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Leben und Lernen

Umstrittenes Mathe-Abitur

Auch Bremer Schüler bekommen bessere Noten

Nach Hamburg und dem Saarland sollen nun auch in Bremen die Abiturprüfungen in Mathematik neu bewertet werden. Das gilt allerdings nicht für alle.

Bernd Wüstneck/ DPA

Auch in Bremen soll die Bewertung der Abiturprüfungen in Mathe angepasst werden

Donnerstag, 06.06.2019   12:39 Uhr

Bremer Schülerinnen und Schüler in Grundkursen dürften sich freuen: Ihre Abiturprüfungen in Mathe werden besser bewertet. Das teilte das Bremer Bildungsressort am Mittwoch mit.

Eine Expertengruppe habe festgestellt, dass Schülerinnen und Schüler für die anspruchsvollen Aufgaben zu wenig Bearbeitungszeit hatten, erklärte die Bildungsverwaltung. Nach ersten Auswertungen sei der Notendurchschnitt in den Grundkursen rund zwei Punkte schlechter als in den vergangenen Jahren gewesen.

Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) kündigte an, schnell eine entsprechende Anpassung des Bewertungsschlüssels vorzunehmen. Dadurch könne gewährleistet werden, dass die Abiturienten im Vergleich zu früheren Jahrgängen nicht benachteiligt würden, sagte sie. Bei den Mathe-Abiturklausuren in den Leistungskursen wird es allerdings keine Anpassung geben. Diese wurden als anspruchsvoll, aber durchaus angemessen bewertet.

Eine Sprecherin des Bremer Bildungsressorts verwies allerdings darauf, dass alle Schüler aus den Grund- und Leistungskursen die Möglichkeit hätten, ihre schriftliche Note in einer mündlichen Nachprüfung zu verbessern.

Nach den Prüfungen hatten zahlreiche Schülerinnen und Schüler in mehreren Bundesländern den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben kritisiert und sich mit Onlinepetitionen an ihre Kultusministerien gewandt. Nach ersten Prüfungen hatten das Saarland und Hamburg daraufhin angekündigt, die Bewertungen im Fach Mathematik nachträglich anzupassen.

In Niedersachsen wird es dagegen keine Neubewertung geben. Bei der Kultusministerkonferenz am Donnerstag in Wiesbaden wird das diesjährige Mathe-Abi ebenfalls thematisiert.

