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Leben und Lernen

Mobbing, Armut und Ausgrenzung

Jedes dritte Kind fühlt sich in der Schule unsicher

Jedes dritte Kind an Haupt- Gesamt- oder Sekundarschulen hat große Sorgen: Es fürchtet sich davor, ausgegrenzt, gemobbt oder geschlagen zu werden. Das geht aus einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor.

Getty Images

Junge (Symbolbild)

Dienstag, 19.02.2019   11:38 Uhr

Kinder, die Haupt-, Gesamt- oder Realschulen besuchen, klagen über ein Klima der Angst. Sie fürchten sich davor, ausgegrenzt, gemobbt oder geschlagen zu werden, wie aus einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung hervorgeht.

Viele Schüler fühlen sich zwar zu Hause gut aufgehoben, aber haben dennoch zahlreiche Sorgen: Gut die Hälfte der Befragten mache sich "gelegentlich, häufig oder immer" Sorgen um die finanzielle Situation der Familie, heißt es in der Studie weiter.

Bertelsmann-Studie

Von wem stammt die Studie?
Die repräsentative Befragung stammt von der Bertelsmann-Studie in Zusammenarbeit mit Sabine Andresen von der Goethe-Universität Frankfurt.
Welche Daten wurden ausgewertet?
Datengrundlage der Studie ist die aktuelle internationale Kinder- und Jugendbefragung Children’s Worlds für Deutschland.
Wann wurden die Kinder und Jugendlichen befragt?
Die Daten wurden im Schuljahr 2017/2018 erhoben.
Wer wurde befragt?
Befragt wurden 3.448 Schülerinnen und Schüler im Alter von acht bis vierzehn Jahren.

Materiell geht es den meisten Kindern auf den ersten Blick allerdings gut. Für mehr als 96 Prozent der Befragten gilt: Es gibt genug zu essen, es gibt Platz zum Spielen, in den Wohnungen mindestens ein Badezimmer und mindestens einen Computer in der Familie. Einen ungestörten Arbeitsplatz haben neun von zehn Kindern, ein eigenes Schlafzimmer acht von zehn.

Bei der Betreuung sieht das allerdings anders aus:

Viele Kinder wüssten nicht ausreichend über ihre Rechte Bescheid, hieß es weiter in der Untersuchung.

Aus Sicht der Kinder und Jugendlichen gehörten zu einem guten Aufwachsen

Die Politik solle ihr Ohr näher an den Heranwachsenden haben, sie regelmäßig befragen und "konsequent beteiligen", fordert die Stiftung. Dieses Wissen sei für eine bedarfsgerechte Sozial-, Familien- und Bildungspolitik sowie zur effektiven Bekämpfung von Kinderarmut unverzichtbar.

