sitzung am 15. März darüber entscheiden.

asa/tin/AFP/dpa

insgesamt 5 Beiträge
Voth 20.02.2019
1. So kann mans natürlich auch machen
Vorne "Digitalisierung der Schule" draufschreiben (was an sich schon nutzlos ist) und unter dem Cover stehen dann Sozialwohnungen für (wahrscheinlich) die lieben Gäste
Vorne "Digitalisierung der Schule" draufschreiben (was an sich schon nutzlos ist) und unter dem Cover stehen dann Sozialwohnungen für (wahrscheinlich) die lieben Gäste
ctrader62 20.02.2019
2. 5 Milliarden für Schulen, sozialen Wohnungsbau und ÖPNV
Zitat: Mit dem Geld sollen Deutschlands Schulen digitalisiert und außerdem der soziale Wohnungsbau angekurbelt werden. Pendler sollen ebenfalls von mehr Bundesmitteln profitieren - diese sollen in den Ausbau des regionalen [...]
Zitat: Mit dem Geld sollen Deutschlands Schulen digitalisiert und außerdem der soziale Wohnungsbau angekurbelt werden. Pendler sollen ebenfalls von mehr Bundesmitteln profitieren - diese sollen in den Ausbau des regionalen Schienenverkehrs fließen. Zitat Ende. Ich war so naiv und habe den Meldungen Glauben geschenkt, dass es jetzt 5 Milliarden EUR für die bessere Ausstattung der Schulen gibt. Das wären 600 EUR je Schüler gewesen (8,35 Mio Schüler an allg. bildenden Schulen, Stand 2017). Aber jetzt soll damit auch der soziale Wohnungsbau und der ÖPNV finanziert werden. Da bin ich ja beruhigt, dass die Schüler weiterhin mit Digitalisierung kaum belästigt werden, weil der Finanzbedarf für sozialen Wohnungsbau und ÖPNV um eine Größenordnung größer ist. Wie gut, dass Cum-Ex nur 60 Milliarden gekostet hat. Die 150 Milliarden Eur, die jedes Jahr durch geduldeten MwSt-Betrug abfließen - einfach nur Peanuts. Gute Arbeit, Glück gehabt, 5 Milliarden bleiben jetzt für Digitalisierung der Schulen UND sozialen Wohnungsbau UND ÖPNV übrig. Und das nach nur 1 Jahr erbittertem Streit, bravo ! Die Lösungskompetenz der Demokratie ist zu einem Zwerg verkommen, so dass sich die meisten Länder inzwischen am System von China orientieren. Unser Gesellschaftssystem ist es wirklich wert verteidigt zu werden, dazu gehört auch eine Lösungskompetenz, die der Bürger spüren kann. Ansonsten wird es systematisch zerstört und das ist gerade in vollem Gange !
hps 21.02.2019
3. Zeigt den Kindern was der Kern der Digitalität ist
Die Teilung der Aufgaben und Ausgaben ist sinnvoll. Die Geldgeber sollen darauf achten, nicht über den Tisch gezogen zu werden. Die Schulen mit Hardware zuzuschütten ist kontraproduktiv. Das Geld für Lehrkräfte auszugeben ist [...]
Die Teilung der Aufgaben und Ausgaben ist sinnvoll. Die Geldgeber sollen darauf achten, nicht über den Tisch gezogen zu werden. Die Schulen mit Hardware zuzuschütten ist kontraproduktiv. Das Geld für Lehrkräfte auszugeben ist klug. Digital Kompetenz heist verstehen lernen.
ondrana 21.02.2019
4.
Mich nervt es ungemein, dass man immer mient, den Lehrkräften unterstellen zu müssen, sie bräuchten in erster Linie keine Hardware sondern Fortbildung. Wir sind im Jahre 2019 und im Schnitt beherrschen 80% der Lehrkräfte [...]
Zitat von hpsDie Teilung der Aufgaben und Ausgaben ist sinnvoll. Die Geldgeber sollen darauf achten, nicht über den Tisch gezogen zu werden. Die Schulen mit Hardware zuzuschütten ist kontraproduktiv. Das Geld für Lehrkräfte auszugeben ist klug. Digital Kompetenz heist verstehen lernen.
Mich nervt es ungemein, dass man immer mient, den Lehrkräften unterstellen zu müssen, sie bräuchten in erster Linie keine Hardware sondern Fortbildung. Wir sind im Jahre 2019 und im Schnitt beherrschen 80% der Lehrkräfte den Teil des digitalen Unterrichtens, der für das Brot-und Buttergeschäft notwendig ist. Sie können aber nichts anwenden, weil die Hardware nicht da ist. Diejenigen, die noch Berührungsängste haben, können sich nicht herantasten, weil die Hardware nicht da ist. An NIX kann man auch nichts üben. Was die Schule jedoch brauchen, ist Systemadministration und technische Betreuung der hardware..
Thomas Schröter 21.02.2019
5. Schüler ermutigen nicht wichtiger als digiitale Lernillusionen?
Schade, bisher hat mir noch kein Pädagoge digitalen Unterricht, der tatsächlich zu verbesserten, persistierenden Lernergebnissen führt, demonstrieren können. Und das will was heißen, da ich vom Fach bin und mich nun [...]
Zitat von ondranaMich nervt es ungemein, dass man immer mient, den Lehrkräften unterstellen zu müssen, sie bräuchten in erster Linie keine Hardware sondern Fortbildung. Wir sind im Jahre 2019 und im Schnitt beherrschen 80% der Lehrkräfte den Teil des digitalen Unterrichtens, der für das Brot-und Buttergeschäft notwendig ist. Sie können aber nichts anwenden, weil die Hardware nicht da ist. Diejenigen, die noch Berührungsängste haben, können sich nicht herantasten, weil die Hardware nicht da ist. An NIX kann man auch nichts üben. Was die Schule jedoch brauchen, ist Systemadministration und technische Betreuung der hardware..
Schade, bisher hat mir noch kein Pädagoge digitalen Unterricht, der tatsächlich zu verbesserten, persistierenden Lernergebnissen führt, demonstrieren können. Und das will was heißen, da ich vom Fach bin und mich nun über Jahrzehnte auf dem neusten Stand in diesem Bereich halte. Insbesondere auch was die erheblichen Forschungsmängel iim Bezug auf vorgeblich die Digitalisierung der Schule unterstützende Studien angeht. Es gibt aber solide Überblicksreports verschiedener Bundesministerien, die die Kontraproduktivität dieser gehypten Instrumente nachweisen. Brot und Buttergeschäft? Hört sich ja richtig nach pädagiischer Fachkraft an. Würd mich mal interessieren bei welchem Promoter sie gelernt haben.

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