faq/dpa

insgesamt 9 Beiträge
Rechtsrum 06.06.2019
1. Ein Schritt in die richtige Richtung
Da in Deutschland das Bildungsniveau laut OECD im freien Fall ist, muss sich etwas ändern. Schülern bessere Noten geben, ist ein Anfang. Wir müsse dahin kommen, dass Bildung nichts mehr kostet und jedes Kind einen [...]
Da in Deutschland das Bildungsniveau laut OECD im freien Fall ist, muss sich etwas ändern. Schülern bessere Noten geben, ist ein Anfang. Wir müsse dahin kommen, dass Bildung nichts mehr kostet und jedes Kind einen Schulabschluss erhält. Warum kann man nicht mit der Anmeldung auf eine Schule sofort ein Abiturzeugnis bekommen. Spart Schulen, Lehrer und den Eltern armer Kinder die Kosten für die Schule. Und alle haben Abi, ohne etwas zu lernen (also fast wie heute, nur eben ein paar Jahre grüne Bildungspolitik weiter).
The Restless 06.06.2019
2. Zentralabitur witzlos
Es sollte der besseren Vergleichbarkeit dienen, aber nun bewertet jedes Bundesland die identischen Aufgaben unterschiedlich. Das hat keinen Zweck: Jede Schule muss die Aufgaben wieder selber anfertigen können, und zwar spezifisch [...]
Es sollte der besseren Vergleichbarkeit dienen, aber nun bewertet jedes Bundesland die identischen Aufgaben unterschiedlich. Das hat keinen Zweck: Jede Schule muss die Aufgaben wieder selber anfertigen können, und zwar spezifisch angepasst an die individuellen Kurse. Es schadet nicht, wenn unterschiedliche Schulen den Stoff auf verschiedene Weisen lehren und abrufen. Die Wissenschaft profitiert von verschiedenen Standpunkten und Ideen, die Vereinheitlichung schadet nur.
taglöhner 06.06.2019
3. Alternative Facts
Eben. Insbesondere auf die verschiedenen Standpunkte Bremer Schüler in der Mathematik wartet die Welt.
Zitat von The RestlessEs sollte der besseren Vergleichbarkeit dienen, aber nun bewertet jedes Bundesland die identischen Aufgaben unterschiedlich. Das hat keinen Zweck: Jede Schule muss die Aufgaben wieder selber anfertigen können, und zwar spezifisch angepasst an die individuellen Kurse. Es schadet nicht, wenn unterschiedliche Schulen den Stoff auf verschiedene Weisen lehren und abrufen. Die Wissenschaft profitiert von verschiedenen Standpunkten und Ideen, die Vereinheitlichung schadet nur.
Eben. Insbesondere auf die verschiedenen Standpunkte Bremer Schüler in der Mathematik wartet die Welt.
bfhoffmann 06.06.2019
4. Ein Schritt weiter in Richtung infantiler Dünnbrettbohrer
Anstatt das Ausbildungsniveau zu erhöhen werden die Noten nach oben angepasst. Everybody gets a Trophy. Ein Schritt weiter Kinder zu funktionsunfähigen infantilen Dünnbrettbohrern zu erziehen.
Anstatt das Ausbildungsniveau zu erhöhen werden die Noten nach oben angepasst. Everybody gets a Trophy. Ein Schritt weiter Kinder zu funktionsunfähigen infantilen Dünnbrettbohrern zu erziehen.
sischwiesisch 06.06.2019
5. Es kann sein,...
..., daß ich jetzt aus Unwissenheit und mit Halbwissen ausgestattet einen Fehlerr begehe, aber ist es nicht so, daß die jeweiligen Lehrer aus vorgegeben Ausgaben auswählen können und wissen sollten, was "ihre" [...]
Zitat von The RestlessEs sollte der besseren Vergleichbarkeit dienen, aber nun bewertet jedes Bundesland die identischen Aufgaben unterschiedlich. Das hat keinen Zweck: Jede Schule muss die Aufgaben wieder selber anfertigen können, und zwar spezifisch angepasst an die individuellen Kurse. Es schadet nicht, wenn unterschiedliche Schulen den Stoff auf verschiedene Weisen lehren und abrufen. Die Wissenschaft profitiert von verschiedenen Standpunkten und Ideen, die Vereinheitlichung schadet nur.
..., daß ich jetzt aus Unwissenheit und mit Halbwissen ausgestattet einen Fehlerr begehe, aber ist es nicht so, daß die jeweiligen Lehrer aus vorgegeben Ausgaben auswählen können und wissen sollten, was "ihre" Schüler denn so bei Ihm/ihr durchgenomen haben und entsprechend mit ihrer Aufgabenwahl lenken können ? Es wird sich doch aus den vorgegeben Ausgaben entsprechend passendes finden lassen. Zentralabitur hin oder her. Wenn sich dann trotzdem, wie jetzt, "Schwierigkeiten" ergeben, dann kann doch daraus nicht die Konsequenz erwachsen, daß man nachträglich die Noten verbessert !?! Das ist ja an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Ich hätte mich zu meiner Abiturszeit in Grund und Boden geschämt. Aber heute müssen ja 50 % und mehr eines Schuljahrganges studieren. Das geht nur mit Niveauabsenkung oder glauben SIe die heutigen Schüler sind intelligenter als die vor 30, 40 Jahren ? Das würde ich definitiv bestreiten. Im Gegenteil. Bestimmte soft skills sind heute zudem geradezu verkümmert.

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