Schrift:
Ansicht Home:
Netzwelt

"Kapitel 2" von Onlinespiel gestartet

"Fortnite" ist zurück - mit einer neuen Welt

"Fortnite" ist wieder spielbar. Nach knapp 40 Stunden Zwangspause ist das Onlinespiel seit Dienstagmittag wie gewohnt online. Fans erwartet eine neue Spielwelt mit neuen Möglichkeiten.

Google

Und wieder von vorn: Blick aus der Luft auf die neue "Fortnite"-Karte

Dienstag, 15.10.2019   13:18 Uhr

Es war eine ungewöhnliche, dadurch aber auch schlagzeilenträchtige Aktion: "Fortnite", eines der beliebtesten Onlinespiele überhaupt, war seit Sonntagabend knapp 40 Stunden lang nicht mehr spielbar. In zahlreichen Livestreams starrten Fans des Spiels währenddessen in ein schwarzes Loch, in dem zuvor die Spielwelt samt aller Spielfiguren verschwunden war.

Dass das Ganze ein PR-Schachzug und kein Hackerangriff oder Ähnliches war, war klar. Schließlich war der Ausfall in eine Geschichte, die rund um das Spiel erzählt wurde, eingebettet. Wann genau - und wie - "Fortnite" zurückkommen würde, das haben auch viele Streamer und Hardcore-Fans nicht genau gewusst. Lediglich einige Leaks deuteten darauf hin, dass sich beim Online-Multiplayerspiel manches verändern dürfte.

Seit Dienstagmittag ist "Fortnite" nun wieder verfügbar - der kostenlose "Battle Royale"-Teil des Spiels genauso wie der weniger beliebte, nur gegen Kauf des Spiels nutzbare Modus "Rette die Welt".

Hersteller Epic Games spricht bei "Fortnite: Battle Royale", das es mittlerweile für fast jede Plattform vom Handy bis zur Spielekonsole gibt, von einem jetzt gestarteten "Kapitel 2" des Spiels, also gewissermaßen einer Art Fortsetzung der Originalversion.

Ein Update ist nötig

Die frische "Battle Royale"-Version muss zunächst per Online-Update eingespielt werden. Auf einem iPhone müssen dafür sechs Gigabyte heruntergeladen werden, auf dem PC und Konsolen ist das Update noch größer. Dafür bietet die neue Spielversion unter anderem eine überarbeitete Grafik. Die grundsätzlichste Anpassung aber ist eine neue Weltkarte.

Die neue "Fortnite"-Insel ist von Flüssen und Seen durchzogen: Spieler können darin nach Waffen angeln und sie mit Booten befahren. Dabei passen mehrere Spieler auf ein Boot. Wer will, kann auch schwimmen. Außerdem neu: Verwundete Mitspieler lassen sich jetzt auf die Schulter nehmen und tragen.

Welche womöglich auch kleinen Gameplay-Anpassungen es im Einzelnen gibt, lässt Epic Games zunächst bewusst offen, vermutlich, damit Spieler sie selbst entdecken können.

Im Kern bleibt sich "Fortnite: Battle Royale" auf jeden Fall treu: Auch weiterhin kämpfen im Spiel 100 Nutzer auf sich allein gestellt oder in Teams ums Überleben. Spieler, die die neue Version starten, werden gleich in eine Partie hineingeworfen. In dieser ersten Runde in der neuen Welt tritt man jedoch nur gegen Bots an, also gegen computergesteuerte Gegner. Vorsicht aber, falls man in der alten Version die Steuerung umgestellt hat: In "Kapitel 2" ist laut Spielerberichten zunächst wieder die Standard-Tastenbelegung voreingestellt.

Fotostrecke

E-Sport-Titel: So funktioniert "Fortnite: Battle Royale"

Wer Geld ins Originalspiel gesteckt hat, etwa für Kostüme, kann diese auch in "Kapitel 2" weiter nutzen. Alles andere hätte Epic Games wohl einigen Ärger eingebracht. Auch vorhandene V-Bucks - eine virtuelle Währung im Spiel - sind durch den Kapitelwechsel nicht verfallen. Und natürlich hat Epic Games pünktlich zum Comeback des Spiels neue Zusatzkäufe wie Outfits für Figuren oder Waffenlackierungen im Angebot.

Die erste Saison des zweiten Kapitels

Wie im Originalspiel gibt es außerdem erneut sogenannte Saisons, über die hinweg das Spiel gespielt wird. Theoretisch ist die jetzt anstehende Saison die elfte in "Fortnite", praktisch inszeniert sie Epic Games aber als erste Saison von "Kapitel 2". Sie läuft ab sofort bis zum 12. Dezember.

