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Netzwelt

Porträtfotografie

Lichtformer für Aufsteckblitze selber basteln

Oft sind Fotografen auf einen Aufsteckblitz angewiesen. Wir zeigen, wie man sich ohne viel Mühe und mit geringem finanziellen Einsatz einen Aufsatz für den Blitzreflektor bastelt, der für ein gutes Porträtlicht sorgt.

Michael J. Hußmann

Fotoapparat mit Lichtformer

Von "Docma"-Autor Michael J. Hußmann
Dienstag, 16.04.2019   13:24 Uhr

Das spontan auf der Straße fotografierte Porträt ist so etwas wie eine DOCMA-Spezialität. Wenn Sie uns einmal beim Umweltfotofestival Horizonte Zingst oder bei anderen Gelegenheiten getroffen haben, haben Sie vielleicht schon mal einer unserer Kameras ins Objektiv geschaut.

Wir haben über die Jahre mit verschiedenen Lösungen zur mobilen Lichtsetzung experimentiert, unter anderem mit einem akkubetriebenen Studioblitz (und Assistenten, die ihn in der optimalen Position hielten), aber auch mit an die Kamera geschraubten Reflektoren wie der "Bounce-Wall" von Sunbounce zum indirekten Blitzen mit einem Aufsteckblitz.

Ohne weiteres Zubehör hat das Licht eines Aufsteckblitzes zwei Nachteile. Erstens ist es hart; es kommt von einer relativ kleinen Fläche und erzeugt daher ausgeprägte Schatten. Zweitens ist die Lichtquelle nicht weit von der optischen Achse der Kamera entfernt, während Sonnenlicht ebenso wie künstliches Licht meist aus einer höheren Position kommt. Es ist also wichtig, das Blitzlicht so umzulenken, dass seine Strahlen von einer größeren und höher gelegenen Fläche auf das Motiv treffen. Einen dazu geeigneten Lichtformer können Sie mit geringem Aufwand selbst herstellen. Die nötigen Werkzeuge finden sich in jedem Haushalt und auch das Material haben Sie vielleicht schon.

Gefunden in

Bastelstunde

Die Grundlage bildet eine Kunststoffmatte aus der Küchenabteilung von IKEA, wie ich sie schon für den Bau des in Ausgabe 86 ab Seite 94 beschriebenen Striplights genutzt habe. Von diesem Projekt hatte ich noch fast einen Meter auf der Rolle übrig behalten. Zur Lenkung des Lichts dient Alufolie - nehmen Sie eine gute, reißfeste Qualität, auch wenn sie etwas teurer ist. Klettband, das Sie im Handarbeitsbedarf bekommen, hält den Lichtformer zusammen. Schere, Filzstift, Lineal, Alleskleber und ein Heftgerät sind sicherlich vorhanden, und mehr brauchen Sie nicht.

Zuschnitt

Die Grundidee besteht darin, eine Haube herzustellen, die auf den Blitzreflektor gesetzt wird. Deren Inneres wird teilweise mit Alufolie ausgekleidet, so dass das Blitzlicht nur nach vorne austreten kann.

Welchen Unterschied der Lichtformer im Vergleich zum direkten Blitzlicht macht, sehen Sie hier auf rechten Bildseite:

insgesamt 2 Beiträge
philosophus 16.04.2019
1. Warum so umständlich...
Das Blitzlicht auf irgendwelche kleine -oder grosse- weisse Fläche ( DIN A4 Blatt, Zimmerwand oder Decke usw) hinter und oberhalb oder seitlich der Kamera richten, diese als indirekte weiche Lichtquelle benutzen und ...blitzen, [...]
Das Blitzlicht auf irgendwelche kleine -oder grosse- weisse Fläche ( DIN A4 Blatt, Zimmerwand oder Decke usw) hinter und oberhalb oder seitlich der Kamera richten, diese als indirekte weiche Lichtquelle benutzen und ...blitzen, fertig, ausgezeichnet !...
Gerdd 17.04.2019
2. Ja, sicher, so geht's auch - notfalls.
Aber wenn ich eine reproduzierbare Lichtführung brsuche, bei mobiler Kameraposition, dann kann es auch schon mal kritisch sein, daß sich die reflektierenden Objekte präzise mit der Kamera bewegen. Der andere Fall ist, daß [...]
Aber wenn ich eine reproduzierbare Lichtführung brsuche, bei mobiler Kameraposition, dann kann es auch schon mal kritisch sein, daß sich die reflektierenden Objekte präzise mit der Kamera bewegen. Der andere Fall ist, daß das Licht ststsch zum Objekt positioniert wird. Das machen dann Stative oder Statisten

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