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Leben und Lernen

Hochschul-Statistik

Immer mehr Frauen an den Unis

An deutschen Hochschulen gibt es immer mehr Frauen, und zwar nicht nur unter Erstsemestern und Absolventen. Frauen besetzen auch deutlich öfter Lehrstühle.

DPA

Studentinnen der Justus-Liebig-Universität in Gießen

Freitag, 07.10.2016   09:00 Uhr

Vor rund 20 Jahren waren Professorinnen noch eine Ausnahme. Ihr Anteil lag bei acht Prozent. Inzwischen ist die Quote auf 22 Prozent gestiegen, zeigt eine Datensammlung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK).

Der Statistik zufolge hat sich die Frauenquote an deutschen Hochschulen sowohl bei Professoren als auch Studierenden und Doktoranden kontinuierlich erhöht - allerdings unterschiedlich stark. "Differenziert man nach Besoldungsgruppen, so zeigt sich weiterhin: Je höher die Besoldungsgruppe, desto niedriger der Anteil der Frauen", schreibt die GWK.

Schon Mitte der 1990er Jahre waren fast die Hälfte der Studienanfänger und Absolventen Frauen. Inzwischen bilden sie in diesen Gruppen mit knapp über 50 Prozent eine Mehrheit. Bei Doktorarbeiten und Habilitationen auf dem Weg zur Professur sieht es dagegen noch anders aus. Bei Promotionen stieg der Anteil von Frauen von 31,5 auf 45,5 Prozent, bei Habilitationen von 13,8 auf 27,8 Prozent.

Der Daten-Report der GWK analysiert neben der Situation an den Hochschulen auch Forschungseinrichtungen wie die Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft. Hier stieg der Frauenanteil an Führungspositionen seit 1996 von 2,6 auf 16,7 Prozent.

dpa/fok

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