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Leben und Lernen

Früher Umgang mit Geld

Kinder in Deutschland verfügen über drei Milliarden Euro Kaufkraft

Taschengeld hier, Geldgeschenke da: Wenn man das Geld aller Kinder zusammenrechnet, kommt eine beträchtliche Summe heraus. Was die Kleinen damit anstellen, hat eine Studie untersucht.

imago images/Westend61

Was kann sich ein Kind leisten, wenn das Sparschwein geschlachtet ist?

Dienstag, 06.08.2019   17:54 Uhr

Kinder in Deutschland verfügen dank Taschengeld und Geldgeschenken über knapp drei Milliarden Euro an Kaufkraft. Das geht aus der Kinder-Medien-Studie 2019 hervor, die die Mediennutzung, das Freizeit- und das Konsumverhalten von Kindern zwischen vier und 13 Jahren untersucht und von mehreren Medienhäusern in Auftrag gegeben wurde.

Im Schnitt erhalten die Kinder der Studie zufolge 20,52 Euro Taschengeld im Monat, dazu kommen pro Jahr durchschnittlich 158 Euro an Geldgeschenken, zum Beispiel zum Geburtstag oder zu Weihnachten. 2017 erhielten die Kinder durchschnittlich noch rund vier Euro mehr Taschengeld pro Monat.

Laut der Umfrage dürfen etwa drei Viertel der Kinder ihr Geld selbst verwalten - die Eltern lassen sie also frei entscheiden, wofür sie es ausgeben möchten. Mehr als die Hälfte der Vier- bis 13-Jährigen nascht offenbar ziemlich gern: 70 Prozent der Befragten geben das eigene Geld für Süßigkeiten aus. Außerdem wird gern gelesen: 52 Prozent kaufen sich von ihrem Geld Zeitschriften und Comics.

Aber natürlich gibt es auch Dinge, die sich viele Kinder nicht selbst leisten könnten - sich dafür aber wünschen: Über die Hälfte der Befragten hätte gern ein Smartphone oder ein Tablet, ein Drittel wünscht sich Spiele, Puzzles oder Experimentierkästen. Digitale Spiele sind bei rund 40 Prozent der Kinder gefragt.

Für die Studie wurden auch die Lesegewohnheiten von Kindern und Jugendlichen untersucht. 74 Prozent der Jungen und Mädchen zwischen sechs und 13 Jahren lesen demnach mindestens eine von 46 abgefragten Kinderzeitschriften. Die Kinder lesen die Magazine meist ohne Unterbrechung durch andere Medien komplett durch, teilten die Studienmacher mit.

In der Freizeit: Freunde!

Ihre Freizeit nutzten Kinder zudem vor allem, um mit Freunden zusammen zu sein und im Freien zu toben: Knapp 90 Prozent der Vier- bis 13-Jährigen treffen sich mindestens mehrmals pro Woche mit anderen Kindern, knapp 80 Prozent spielen im Freien. Tüfteln, Basteln und Spielen sind als Freizeitaktivitäten am beliebtesten, dahinter folgen im Internet surfen, Familienaktivitäten und YouTube-Videos schauen.

Die Befragung wird jährlich von sechs Verlagen in Auftrag gegeben, darunter ist neben dem SPIEGEL- und dem Zeit-Verlag auch der Panini-Verlag. Für die Studie wurden 2000 Doppelinterviews mit Kindern im Alter von sechs bis 13 Jahren zusammen mit je einem Elternteil geführt. Außerdem wurden rund 500 Erziehungsberechtigte von vier- bis fünfjährigen Kindern befragt. Die Interviews wurden von Februar bis Anfang April geführt.

faq/AFP

insgesamt 7 Beiträge
Margaretefan 06.08.2019
1. Nun ja, ein Spielchen...
...mit großen Zahlen - 3 Milliarden -, im Sommerloch. Kinder bis 14 Jahre gibt es ca 11 Millionen. IMHO alles nicht so interessant. Die gesellschaftliche Aufgabe, möglichst allen Kindern eine schöne Kinderheit ohne Angst und [...]
...mit großen Zahlen - 3 Milliarden -, im Sommerloch. Kinder bis 14 Jahre gibt es ca 11 Millionen. IMHO alles nicht so interessant. Die gesellschaftliche Aufgabe, möglichst allen Kindern eine schöne Kinderheit ohne Angst und Verzicht, dafür mit möglichst hoher Bildung und viel Spaß bieten zu können, ist viel interessanter.
euro-paradies 06.08.2019
2. Hallo Finanzminister Scholz: Haben Sie das gelesen,
also sofort eine neue Sondersteuer für die Kinder einführen und deren Sparschweine knacken! Dass ja kein Kind auf die Idee kommt zu sparen! Die müssen lernen die Kohle sofort zu verheizen - am besten in den Konsum blasen - oder [...]
also sofort eine neue Sondersteuer für die Kinder einführen und deren Sparschweine knacken! Dass ja kein Kind auf die Idee kommt zu sparen! Die müssen lernen die Kohle sofort zu verheizen - am besten in den Konsum blasen - oder die wird von Ihnen einkassiert!
Emderfriese 06.08.2019
3. Arm
Vielleicht solltet Ihr von SPON manchmal doch vorher Eure eigenen Berichte durchlesen: https://www.spiegel.de/thema/kinderarmut_in_deutschland/ und dann erst schreiben...
Vielleicht solltet Ihr von SPON manchmal doch vorher Eure eigenen Berichte durchlesen: https://www.spiegel.de/thema/kinderarmut_in_deutschland/ und dann erst schreiben...
karlsiegfried 06.08.2019
4. # 3 Vollkommen richtig
Wenn ich als Kind (Jahrgang 1943) 50 Pfennig in der Tasche hatte, fühlte ich mich reich. Kinderamut ist Qutsch mit Sosse. Nur Eltern können in Armut leben und deshalb ihren Kinder nicht alles kaufen. Im Vergleich zu echten [...]
Zitat von EmderfrieseVielleicht solltet Ihr von SPON manchmal doch vorher Eure eigenen Berichte durchlesen: https://www.spiegel.de/thema/kinderarmut_in_deutschland/ und dann erst schreiben...
Wenn ich als Kind (Jahrgang 1943) 50 Pfennig in der Tasche hatte, fühlte ich mich reich. Kinderamut ist Qutsch mit Sosse. Nur Eltern können in Armut leben und deshalb ihren Kinder nicht alles kaufen. Im Vergleich zu echten Armen, Afrika, Fernost und so weiter sind deutsche Arme (Hartz IV. Empfänger) wirklich reich. Diese Allerämsten haben nur Hütten, Dreck, kaum Wasser, kaum Nahrung, keine Schule, keinen Arzt und so weiter. Aber von deren Hungerlöhnen und Armut profitieren in Deutschalnd und anderwo, das ist völlig normal.
dirk.resuehr 07.08.2019
5. Wo
bleibt das gewohnte Geheul über Kinderarmut? Die nächste "Studie" enthüllt demnächst Schlimmeres: Die Kinder sind gar nicht arm Nur ihr Chauffeur.
bleibt das gewohnte Geheul über Kinderarmut? Die nächste "Studie" enthüllt demnächst Schlimmeres: Die Kinder sind gar nicht arm Nur ihr Chauffeur.

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