kha/dpa

insgesamt 29 Beiträge
kzs.games 19.02.2019
1. mobbing
als jemand der sowohl gemobbt wurde als auch später gemobbt hat bin ich immer noch der Ansicht - jeder setzt dafür selbst die Ursache. und die Ursache war nie geld, mode, Kleidung oder aussehen. es waren wenn immer Sachen wie [...]
als jemand der sowohl gemobbt wurde als auch später gemobbt hat bin ich immer noch der Ansicht - jeder setzt dafür selbst die Ursache. und die Ursache war nie geld, mode, Kleidung oder aussehen. es waren wenn immer Sachen wie dass jemand eine Petze ist, die schuld immer anderen in die Schuhe schiebt etc. dadurch wird man zum Mobbingopfer. wer die Gemeinschaft übermäßig beansprucht, den beansprucht dann auch die Gemeinschaft übermäßig
Lexington67 19.02.2019
2.
Das ist natürlich Blödsinn... Kinder werden gemobbt weil sie einen komischen Namen haben, aus dem falschen Elternhaus kommen, in der armen Ecke der Stadt wohnen, Klamotten vom falschen Label anhaben, der falschen Religion [...]
Zitat von kzs.gamesals jemand der sowohl gemobbt wurde als auch später gemobbt hat bin ich immer noch der Ansicht - jeder setzt dafür selbst die Ursache. und die Ursache war nie geld, mode, Kleidung oder aussehen. es waren wenn immer Sachen wie dass jemand eine Petze ist, die schuld immer anderen in die Schuhe schiebt etc. dadurch wird man zum Mobbingopfer. wer die Gemeinschaft übermäßig beansprucht, den beansprucht dann auch die Gemeinschaft übermäßig
Das ist natürlich Blödsinn... Kinder werden gemobbt weil sie einen komischen Namen haben, aus dem falschen Elternhaus kommen, in der armen Ecke der Stadt wohnen, Klamotten vom falschen Label anhaben, der falschen Religion angehören oder einfach anders sind. Das was sie oben beschreiben sind Kinder die nur einfach Arschlöcher sind. Die werden nicht gemobbt, die werden ausgegrenzt.
dagmar1308 19.02.2019
3. Das gab es schon immer
Dazu braucht man nicht die Pseudoallwissenden und die kleinen Seminararbeiten der Bertelsmänner. War selbst als Vollwaise auf dem Gym und sah, wie andere von Haus aus, Papi hatte eine Fabrik..... Dann hätte ich eben kein [...]
Dazu braucht man nicht die Pseudoallwissenden und die kleinen Seminararbeiten der Bertelsmänner. War selbst als Vollwaise auf dem Gym und sah, wie andere von Haus aus, Papi hatte eine Fabrik..... Dann hätte ich eben kein Nesquick in der Milch und es hat mich nicht umgehauen. Wer ist heute noch wirklich arm? Lächerlich! Scheinbar soll die Abgabenbereitschaft weiter erhöht werden, die der Masse der Lohnknechte natürlich, nicht der von Amazon und Co.
Grünspahn 19.02.2019
4.
Es wurden 222 Hauptschüler befragt - bei der geringen Zahl frage ich mich, wie das repräsentativ sein soll. Wie unterscheiden sich ländliche Hauptschule von HS in Problemvierteln einer Großstadt? Spielt das Verhältnis von [...]
Es wurden 222 Hauptschüler befragt - bei der geringen Zahl frage ich mich, wie das repräsentativ sein soll. Wie unterscheiden sich ländliche Hauptschule von HS in Problemvierteln einer Großstadt? Spielt das Verhältnis von Migrantenkindern und Kindern ohne Migrationshintergrund eine Rolle? Oder wie spielt der soziale Hintergrund eine Rolle?
Flachlandprophet 19.02.2019
5. arlarmierende Zahlen
Missstände, die man im Kontext mit vielen anderen "Problemen" betrachten muss, von denen man gar nicht vermutet...dass sie damit etwas zu tun haben könnten. Die Politik sollte sich ganz allgemein viel mehr an den [...]
Missstände, die man im Kontext mit vielen anderen "Problemen" betrachten muss, von denen man gar nicht vermutet...dass sie damit etwas zu tun haben könnten. Die Politik sollte sich ganz allgemein viel mehr an den Bedürfnissen der Familien orientieren/ausrichten...diese in den Mittelpunkt ihres Denken und Handels stellen. Die Familie ist das Fundament unserer Gesellschaft, unserer Kultur - kommt sie ins Ungleichgewicht, zieht das einen ganzen Rattenschwanz nach sich. Heute müssen z.B. beide Elternteile arbeiten gehen, um eine Familie überhaupt ernähren zu können (inklusive Wohnen, Ausbildung...etca). Das war bis in die 80er noch anders...da reichte ein Gehalt aus um ein Haus zu bauen, um in Urlaub zu fahren, um den Kindern etwas bieten zu können. Heute geht schon ein Gehalt für die Miete drauf - um nur mal ein Beispiel zu nennen. Und so gibt es dutzende von Missständen...die sich gegenseitig bedingen. Da muss ein gesellschaftliches Umdenken stattfinden. Sich zurücklehnen und auf die Politiker schimpfen ändert nichts.

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