Epic Games bietet für jede Saison einen sogenannten Battle Pass, eine Art Abo, das es Spielern ermöglicht, besondere Belohnungen zu erhalten. Das Abo kostet 950 V-Bucks, was ungefähr zehn Euro entspricht.

insgesamt 15 Beiträge
Stereo_MCs 15.10.2019
1.
Fortnite, der heiße Sch*** in deutschen Kinderzimmern. USK 12, also in der Realität von 7-8-jährigen gespielt. "Taktische Schrotflinte", Maschinenpistole im Anschlag und mit dem Sturmgewehr schussbereit rumlaufen. [...]
Fortnite, der heiße Sch*** in deutschen Kinderzimmern. USK 12, also in der Realität von 7-8-jährigen gespielt. "Taktische Schrotflinte", Maschinenpistole im Anschlag und mit dem Sturmgewehr schussbereit rumlaufen. Das nenne ich mal kindgerecht. Und die richtig blutigen Ego Shooter, optisch manchmal noch schlimmer als die Realität, sind USK18, werden also in Wirklichkeit locker von 12-13 j. gespielt. Wie und wo auch immer. Also alles in Ordnung in der Realität deutscher Kinderzimmer.
benmartin70 15.10.2019
2.
Hört sich nach DieHappy oder Kugelsicher an...... Es ist nicht das "Problem" des Spiels oder des Herstellers wenn die Eltern es nicht gebacken kriegen Ihr Zöglinge unter Kontrolle zu halten. Allerdings hätte dem [...]
Zitat von Stereo_MCsFortnite, der heiße Sch*** in deutschen Kinderzimmern. USK 12, also in der Realität von 7-8-jährigen gespielt. "Taktische Schrotflinte", Maschinenpistole im Anschlag und mit dem Sturmgewehr schussbereit rumlaufen. Das nenne ich mal kindgerecht. Und die richtig blutigen Ego Shooter, optisch manchmal noch schlimmer als die Realität, sind USK18, werden also in Wirklichkeit locker von 12-13 j. gespielt. Wie und wo auch immer. Also alles in Ordnung in der Realität deutscher Kinderzimmer.
Hört sich nach DieHappy oder Kugelsicher an...... Es ist nicht das "Problem" des Spiels oder des Herstellers wenn die Eltern es nicht gebacken kriegen Ihr Zöglinge unter Kontrolle zu halten. Allerdings hätte dem Spiel ein USK16 bzw ein Pegi16 sicher nicht geschadet. USK ist ohnehin überflüssig.
Auriv 15.10.2019
3. @Stereo_MCs
Nun... die Kinder können nichts dafür. Es sind die Eltern, welche dies zulassen, das Games ab 18 von 10-jährigen Kindern gespielt werden. Mich würde die Reaktion wundern, wenn man den Eltern sagen würde, ob man anstelle von [...]
Nun... die Kinder können nichts dafür. Es sind die Eltern, welche dies zulassen, das Games ab 18 von 10-jährigen Kindern gespielt werden. Mich würde die Reaktion wundern, wenn man den Eltern sagen würde, ob man anstelle von 18+ Games, dem Kind einen Porno zeigen darf... der ist ja auch ab 18+.
Stereo_MCs 15.10.2019
4.
Exakt. Ihr Satz mit USK16 könnte ja fast Hoffnung machen, wird aber mit dem Eltern Argument direkt wieder zunichte gemacht. Natürlich müssen und sollten Eltern da aktiv sein, sind sie sicher auch... aber kommen sie mal [...]
Zitat von benmartin70Hört sich nach DieHappy oder Kugelsicher an...... Es ist nicht das "Problem" des Spiels oder des Herstellers wenn die Eltern es nicht gebacken kriegen Ihr Zöglinge unter Kontrolle zu halten. Allerdings hätte dem Spiel ein USK16 bzw ein Pegi16 sicher nicht geschadet. USK ist ohnehin überflüssig.
Exakt. Ihr Satz mit USK16 könnte ja fast Hoffnung machen, wird aber mit dem Eltern Argument direkt wieder zunichte gemacht. Natürlich müssen und sollten Eltern da aktiv sein, sind sie sicher auch... aber kommen sie mal in der Realität 2019 an! Wo Alleinerziehende Mütter etc. arbeiten müssen um überleben zu können, findet sich immer ein Rechner, wo das unbeaufsichtigt gespielt werden kann. Und die Kreativität der Kids beim Umgehen von solchen Problemen, kennen wir beide. Das nur auf die Eltern zu schieben, und sich anderen Wegen zu verschließen, ist IMO erbärmlich.
Stereo_MCs 15.10.2019
5.
Klar, immer sind die Eltern Schuld. Ist ja auch so einfach und praxisnah Kids mit viel Phantasie und Tricks daran zu hindern, immer irgendwo einen Rechner und Möglichkeiten zu finden, USK18 "Spiele" zu zocken. [...]
Zitat von AurivNun... die Kinder können nichts dafür. Es sind die Eltern, welche dies zulassen, das Games ab 18 von 10-jährigen Kindern gespielt werden. Mich würde die Reaktion wundern, wenn man den Eltern sagen würde, ob man anstelle von 18+ Games, dem Kind einen Porno zeigen darf... der ist ja auch ab 18+.
Klar, immer sind die Eltern Schuld. Ist ja auch so einfach und praxisnah Kids mit viel Phantasie und Tricks daran zu hindern, immer irgendwo einen Rechner und Möglichkeiten zu finden, USK18 "Spiele" zu zocken. Wie gut, dass nie einer von den Ego Shooter Junkies auf die Idee gekommen ist, dass man evtl. auch bei den Herstellern von ultra brutalen Games anzusetzen könnte. Warum, gibt doch die Eltern als Sündenbock. Das eigene Stimulanz entschärfen, das geht gar nicht. Kunstfreiheit, mindestens. Ach was sag ich, Menschenrecht.

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP