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Netzwelt

Bundesnetzagentur

5G-Versteigerung beginnt frühestens am 19. März

Ab Mitte März könnte die Bundesnetzagentur die 5G-Funkfrequenzen versteigern. Eilanträge der großen Mobilfunkanbieter gegen die Rahmenbedingungen könnten den Zeitplan aber noch durcheinanderbringen.

DPA

5G-Zeichen an einem Messewerbestand

Freitag, 22.02.2019   14:38 Uhr

Die Bundesnetzagentur hat ein mögliches Startdatum für die geplante Versteigerung der 5G-Funkfrequenzen genannt. "Wir sind in der Lage, die Auktion in Mainz wie geplant durchzuführen, beginnen können wir frühestens am 19. März", sagte ein Sprecher der Regulierungsbehörde am Freitag. Bislang hatte die Netzagentur nur von der zweiten Märzhälfte als Starttermin gesprochen. In Mainz, wo die Auktion stattfinden wird, sitzt die Technikzentrale der Bonner Behörde.

Eilanträge der drei Telekommunikationskonzerne Telekom, Vodafone und Telefónica beim Kölner Verwaltungsgericht könnte den Zeitplan noch durcheinanderbringen. Die Firmen wollen vor der Versteigerung rechtliche Rahmenbedingungen klären und die Auktionsregeln in ihrem Sinne ändern lassen. "Es ist nun Aufgabe des Gerichts, über die Eilanträge zu entscheiden", sagte der Sprecher der Netzagentur.

Stimmt das Gericht den Anträgen zu, würde sich die Auktion wohl auf unbestimmte Zeit verzögern - dann müssten erst die Klagen der Netzbetreiber in der Hauptsache abgearbeitet werden, bevor versteigert werden darf.

Gegen die Vergaberegeln bei der Auktion klagen laut Verwaltungsgericht insgesamt neun Mobilfunkunternehmen. Zu den Auflagen der Netzagentur gehört unter anderem, dass die Bieter bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland, alle Bundesautobahnen, die wichtigsten Bundesstraßen sowie die wichtigsten Schienenwege mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) versorgen müssen.

Zentraler Streitpunkt ist das sogenannte lokale Roaming. Damit ist gemeint, dass Kunden eines Anbieters in Funklöchern automatisch auf die Netze der Konkurrenten umgeleitet werden. Die Vergabebedingungen der Bundesnetzagentur sehen vor, dass die Anbieter hier über Kooperationen verhandeln müssen.

Lesetipp

mbö/AFP

insgesamt 19 Beiträge
Christopher Jahns 22.02.2019
1. Flächendeckendes, mobiles Internet? Gute Nacht, Deutschland!
Zitat:"Zu den Auflagen der Netzagentur gehört unter anderem, dass die Bieter bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland, alle Bundesautobahnen, die wichtigsten Bundesstraßen sowie die wichtigsten [...]
Zitat:"Zu den Auflagen der Netzagentur gehört unter anderem, dass die Bieter bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland, alle Bundesautobahnen, die wichtigsten Bundesstraßen sowie die wichtigsten Schienenwege mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) versorgen müssen." Das geht nur, wenn die Mobilfunkanbieter enger zusammenarbeiten; Stichwort: Lokales Roaming. Und da ich in Sachen Zusammenarbeit so meine Zweifel habe, wird das mit den Auflagen auch so schnell nicht umgesetzt werden können und Deutschland bleibt weiterhin ganz unten auf der Liste, wenn es um ein flächendeckendes, schnelles Mobilfunknetz geht. Herzlichst, Christopher Jahns
josef2018 22.02.2019
2. Solange
die Provider bei der Versteigerung hohe Milliardenbeträge für eine Lizenz hinlegen müssen, wird sich deren Eifer beim Ausbau in Grenzen halten, wie die bisherige Erfahrung gezeigt hat. Vielleicht sollten sie sich absprechen [...]
die Provider bei der Versteigerung hohe Milliardenbeträge für eine Lizenz hinlegen müssen, wird sich deren Eifer beim Ausbau in Grenzen halten, wie die bisherige Erfahrung gezeigt hat. Vielleicht sollten sie sich absprechen und nur einen geringen Millionenbetrag bieten, das würde die Gier des Finanzministers ins Leere führen und auch die Tarife endlich einmal normalisieren.
modemhamster 22.02.2019
3. Ausrüster?
"In der Diskussion um die angeblich sicherheitskritische Hardware des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei bestätigt der US-Außenminister Mike Pompeo in einem Gespräch mit FOX Business, dass die USA keine streng [...]
"In der Diskussion um die angeblich sicherheitskritische Hardware des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei bestätigt der US-Außenminister Mike Pompeo in einem Gespräch mit FOX Business, dass die USA keine streng geheimen Informationen mehr an seine Verbündeten liefern werden, wenn diese Technik von Huawei in ihrer Netzwerk-Infrastruktur einsetzen" Ich hoffe doch, wer auch immer den Zuschlag bekommt, sollte es mit chinesischem Material aufbauen. NSA-Backdoors haben wir wirklich schon genug.
Nonvaio01 22.02.2019
4. muss man sich mal vorstellen
da macht der Staat eine Auktion, und ie bieter gehen erstmal vor gericht um die rahmen bedinungen der Auktion zu aendern. hab ich was verpasst? Wennn man etwas versteigert wird es versteigert zu bestimmten konditionen, entweder [...]
da macht der Staat eine Auktion, und ie bieter gehen erstmal vor gericht um die rahmen bedinungen der Auktion zu aendern. hab ich was verpasst? Wennn man etwas versteigert wird es versteigert zu bestimmten konditionen, entweder man bietet oder man bietet nicht wenn einem die konditionen nicht passen. Naja in D ist alles moeglich.
women_1900 22.02.2019
5.
dies ist es nicht alleine. Insbesondere das bundesweite nationale Roaming, das Anbietern wie United Internet zu dem die Marke 1&1 gehört den Einstieg in den 5G-Markt erleichtern würde, wird von den Netzbetreibern [...]
Zitat von josef2018die Provider bei der Versteigerung hohe Milliardenbeträge für eine Lizenz hinlegen müssen, wird sich deren Eifer beim Ausbau in Grenzen halten, wie die bisherige Erfahrung gezeigt hat. Vielleicht sollten sie sich absprechen und nur einen geringen Millionenbetrag bieten, das würde die Gier des Finanzministers ins Leere führen und auch die Tarife endlich einmal normalisieren.
dies ist es nicht alleine. Insbesondere das bundesweite nationale Roaming, das Anbietern wie United Internet zu dem die Marke 1&1 gehört den Einstieg in den 5G-Markt erleichtern würde, wird von den Netzbetreibern entschieden als eine Art Enteignung ihrer eigenen Investitionen abgelehnt. Anbieter wie United Internet sparen sich die Kosten des Netzausbaus.

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